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Israelischer Militäreinsatz fordert mindestens neun Tote

Internationale Kritik nach Angriff auf Gaza-Schiffe

Im Hafen von Gaza nach dem Angriff auf die Solidaritätsflotte (AP)
Im Hafen von Gaza nach dem Angriff auf die Solidaritätsflotte (AP)

Die israelische Militäraktion gegen die sogenannte Solidaritätsflotte für den Gazastreifen, bei der mehrere Menschen ums Leben kamen, stößt international auf Kritik. Für die Europäische Union forderte deren Außenbeauftragte Ashton eine Untersuchung der Vorgänge. Zugleich drängte sie Israel, Hilfslieferungen für den Gazastreifen zuzulassen.

Nach Darstellung der israelischen Armee wurden bei der Erstürmung eines türkischen Schiffes mehr als zehn Menschen getötet. Laut einem israelischen Fernsehbericht sollen sogar 19 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Soldaten hätten sich gegen Angriffe mit Messern und Schusswaffen verteidigen müssen. Israel hatte stets erklärt, man wolle die sechs Schiffe mit Hilfsgütern an Bord lediglich daran hindern, die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Im Militärrundfunk äußerte Israels Minister für Handel und Industrie, Ben-Elieser, sein Bedauern über die Opfer.

Internationale Kritik am Einsatz

Propalästinensische Aktivisten vor der israelischen Botschaft in Ankara (AP)Propalästinensische Aktivisten vor der israelischen Botschaft in Ankara (AP) In Berlin äußerte sich Außenminister Guido Westerwelle tief besorgt. Das türkische Außenministerium protestierte und bestellte den israelischen Botschafter ein. "Wir verurteilen diese unmenschlichen Praktiken Israels scharf", erklärte das türkische Außenministerium in Ankara. Syrien verlangt eine Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga. Palästinenserpräsident Abbas sprach von einem Massaker und ordnete eine dreitägige Staatstrauer für die palästinensischen Gebiete an.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich erschüttert über das Ausmaß des Vorfalls und forderte eine umfassende Untersuchung des Militäreinsatzes.

Der Versuch, mit mehreren Schiffen Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen, war nicht rechtswidrig, wohl aber das Blutbad der israelischen Streitkräfte unter Zivilisten auf den Schiffen, die sich in internationalen Gewässern befanden, heißt es im Kommentar von Wolfgang Labuhn aus dem Hauptstadtstudio.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

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