Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Iran gibt sich unbeugsam

Ahmadinedschad: Resolution ist "Schnipsel Papier"

Ahmadinedschad droht dem Westen. (AP)
Ahmadinedschad droht dem Westen. (AP)

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will ungeachtet der vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen an dem umstrittenen Atomprogramm festhalten. Der Westen müsse sich daran gewöhnen, dass der Iran eine Atommacht sei, sagte Ahmadinedschad am Sonntag bei einer Rede in Teheran.

Es sei auch im Interesse des Westens, sich mit dem Iran zu arrangieren, fügte er hinzu. Die UN-Resolution vom Samstag bezeichnete Ahmadinedschad als "Schnipsel Papier", mit dem der Westen die Einheit des iranischen Volkes untergraben wolle. Die Weltmächte würden es schon bald bereuen, diese Strafmaßnahmen verhängt zu haben, den Iran dagegen kümmere die UN-Entscheidung überhaupt nicht. Zuvor hatte der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani bereits betont, das international umstrittene Programm der Uran-Anreicherung werde nunmehr mit Hochdruck fortgesetzt.

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Samstag einstimmig eine Resolution verabschiedet, mit der der Iran wegen der Uran-Anreicherung mit Sanktionen belegt wird. Die Entschließung weist alle Regierungen an, den Export von Materialien und Technologie zu unterbinden, die das iranische Nuklear- oder Raketenprogramm stützen könnten. Weiter soll das Vermögen einer Reihe von Unternehmen und Einzelpersonen mit Bezug zum iranischen Atomprogramm eingefroren werden. Die Namen sind auf einer UN-Liste verzeichnet. Sollte der Iran weiterhin nicht einlenken, werden weitere Strafmaßnahmen angedroht.

Rice: Sanktionen sofort umsetzen

Die USA forderten alle Länder auf, die Sanktionen sofort umzusetzen. Außenministerin Condoleezza Rice würdigte zugleich die Resolution als starkes Signal an die Adresse Teherans, sein Atomprogramm zu beenden und den Konflikt auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Die Maßnahmen bezeichnete Rice als Produkt "monatelanger harter Arbeit der USA und anderer Mitglieder des Sicherheitsrates". Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßten den Sanktionsbeschluss, der "ein wichtiges Signal der Geschlossenheit der internationalen Staatengemeinschaft in dieser Frage" sei.

Die vom UN-Sicherheitsrat erstmals im Atomstreit gegen Teheran verhängten Sanktionen sollen die Regierung Ahmadinedschads zur Aufgabe der Uran-Anreicherung bewegen. Die 15 Ratsmitglieder nahmen die neunseitige Resolution einstimmig an. Russland und China hatten bei den wochenlangen Verhandlungen bis zuletzt Änderungen an dem europäischen Entwurf verlangt, schlossen sich der Entschließung am Ende aber an.



Mehr bei deutschlandradio.de

Links bei dradio.de:

Iran-Resolution rückt näher

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:20 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Reaktionen auf die SaarlandwahlEs gibt nur einen Sieger

Kramp-Karrenbauer schüttelt lachend die Hände von Parteifreunden. (Boris Roessler / dpa)

Richtig Grund zum Jubeln hatte nach der Wahl im Saarland nur einer: Die CDU, die die SPD überraschend deutlich auf Distanz halten konnte. Alle anderen Parteien versuchten danach mit Blick auf die nächsten Wahlen, die Bedeutung nicht allzu hoch zu hängen. Das gilt auch die AfD, die erstmals ins saarländische Parlament einziehen konnte.

Die Linke nach der Saarlandwahl"Ein rot-rot-grünes Bündnis gewinnt an Attraktivität"

Klaus Ernst (Die Linke) spricht am 28.01.2016 im Plenarsaal im Bundestag in Berlin. (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)

Die Wahl im Saarland sei keine Absage an ein rot-rotes Bündnis gewesen, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Klaus Ernst, im DLF. Zusammen hätten beide Parteien schließlich mehr Stimmen bekommen als die CDU. Zudem stünden auf Bundesebene ganz andere Themen an, etwa in der Sozialpolitik.

AntiislamismusDer Orient ist Europas Schicksal

Europa auf einem geografischen Globus (picture-alliance / dpa / Felix Hörhager)

Europa und der Orient bilden seit Urzeiten eine geistige und kulturelle Einheit. Wenn Europa nicht ein entsprechendes geopolitisches Narrativ entwickelt und in praktische Politik umsetzt, wird es untergehen.

Vor 110 Jahren öffnete das KaDeWeDas Schaufenster des Westens

Besucher und Kunden am Eingang zum KaDeWe (picture alliance / dpa / Manfred Krause)

1905 beschloss der Unternehmer Adolf Jandorf, im Berliner Westen ein Kaufhaus im Stil des berühmten Harrods in London zu bauen. Auf fünf Etagen lockte er ein begütertes Publikum mit Luxus-Artikeln in die weitläufigen Hallen des KaDeWE. Am 27. März 1907, vor 110 Jahren, öffnete das berühmteste Kaufhaus Deutschlands seine Tore.

Predigten in deutschen MoscheenImmer entlang der roten Linie

Das Bild zeigt das weiße Gebäude vor blauem Himmel.  (Thomas Frey / dpa)

Acht Monate lang hat der Journalist Constantin Schreiber Freitagspredigten in deutschen Moscheen besucht. Was dort gepredigt wird, ist offenbar oft antidemokratisch und auch sonst problematisch. Schreibers Fazit ist ernüchternd.

Verein "Gefangene helfen Jugendlichen"So geht Knast!

Ein Mann schaut aus einer Zelle der Strafanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel.  (picture alliance / dpa / Maurizio Gambarini)

Knapp 65.000 Menschen sitzen in Deutschland im Gefängnis, viele von ihnen sind schon als Jugendliche kriminell geworden - so wie Volkert Ruhe. Heute nimmt er junge Menschen für einen Tag mit in den Knast. Jugendliche sollen so davor abgeschreckt werden, auf die schiefe Bahn zu geraten.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Medienbericht  Türkischer Geheimdienst übergibt Liste mutmaßlicher Gülen-Anhänger | mehr

Kulturnachrichten

Ai Weiwei baut Metallzäune in New York  | mehr

 

| mehr