Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Jetzt sind die Minister am Zug

Weltklimakonferenz in Cancún geht in Schlussphase

Mexikos Präsident Felipe Calderon spricht auf der Klimakonferenz in Cancun (AP)
Mexikos Präsident Felipe Calderon spricht auf der Klimakonferenz in Cancun (AP)

Bei der UN-Klimakonferenz in Mexiko laufen nun die Verhandlungen auf Ministerebene. Die Hoffnungen auf ein neues Klimaschutzabkommen sind gering. Nach Einschätzung des deutschen Umweltministers Norbert Röttgen wolle die Staatengemeinschaft aber auch nicht erneut kein Ergebnis vorlegen.

Zur Eröffnung des Ministersegments bei der Weltklimakonferenz im mexikanischen Cancún hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Delegierten auf langwierige Verhandlungen eingestellt: "Dies ist ein Marathonlauf, kein Sprint", sagte er. Der Klimawandel sei nicht über Nacht geschaffen worden und werde auch nicht über Nacht überwunden.

Das soll heißen, die Lösung wird nicht mit einer Einigung auf nur einer Konferenz gelingen. Cancún wird nicht den Durchbruch bringen, sagt Wirtschaftsredakteur Georg Ehring in einem Beitrag im Deutschlandfunk (mp3-Audio). Dort solle das vereinbart werden, was in der Weltgemeinschaft derzeit konsensfähig ist. Die Frage, wer seinen Treibhausgasausstoß um wie viel vermindert, gehöre nicht dazu.

Röttgen spricht im Plenum

Heute Nachmittag wird Bundesumweltminister Norbert Röttgen im Plenum reden. Die Gespräche seien schwierig, ließ er durchblicken. Sei Eindruck sei aber, dass niemand erneut erklären wolle, dass man nicht zu einem Ergebnis in der Lage war.

Mögliche Ergebnisse

Logo der Klimakonferenz in Cancun (United Nations Climate Change Conference)Logo der Klimakonferenz in Cancun (United Nations Climate Change Conference) Zu den möglichen konkreten Ergebnissen gehören ein Fonds für die Anpassung in Entwicklungsländern an den Klimawandel, ein Abkommen über den Schutz der tropischen Regenwälder und Fortschritte bei der Architektur eines Klimaschutzabkommens. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rolle das Kyoto-Protokoll künftig spielen soll. Wichtigstes Ergebnis in Cancún könnte eine Einigung auf das Ziel werden, dass sich die Erdatmosphäre in diesem Jahrhundert um höchstens zwei Grad erwärmen soll. Am 10. Dezember 2010 sollen die Ergebnisse der Konferenz beschlossen werden.

Weitere Informationen zum Thema:

Das UN-Umweltprogramm hat auf der Klimakonferenz eine Studie zur Gletscherschmelze vorgestellt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 17:35 Uhr Kultur heute

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 17:07 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Brexit-Verhandlungen"Hand ausstrecken haben wir ja dauernd gemacht"

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (AFP/Matthew Mirabelli)

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn hat das britische Versprechen begrüßt, EU-Bürger nach dem Brexit nicht auszuweisen. "Alles andere wäre ja eine Kampfansage an die Europäische Union gewesen", sagte Asselborn im Dlf. Die knallharte europhobe Stimmung wie vor der britischen Parlamentswahl sei verflogen.

Muslimische DistanzierungsritualeGuter Moslem, böser Moslem

Männer beten auf einer Kundgebung gegen Islamophobie und Rassismus in Berlin. (imago / Christian Ditsch)

Ein Zeichen gegen den Terror wollten Muslime setzen, sich vom Extremismus distanzieren. Doch im Streit um das richtige Signal offenbaren die Verbände der muslimischen Community vor allem eins: ihre chronische Selbstbeschäftigung, meint Islamwissenschaftler Fabian Köhler.

SNAPCHATSnapMaps soll Instagram abhängen

Snapchat hat mit Instagram-Stories harte Konkurrenz. Jetzt hat Snap Inc. das Startup Zenly gekauft. Einen Kartendienst.

Vermeintliches WundermittelMediziner lehnt Methadon in der Krebstherapie ab

Durch ein Mikroskop ist der Anreicherungsprozess von Nanopartikeln in Krebszellen zu sehen. (Jan Woitas/dpa-Zentralbild)

Ein Wundermittel gegen Krebs? Derzeit wird in den Medien über den Einsatz von Methadon im Kampf gegen Krebs diskutiert. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, Lukas Radbruch, hält davon allerdings wenig.

documenta-echo: Irena HaidukUniformen für die Freiheit

Sechs schwarz gekleidete frauen schreiten in zwei Dreierreihen vor dem Fridericianum. Auf dem kopf balancieren sie jeweils ein Buch. (Deutschlandradio / Änne Seidel)

Ein schlichtes Kleid, dazu ergonomische Schuhe: "Yugoform" nennt die serbische Künstlerin Irena Haiduk die Kleidung, die sie auf der documenta zum Kauf anbietet - eine bequeme Uniform für die arbeitende Frau und Teil ihrer documenta-Arbeit "Seductive Exacting Realism".

Vor 50 JahrenKZ-Kommandant Franz Stangl wird an die BRD ausgeliefert

Der ehemalige Kommandant der Vernichtungslager Treblinka und Sobibor, Franz Stangl (r) wird am 23. Juni 1967 von einem Polizeibeamten zum Flughafen nach Rio de Janeiro (Brasilien) gebracht, um an die Bundesrepublik ausgeliefert zu werden. Franz Stangl, der nach dem Zweiten Weltkrieg über Italien und Syrien 1951 nach Brasilien emigrierte und dort unter seinem Namen in einem Zweigwerk des Volkswagenwerkes arbeitete, wurde von Simon Wiesenthal aufgespürt und 1967 an die Bundesrepublik ausgeliefert. (picture alliance / dpa / UPI)

Franz Stangl war für den Tod von nahezu einer Million Juden verantwortlich. Nach Kriegsende flüchtete der KZ-Kommandant nach Syrien, kurz darauf nach Brasilien. Nach jahrelanger Suche wurde er gefasst und vor 50 Jahren an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

EU-Gipfel  Kritik an britischer Erklärung zu Bürgerrechten | mehr

Kulturnachrichten

Erster Bau von Renzo Piano in Spanien eröffnet  | mehr

 

| mehr