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Ich schreibe von der einfachen Sache …

Zum Tod der Dichterin Eva Strittmatter

Eva Strittmatter, Lyrikerin (picture-alliance / Berliner Zeitung)
Eva Strittmatter, Lyrikerin (picture-alliance / Berliner Zeitung)

Sie gilt als eine der auflagenstärksten deutschen Lyrikerinnen der letzten Jahrzehnte. Am 3. Januar ist Eva Strittmatter im Alter von 80 Jahren in Berlin verstorben. Ihr Motto: Ich schreibe von der einfachen Sache - Geburt und Tod und der Zwischenzeit.

Ihre Bücher verkauften sich über zwei Millionen Mal. Eva Strittmatter veröffentlichte 1973 im Alter von 43 Jahren ihren erfolgreichen Debütband "Ich mach ein Lied aus Stille". In der DDR war die 1930 in Neuruppin geborene Autorin eine der bekanntesten Dichterinnen. Neben Gedichten schrieb sie auch Prosa für Kinder und Erwachsene. Zu ihren bekanntesten Büchern zählen die Trilogie "Briefe aus Schulzendorf", "Mai in Piest'any" und der Essayband "Poesie und andere Nebendinge".

"Die Lyrik von Eva Strittmatter ist sehr eingängig auf den ersten Blick, aber je öfter man sich diese Gedichte wiederholt, merkt man, wie tief sie eigentlich sind", sagt die Journalistin Irmtraud Gutschke zum Tod von Eva Strittmatter im Deutschlandradio Kultur (MP3-Audio). Gutschke führte für den Interviewband "Eva Strittmatter - Leib und Leben", der 2008 erschien, zahlreiche Gespräche mit der Dichterin über ihr Leben.

Sie bewundere vor allem die Rückhaltlosigkeit, mit der die Dichterin eigene Zweifel, Schwächen und Ängste in ihren Texten thematisierte, sagt ihre langjährige Lektorin beim Aufbau-Verlag, Almut Giesecke, über Eva Strittmatter im Deutschlandradio Kultur. Ihr widmete Strittmatter das Gedicht "Mondnacht", das 2009 in dem Gedichtband "Wildbirnenbaum" erschien. Eva Strittmatter liest "Mondnacht" (MP3-Audio)

Die studierte Germanistin war eine der wichtigsten Ratgeberinnen ihres Mannes, dem 1994 verstorbenen Schriftsteller Erwin Strittmatter. Mit ihm und den gemeinsamen vier Kindern lebte sie seit den 50er-Jahren sowohl im brandenburgischen Schulzenhof als auch in Berlin. Später verwaltete sie seinen Nachlass und gab auch seine Werke heraus.

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Nach der Mauer der Abgrund? <br> Bei einer Tagung in Berlin diskutieren Experten über DDR-Literatur



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr

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