Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

John Kerry soll neuer US-Außenminister werden

Obama nominiert den Senator als Clinton-Nachfolger

Senator John Kerry soll die Nachfolge von Hillary Clinton antreten (picture alliance / dpa / Shawn Thew)
Senator John Kerry soll die Nachfolge von Hillary Clinton antreten (picture alliance / dpa / Shawn Thew)

Jetzt ist es offiziell: Der frühere Präsidentschaftskandidat und Außenpolitiker John Kerry soll Nachfolger von Hillary Clinton werden. Clinton hatte das Amt der Außenministerin vier Jahre inne und will es nun abgeben.

Er war für US-Präsident Barack Obama schon mehrfach international als Krisendiplomat unterwegs und half im Wahlkampf, den Präsidenten auf die TV-Debatten mit Herausforderer Mitt Romney vorzubereiten. Nun hat Obama den langjährigen Senator John Kerry für das Amt des Außenministers nominiert. Kerry sei außerordentlich qualifiziert für diesen Posten, sagte Obama im Weißen Haus. «Er hat seit 30 Jahren bei allen wichtigen außenpolitischen Entscheidungen eine größere Rolle gespielt.» Zu Kerrys schwierigsten Aufgaben dürften die Frage eines Militäreinsatzes in Syrien, der künftige Iran-Kurs sowie die Abwicklung des US-Truppenabzugs aus Afghanistan zählen.

Der ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidat von 2004 und Vorsitzende des Auswärtigen Senatsausschusses soll die Nachfolge von Hillary Clinton antreten, die im Januar auf eigenen Wunsch ausscheidet. Der Senat muss die Berufung noch bestätigen, aber es gilt als sicher, dass er grünes Licht gibt.

Hillary Clinton kuriert zurzeit eine Gehirnerschütterung aus und war daher bei der Bekanntgabe der Nominierung nicht an Obamas Seite. Er habe aber mit ihr gesprochen, sagte der Präsident. Sie «könnte nicht begeisterter» über seine Entscheidung für Kerry sein. Obama würdigte zugleich Clintons «hervorragende» Leistung als Ministerin und ihre «unermüdliche Arbeit». Der Frau von Ex-Präsident Bill Clinton werden eigene Ambitionen für das Präsidialamt bei der Wahl 2016 nachgesagt.

Rice zog Kandidatur zurück

Dr. Susan E. Rice , UN-Botschafterin der USA (picture alliance / dpa / epa Michael Reynolds)Susan E. Rice, UNO-Botschafterin der USA, verzichtet auf den Posten (picture alliance / dpa / epa Michael Reynolds)Der 69-jährige war der aussichtsreichste Kandidat, nachdem die US-Botschafterin bei der UNO, Susan Rice, in der vergangenen Woche ihren Verzicht auf den Posten bekannt gegeben hatte. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nation verzichtete jedoch auf das Amt, weil sie wegen Äußerungen über den Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi in die Kritik der Republikaner geraten war.

Die Besetzung des Außenamts ist eine der wichtigsten Personalentscheidungen für Obama nach seiner Wiederwahl im November. Für den Präsidenten stehen wohl noch weitere Personalien an: In seiner neuen Amtsperiode scheiden voraussichtlich auch Finanzminister Timothy Geithner und Pentagonchef Leon Panetta aus.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:03 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Dies Irae Werbebotschaften okkupieren

Für den Aktionskünstler Dies Irae gibt es keine Legitimation für Werbung im öffentlichen Raum. Für ihn ist dort eine Möglichkeit, sich politisch und künstlerisch zu artikulieren. Sein Traum ist eine Stadt, die lieber coole Rezepte plakatiert, als einen Hinweis auf das neueste Smartphone.

VenedigBürgermeisterliche Verbote für die Moral?

Der Canale Grande in Venedig, Italien (picture alliance / dpa /Jonathan Hayward  )

Vor zweieinhalb Monaten wurde der neue Bürgermeister von Venedig gewählt: Berengo Gardin. Die Stadt in der Lagune wird von Touristen überschwemmt, und das jährliche Hochwasser nagt an den historischen Mauern. Doch der neue Bürgermeister sieht andere Probleme: moralische. Er fordert eine Kulturrevolution für seine Stadt - mit umstrittenem Ausmaß.

Computerpionierin Ada LovelaceUrmutter aller Nerds

Eine Mitarbeiterin posiert am 31.08.2015 im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn mit einer computeranimierten Projektion der Ada Lovelace, der das erste Computerprogramm der Geschichte zugeschrieben wird. Das Computermuseum zeigt vom 02.09.2015 bis 10.07.2016 eine Ausstellung über Frauen in der Computergeschichte unter dem Titel "Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte". (picture-alliance / dpa / Bernd Thissen)

Der Computer: eine Entwicklung männlicher Nerds? Die Ausstellung "Am Anfang war Ada" in Paderborn korrigiert dieses gängige Klischee. Sie zeigt das Leben und Werk der Pionierin Ada Lovelace.

Natura-2000-Gebiete Schutz nur auf dem Papier?

Am Nordseestrand an der Westküste von Dänemark nahe dem Ort Agger liegt ein Haufen vom Meer angespülter Fischernetze und Seile.  (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Die Bundesregierung hat 2004 zehn Meeresregionen in der Nord- und Ostsee als Natura-2000-Gebiete nach Brüssel gemeldet. Drei Jahre später gab die zuständige Europäische Kommission grünes Licht für die Gebiete - doch seitdem herrscht Stillstand bei den Schutzbemühungen.

Street-ArtZum Verkleben schön

Die anonyme Street-Art Künstlerin Barbara beklebt unsere Städte, wo sie nur kann. Humorvolle und intelligente Botschaften bereichern unsere Straßen und regen zum Nachdenken an. Über 215.000 Menschen bekunden bei Facebook, dass ihnen gefällt, wofür Barbara im öffentlichen Raum bekannt geworden ist.

Aufarbeitung in GutemalaDie Oberschicht sieht das Land als ihre Finca

Graffiti als Anklage: Impunidad und dazu eine Pistole bedeutet Straffreiheit für die Mörder in der Diktatur. (Markus Plate)

Guatemala wählt am Sonntag, und trotzdem protestieren Hunderttausende für den Rücktritt des Präsidenten. Die Wut auf die Oberschicht riesig – nach Enthüllungen über Korruption und Verstrickungen in Verbrechen während der blutigen Diktatur. Die Aufarbeitung beginnt erst.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Ungarn  Weiter tausende Flüchtlinge am Budapester Ostbahnhof | mehr

Kulturnachrichten

Kritik an Vergabe des Remarque-Friedenspreises  | mehr

Wissensnachrichten

Dinos  Warum der Ankylosaurus seine Keule immer dabei hat | mehr