Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Japan erneut ohne Atomstrom

Betreiber fährt Reaktor in Kernkraftwerk herunter

Reaktor 4 des japanischen Atomkraftwerk Ohi vom Netz (picture alliance / dpa / Kyodo)
Reaktor 4 des japanischen Atomkraftwerk Ohi vom Netz (picture alliance / dpa / Kyodo)

Japan muss zum zweiten Mal nach der Atomkatastrophe in Fukushima vor zweieinhalb Jahren ohne Atomstrom auskommen. Der Betreiber Kansai Electric fuhr am Sonntag den letzten stromerzeugenden Reaktor in einem Kernkraftwerk in der westlichen Provinz Fukui herunter.

Das asiatische Wirtschaftsmacht wird für eine längere Zeit ohne Atomstrom versorgt. Das einzige noch aktive Atomkraftwerk ist am Sonntag vom Netz genommen worden. Der Betreiber Kansai Electric Power (Kepco) teilte mit, er habe den Reaktor in der Ortschaft Ohi wegen Wartungsarbeiten heruntergefahren.

Wegen der langen Sicherheitstests und der Schwierigkeiten, die Zustimmung der örtlichen Bevölkerung zu gewinnen, wird Japan mindestens bis zum Jahresende atomfrei sein. Dies war bereits von Mai bis Juli 2012 der Fall. Seit dem Atomunglück von Fukushima vom 11. März 2011 gelten für japanische Kernkraftwerke verschärfte Sicherheitsvorkehrungen.

Die Regierung des neuen Ministerpräsidenten Shinzo Abe lässt prüfen, welche der 50 Reaktoren im Land den neuen Sicherheitsregeln entsprechen und wieder hochgefahren werden können. Größere Stromausfälle blieben Japan erspart. Um den Mangel an Atomstrom auszugleichen, importiert die drittgrößte Volkswirtschaft riesige Mengen Gas und Öl. Allerdings müssen sich die Haushalte und Unternehmen wegen der dadurch drastisch gestiegenen Kosten für die Strombetreiber mit höheren Strompreisen abfinden.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:17 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 23:10 Uhr Das war der Tag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 23:05 Uhr Fazit

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Zum Tod von Walter ScheelDer Herr mit Biss und politischem Weitblick

Ein alter Mann gestikuliert und schmunzelt, er trägt Jacket und Krawatte (dpa/Patrick Seeger)

Der ehemalige Bundespräsident Walter Scheel war einer der populärsten Bundespräsidenten. Heiter und elegant und doch hart in der Sache, hatte er einen entscheidenden Anteil daran, das Profil seiner FDP um soziales Engagement und Umweltschutz zu erweitern. An der Seite Willy Brandts gestaltete er zudem die neue Ostpolitik federführend mit.

Erdoğans Türkei nach dem PutschversuchOsmanisches Reich reloaded?

Demonstranten mit Erdogan-Fahne auf einer Kundgebung in Istanbul (07.08.2016). (dpa / picture alliance / Sedat Suna )

Die dramatischen Ereignisse seit dem gescheiterten Putschversuch haben seine Position gefestigt: Recep Tayyip Erdoğan ist der mächtigste Politiker der Türkei seit Mustafa Kemal Atatürk und ein Mann des Volkes - zumindest was die Herkunft angeht.

Zivilschutzkonzept der BundesregierungWir müssen wieder lernen, Verantwortung zu übernehmen

Ein Mann schiebt einen vollgepackten Einkaufswagen. (picture alliance / dpa / Patrick Seeger)

Nach 20 Jahren hat die Bundesregierung erstmals ein Zivilschutzkonzept auf den Weg gebracht. Wer darin Panikmache sehe, der habe nichts verstanden, kommentiert Mario Dobovisek. Es sei richtig, dass der Bund Vorschläge für den Zivilschutz bei Krieg und Terror mache. Zudem müssten wir alle wieder lernen, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.

FrankreichWahlkampf mit Wiedereinführung der Wehrpflicht

Drei Polizisten in blauer und zwei Soldaten in olivgrüner Uniform stehen zusammen. (picture alliance / dpa / Guillaume Horcajuelo)

Rückkehr zur Wehrpflicht, Reservistenarmee, Nationalgarde: In Frankreich werden diese möglichen Antworten auf die Terrorbedrohung derzeit viel diskutiert - und zwar nicht gerade mit sorgfältig formulierten Argumenten. Im Wahlkampf geht es einzig darum, beim verängstigten Volk Zustimmung zu finden.

Ampelkoalition in Rheinland-PfalzTraum- oder Fehlstart für Rot-Gelb-Grün?

Seit 100 Tagen regiert in Rheinland-Pfalz Rot-Gelb-Grün.  (imago/Peters)

Am 18. Mai formierte sich die erste Ampel-Koalition in einem deutschen Flächenland. Ein Renommierprojekt sollte es werden. Doch schon zu Anfang der 100 Tage-Schonfrist leistete sich die rot-gelb-grüne Koalition von Malu Dreyer einen dicken Patzer.

Ökonom zum Haushaltsüberschuss"Abbau der Staatsverschuldung schafft Luft"

Roland Tichy (Journalist) in der ARD-Talkshow Günther Jauch (imago/Müller-Stauffenberg)

Bereits im ersten Halbjahr gibt es ein Milliarden-Plus in der Staatskasse. Der Ökonom Roland Tichy warnte davor, dass die Steuereinnahmen auch schnell zurückgehen könnten, wenn die Konjunktur schwächer werde − deswegen gebe es für die Mehreinnahmen nur zwei Verwendungsmöglichkeiten.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Erdbeben in Italien  Mindestens 120 Tote | mehr

Kulturnachrichten

Kirche hält historischen Bücherschatz zurück  | mehr

Wissensnachrichten

Roboter  Künstlicher Krake ist ein Softie | mehr