Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Ingenieure und Lehrer gesucht

OECD-Studie zur Situation von Akademikern

Die OECD kritisierte den im internationalen Vergleich relativ niedrigen Anteil von Studienanfängern und Hochschulabsolventen in Deutschland.  (AP)
Die OECD kritisierte den im internationalen Vergleich relativ niedrigen Anteil von Studienanfängern und Hochschulabsolventen in Deutschland. (AP)

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will sich gemeinsam mit den Ländern dafür einsetzen, dass mehr junge Leute studieren. Die neueste Studie der OECD zeige, dass es trotz einiger Fortschritte noch viel zu tun gebe, sagte Schavan in Berlin. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte erneut kritisiert, in Deutschland gebe es zu wenige Abiturienten und Hochschulabsolventen. Besonders bei Lehrern und Ingenieuren könne der Bedarf in den kommenden Jahren nicht gedeckt werden.

Während die Zahl der Studenten in der Bundesrepublik in den vergangenen zehn Jahren um fünf Prozent zunahm, stieg sie in den 29 anderen wichtigen Industrienationen im Schnitt um 41 Prozent. In den meisten untersuchten Ländern würden die aus dem Berufsleben ausscheidenden Pädagogen zu 100 Prozent ersetzt, hierzulande liege die Quote lediglich bei 60 Prozent. Außerdem kämen im Ausland auf 100 ältere Ingenieure 190 Anfänger. In Deutschland sei das Verhältnis nur 100 zu 90. (Text, Beitrag von Margarete Limberg zur Vorstellung der Studie in Berlin)

OECD-Bildungskoordinator Andreas Schleicher glaubt, dass kurzfristig die Einwanderung helfen könnte, die Lücken zu füllen. Langfristig könne es sich aber kein Land leisten, sein Potenzial nicht auszuschöpfen. Das deutsche Bildungssystem sei immer noch auf die Industriegesellschaft zugeschnitten, bemängelte Schleicher. (Text / MP3-Audio)

Der Zusammenhang zwischen beruflicher Qualifikation und dem volkswirtschaftlichen Nutzen ist für die OECD von besonderer Bedeutung. In diesem Zusammenhang forderte die Organisation auch immer die Erhöhung der Absolventenquote. "Auf den ersten Blick erscheint es in Deutschland so, dass ein Studium honoriert wird, da die Arbeitslosenquote unter Akademikern relativ gering ist. Dennoch muss man in der Abwanderung der Intelligenz aus Deutschland Anzeichen sehen, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt - insbesondere in den höher gebildeten Berufen - eben doch nicht so glänzend sind, wie sie immer dargestellt werden", sagte Professor Johannes Balve, Autor des Buches "Goodbye Einstein?" (Text/ MP3-Audio)

Im vergangenen Jahr kritisierte die Organisation besonders den im internationalen Vergleich relativ niedrigen Anteil von Studienanfängern und -absolventen in Deutschland.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:25 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Nachrichten

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Nachrichten

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Loveparade-KatastropheNotwendiges Neuland

Eine Gedenkstätte für das Loveparade-Unglück in Duisburg.  (dpa/Monika Skolimowska)

Die Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe von vor sechs Jahren sei in ein unwürdiges Schwarzer-Peter-Spiel ausgeartet, kommentiert Moritz Küpper. Warum nicht den Teufelskreis durchbrechen und eine unabhängige Untersuchungskommission einsetzen? Das wäre Neuland - und ein Zeichen an die Opfer.

Medienreform in PolenWackelt die vierte Gewalt im Staat?

Demonstration gegen Polens umstrittenen Medien- und Justizgesetze in Brüssel am 18. Januar 2016. (picture alliance / dpa  - Laurent Dubrule)

Die amtierende PiS-Regierung in Polen plant für den 1. Juli eine Reform der Medien. Die öffentlichen-rechtlichen Medien sollen in nationale verwandelt werden. Wegen internationaler Kritik hat die Regierung die Reform auf 2017 verschoben.

Darknet und Deep WebWarum Anonymität im Netz wichtig ist

Eine Illustration, bei der ein Mann im Hasso-Plattner-Institut in Potsdam (Brandenburg) eine Hand auf einen Bildschirm mit dem visualisierten, weltumspannenden Internet hält. (dpa / Ralf Hirschberger)

Der Journalist und Autor Alexander Krützfeldt hält es für falsch, nach den jüngsten Gewalttaten nun die Möglichkeiten zu begrenzen, anonym im Internet zu surfen. Solche Software sei wichtig für Dissidenten, NGOs und Reporter, sagte er im DLF.

Unruhe vor Parteitag der DemokratenHat die Parteispitze Clinton bevorzugt?

Arbeiter bereiten den Saal im Wells Fargo Center in Philadelphia für den National Convention der US-Demokraten vor. (picture-alliance/ dpa/ epa/ CJ Gunther)

Ex-Außenministerin Hillary Clinton will ins Weiße Haus. Der Nominierungsparteitag der Demokraten in Philadelphia soll deshalb zu einer machtvollen Demonstration der Einheit werden. Doch ausgerechnet jetzt sorgen pikante und geleakte E-Mails aus dem Kreis der Parteispitze für Unruhe.

Autorin Stefanie SargnagelZwischen Depression und Größenwahn

Die Autorin Stefanie Sargnagel (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)

Ihre literarische Karriere begann auf Facebook, ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte sie dieses Jahr mit einer Einladung zu den Bachmann-Tagen in Klagenfurt. Die Österreicherin Stefanie Sargnagel gilt als Kult-Autorin. Wir reden mit ihr über Depression und Größenwahn.

SchönheitsidealHilfe, mein Kinn ist nicht männlich!

Wenn ihr im Netz nach "Plastischer Chirurgie" sucht, findet ihr neben Nasen und Brüsten immer mehr Diskussionen über das Kinn. Junge Männer fragen sich: Sollte ich über ein Kinnimplantat nachdenken? DRadio Wissen hilft euch.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Philadelphia  Sanders ruft US-Demokraten zu Unterstützung von Clinton auf | mehr

Kulturnachrichten

Schärfere Kontrollen bei Konzerten  | mehr

Wissensnachrichten

Anti-Ransomware-Programm  Europol gegen Netz-Erpressungen | mehr