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In den Fängen von Scientology

"Bis nichts mehr bleibt" in der ARD

Das Scientology- Hauptquartier in Berlin (AP)
Das Scientology- Hauptquartier in Berlin (AP)

Ein Fernsehfilm soll eine neue Debatte über das Verbot von Scientology anstoßen. Die SWR-Spielfilmproduktion "Bis nichts mehr bleibt" handelt vom Schicksal einer Familie, die von Scientology zerrissen wird.

Regisseur Niki Stein sagte dazu, dass Scientology sehr schnell darauf hinwirke, dass auch Verwandte und Lebenspartner mit hineingerissen würden. Darüber hinaus manipuliere Scientology das Denken und die Sprache der Mitglieder, fügte Stein hinzu.

Bislang konnte die Innenministerkonferenz der Bundesländer keine Mehrheit für ein Scientology-Verbot finden. Die Organisation wird allerdings seit 1997 vom Bundesverfassungsschutz beobachtet. Scientology hat offiziell das Ziel, eine Welt ohne Geisteskrankheiten, Krieg und Kriminalität zu schaffen. Laut Frank Nordhausen geht es der Organisation jedoch darum, "einen Führerstaat mit Menschenrechten nur für Scientologen zu errichten" - und etwa 20 Prozent der Menschheit in Lager zu sperren.

Scientology-Expertin hofft auf Verbotsdebatte

Eine neue Diskussion über ein Verbot von Scientology wünscht sich die Leiterin der Arbeitsgruppe zu dieser Organisation in der Hamburger Innenbehörde, Ursula Caberta. Nach wie vor hätten Mitglieder große Probleme, die Organisation zu verlassen, sagte sie der "Leipziger Volkszeitung". Der Spielfilm leiste einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung und stelle dar, wie Scientology wirklich funktioniere.

Keine Klage von Scientology

Der Sprecher der Organisation, Jürg Stettler, hatte zuvor kritisiert, mit der Ausstrahlung werde Intoleranz gegen eine Religionsgemeinschaft geschürt. Juristisch wolle Scientology jedoch nicht gegen die Ausstrahlung vorgehen.

Der Film ist heute Abend um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

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