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Italien trägt Trauer

Gedenken an die Erdbebenopfer

Eine Frau steht mit einem Kleinkind am Sarg eines Kindes, das beim Erdbeben ums Leben kam. (AP)
Eine Frau steht mit einem Kleinkind am Sarg eines Kindes, das beim Erdbeben ums Leben kam. (AP)

In der am schwersten vom Erdbeben vor vier Tagen betroffenen italienischen Provinzhauptstadt der Abruzzen, L'Aquila, fand heute ein Trauergottesdienst statt. Tausende Menschen nahmen am Nationalen Trauertag von den mehr als 280 Toten Abschied. Deutschland sagte seine Unterstützung beim Wiederaufbau zu.

Landesweit wehen die Flaggen auf Halbmast. An der Messe nahmen auch Staatspräsident Giorgio Napolitano und Regierungschef Silvio Berlusconi teil. Bei dem Erdbeben vor vier Tagen waren mindestens 289 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden im Rahmen der heutigen Gedenkfeier beigesetzt. Auf dem Hof der Kaserne wurden 200 mit Blumen geschmückte Särge aufgebahrt, die die Namen der Verstorbenen trugen.

"Heute begeben wir uns alle auf einen Kreuzweg", sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung von L'Aquila. Der Trauergottesdienst wurde von dem vatikanischen Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone geleitet. Der Vatikan hatte dafür eine Sondererlaubnis erteilt, da am Karfreitag in der katholischen Kirche eigentlich keine Messe gefeiert werden darf. Papst Benedikt XVI. wandte sich in einer persönlichen Botschaft an die Überlebenden des Bebens. Darin heißt es, nur die Solidarität mache es möglich, solche schmerzlichen Prüfungen zu bestehen.

Geste der Verbundenheit

Bundesminister Frank-Walter Steinmeier hat seinem italienischen Amtskollegen Franco Frattini Katastrophenhilfe und Unterstützung für den Wiederaufbau angeboten. Konkret will Deutschland beim Aufbau der zerstörten Dorfkirche aus dem 18. Jahrhundert in Onna helfen. In der Ortschaft, die vor den Toren von L'Aquila liegt, kamen bei dem Erdbeben 50 der knapp 300 Einwohner ins Leben.

Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt L'Aquila lag im Epizentrum des Bebens am Montag und wurde mit einer Stärke von mindestens 5,8 auf der Richterskala erschüttert. In den darauffolgenden Tagen konnten noch Überlebende aus den Trümmern geborgen werden. Die gesamte Region wurde am Donnerstag von einem schweren Nachbeben erschüttert.

Programmhinweis: Über den Nationaltrauertag in Italien informieren Sie die Nachrichten und Informationssendungen von Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

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