Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Iran offen für Atom-Gespräche

Außenminister Salehi sieht keine "rote Linie" - aber USA müssten es ehrlich meinen

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr (picture alliance / dpa / Abedin Taherkenareh)
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr (picture alliance / dpa / Abedin Taherkenareh)

Der iranische Außenminister Salehi hat sich offen für das Angebot von US-Vizepräsident Biden gezeigt, über das Atomprogramm seines Landes zu sprechen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz nannte er Voraussetzungen dafür.

<p>Aus Sicht seiner Regierung gebe es <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="222515" text="keine &quot;rote Linie&quot;" alternative_text="keine &quot;rote Linie&quot;" /> für bilaterale Verhandlungen, sagte Ali Akbar Salehi. Der iranische Außenminister fügte hinzu: "Wenn es auf der anderen Seite eine ehrliche Absicht gibt, werden wir das ernsthaft berücksichtigen." Der Iran wolle auch am Treffen mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland Ende Februar in Kasachstan teilnehmen.<br /><br />US-Vizepräsident Joe Biden hatte dem Iran gestern direkte Verhandlungen im Atomstreit angeboten. Die westlichen Staaten verdächtigen das Land, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück und beharrt auf seinem Recht, die Kernenergie friedlich zu nutzen.<br /><br />Israel will sich in Bezug auf das iranische Atomprogramm alle Handlungsvarianten offenhalten. Verteidigungsminister Ehud Barak sagte, die Gefahren durch eine mögliche iranische Bombe seien zu groß. "Sobald der Iran eine Atommacht wird, wird es viel komplizierter, viel gefährlicher und viel teurer - sowohl mit Blick auf Menschenleben als auch finanziell", sagte Barak in München. Damit widersprach er dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der am Samstag auf der Sicherheitskonferenz gefordert hatte, an einer politisch-diplomatischen Lösung zu arbeiten. Auf dem Weg dorthin wäre es "falsch, die militärischen Optionen zu diskutieren." <br /><br /><br /><em>Mehr zum Thema:</em><br /><br /><a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/02/03/dlf_20130203_1812_54581fb0.mp3" title="Korrespondentenbericht DLF 03.02.2013 (MP3-Audio)">Abschluss der Sicherheitskonferenz in München</a> - DLF-Korrespondentenbericht von Klaus Remme<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="252734" text="Münchner Sicherheitskonferenz: Die weltweiten Krisen im Visier" alternative_text="Münchner Sicherheitskonferenz: Die weltweiten Krisen im Visier" /> - US-Vizepräsident Biden bekennt sich zu Partnerschaft mit Europa<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="222515" text="Netanjahu: Rote Linie gegen Iran nötig" alternative_text="Netanjahu: Rote Linie gegen Iran nötig" /> - <br> Israels Premier fürchtet Atomprogramm</p>


Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:05 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Konflikte um Jerusalem"Religion ist potenziell gefährlich"

Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums in Berlin (Deutschlandradio / M. Hucht)

Juden, Christen und Muslime erheben Anspruch auf Jerusalem. Das führt oft zu Gewalt. Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin, plädiert für eine Unterordnung der Religion. Religionsführer müssten "das Primat der demokratischen Rechtsordnung anerkennen", sagte Schäfer im Dlf.

Europäisches Handgepäck (6/7)Zerbrechliche Bilder aus Paris

Ausstellung im Albert-Kahn-Museum in Paris (FRANCOIS GUILLOT / AFP)

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Bankier Albert Kahn einer der reichsten Männer Frankreichs - ein Kosmopolit und ein fanatischer Pionier der gerade entstehenden Farbfotografie. Er schickte Dutzende von Fotografen in alle Regionen der Welt, um die Vielfalt der menschlichen Kulturen zu dokumentieren.

Radikaler AvantgardistDieter Schnebel im Alter von 88 Jahren gestorben

Der Komponist Dieter Schnebel (imago / Stefan M Prager)

Er war Theologe und Musikwissenschaftler: Dieter Schnebel. Bekannt aber wurde Schnebel vor allem für seine Kompositionen und seine Lehre auf dem Feld der experimentellen Musik. Schnebel starb am Pfingstsonntag im Alter von 88 Jahren.

"Frankenstein" an der Staatsoper HamburgJenseits von Gruselromantik

Die Oper "Frankenstein" auf der Bühne im Theater auf Kampnagel. (dpa / Christian Charisius)

Mary Shelleys "Frankenstein" ist ein politisches Statement, eine Zukunftsvision, eine Schauergeschichte und ein Roadmovie. Auf Kampnagel hatte nun eine beeindruckende Opern-Adaption der Hamburger Staatsoper Premiere.

Prinzeninseln vor IstanbulZwischen Naturschutz, Tradition und Luxus-Tourismus

Zwei Pferde ziehen eine Kutsche mit Touristen einen von Bäumen gesäumten Weg entlang. (imago / Westend61)

Eine einstündige Schifffahrt entfernt von Istanbuls wuseligen Gassen, Shoppingcentern und immer neuen Baustellen liegen die neun Prinzeninseln. Dort gibt es jede Menge Natur, kleine Promenaden und prachtvolle Villen: ein Rückzugsort für reiche Großstädter und stadtmüde Touristen.

1978: Argentiniens Triumph und TrauerWM-Finale unweit des Folterzentrums

Der argentinische Junta-Chef, General Jorge Videla (2.v.r.), freut sich. Er überreicht bei der Siegerehrung am 25.06.1978 im River Plate-Stadion in Buenos Aires den WM-Pokal an Argentiniens Kapitän Daniel Passarella (r), der von seinem Teamgefährten Americo Gallego (Nr. 6) flankiert wird.  (dpa / picture-alliance)

Am 25. Juni 1978 gewann Argentinien die Fußball-WM im eigenen Land. Doch während die einen feierten, wurden andere unweit der Fußballstadien gefoltert. 30.000 Menschen fielen der Diktatur zum Opfer. Bis heute suchen Menschen nach ihren Angehörigen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Regierungsbildung  Der Neue in Italien | mehr

Kulturnachrichten

"LOVE": US-Künstler Robert Indiana gestorben | mehr

 

| mehr