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Im Bistum Limburg wurden offenbar gezielt Baukosten verschleiert

Umbau des Bischofstuhls von Tebartz-van Elst dürfte noch teurer werden

Umstritten: der Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst (AP)
Umstritten: der Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst (AP)

Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst gerät weiter unter Druck. Einem Medienbericht zufolge wurden die wahren Kosten für den Umbau seines Bischofssitzes systematisch verheimlicht. Zudem könnten die Ausgaben nach neuesten Erkenntnissen sogar auf 40 Millionen Euro ansteigen. Der Bischof flog derweil zum Papst.

<p>Unter der Verantwortung des umstrittenen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst sind im Bistum Limburg nach Zeitungsangaben über Jahre hinweg die Baukosten für dessen Amtssitz auf dem Domberg verschleiert worden. Die Aufsichtsinstanzen des Vatikans und des Vermögensverwaltungsrats des Bistums seien damit systematisch unterlaufen worden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". <br /><br />Nach Informationen der "FAS" war dem neu gegründeten Vermögensverwaltungsrat im Sommer 2011 ein Kostenvolumen in Höhe von 17 Millionen Euro für Um- und Neubauten auf dem Limburger Domberg vorgelegt worden. Diese Summe sei in zehn Einzelprojekte gestückelt gewesen, die demnach allesamt unter der Grenze von fünf Millionen Euro lagen, ab der Bauvorhaben dem Vatikan zwingend angezeigt werden müssen.<br /><br /></p><p><strong>Konflikt zwischen Bischof und Vermögensverwaltungsrat</strong></p><p> Ein Jahr später soll der Vermögensverwaltungsrat dann eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 15,7 Millionen Euro genehmigt haben. Der Kredit sei bei der Deutschen Bank aufgenommen worden und habe erstmals zu einem Konflikt zwischen dem Bischof und dem Rat geführt, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Tebartz-van Elst habe gegen den Rat des Gremiums verlangt, dass die Kosten niemals öffentlich werden dürften. Da die Buchführung an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ausgelagert worden sei, hätten nur der Dombaumeister und der Architekt Rechnungen und Belege zu sehen bekommen.<br /><br /><div>


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Letzte Änderung: 21.10.2013 11:35 Uhr

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