Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Juncker vertagt die Griechen-Rettung

Treffen der Euro-Minister überraschend abgesagt

Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in Brüssel (AP)
Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in Brüssel (AP)

Athen hat die Bedingungen für das zweite Rettungspaket noch nicht erfüllt. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat daher ein für Mittwoch geplantes Treffen der EU-Finanzminister zum Thema Griechenland gestrichen.

Das hochverschuldete Griechenland muss länger als geplant auf die Milliardenhilfen aus dem zweiten Rettungspaket warten. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker hat ein für Mittwoch angesetztes Treffen der EU-Finanzminister überraschend abgesagt. Stattdessen soll lediglich eine Telefonkonferenz stattfinden, auf der das nächste reguläre Treffen am kommenden Montag vorbereitet werden soll.

Zur Begründung sagte Juncker, Griechenland habe die Bedingungen für die Hilfen noch nicht erfüllt. Die geforderten Zusagen der griechischen Parteichefs zur Umsetzung der Sparbeschlüsse habe er bislang nicht erhalten, sagte Juncker. Durch diese Verpflichtungen soll sichergestellt werden, dass die Sparpolitik auch nach den Wahlen in Griechenland im April Bestand hat.

Zudem ist nach Junckers Angaben noch unklar, wie eine Finanzierungslücke von 325 Millionen Euro geschlossen werden soll. Die Regierung in Athen habe dazu noch keine Vorschläge gemacht.

Das griechische Parlament hatte am Sonntag ein umfangreiches Sparpaket mit Entlassungen im öffentlichen Dienst sowie erheblichen Lohn- und Renten-Kürzungen beschlossen. Überschattet wurde die Abstimmung von schweren Krawallen auf den Straßen Athens. Die Sparbeschlüsse sind eine Bedingung für die Auszahlung des zweiten Hilfspakets für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:47 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Räumung des Idomeni-CampsEin Zeichen der Ohnmacht

Zwei griechische Polizisten stehen bei der Räumung des des Flüchtlingslagers in Idomeni am 24.05.2016 vor Zelten, vor denen ein Flüchtlingsjunge kauert. (picture alliance / dpa / Yannis Kolesidis)

Zelte, die im Schlamm untergehen: Diese Bilder sind nach der Räumung der Flüchtlingszeltstadt im griechischen Idomeni passé. Doch das ist ein Rückschritt, meint Panajotis Gavrilis − und der große Skandal liege ohnehin woanders.

Ein Konto für jedermannAlle Banken sind jetzt in der Pflicht

Ein Bankkunde hebt in Hamburg mit seiner Girokarte Bargeld von einem Geldautomaten ab. (dpa-Bildfunk / Angelika Warmuth)

Jeder in Deutschland lebende Mensch kann künftig bei einer Publikumsbank ein Konto eröffnen. Das entsprechende Gesetz tritt im Juni in Kraft. Damit sind nahezu alle Banken in der Pflicht, solche Basiskonten auch für Erwerbs- oder Wohnungslose anzubieten. Und solange das Konto im Plus bleibt, kann der Inhaber frei darüber verfügen.

Widerstand gegen WindkraftDie Energiewende als Soziallabor

Eine alte Windmühle steht zwischen Wohnhäusern in Kiel, im Hintergrund ein modernes Windrad.  (picture alliance / Hinrich Bäsemann)

In den vergangenen 25 Jahren sind in Deutschland 25.000 Windräder entstanden. Obwohl die Mehrheit der Deutschen die Erneuerbaren befürwortet, wächst der Widerstand gegen die Windkraft. Was bedeutet das für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes?

ÖsterreichVan der Bellen will weder Oberlehrer noch Zuchtmeister sein

Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer (r.) und der künftige Bundespräsident Alexander Van der Bellen (l) sitzen das erste Mal zusammen. (picture-alliance / dpa/epa/Christian Bruna)

Der neue österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen möchte seine Persönlichkeit und Erfahrung in das neue Amt einbringen. In der Wiener Hofburg, seinem künftigen Amtssitz, traf er heute schon mal auf Amtsinhaber Heinz Fischer.

Aggressionen gegen Flüchtlingshelfer"Damit die richtig schön Angst kriegen"

Ehrenamtliche, die Geflüchteten helfen, werden immer häufiger bedroht.  (picture-alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert)

Drohbriefe, eingeschlagene Fensterscheiben, Beleidigungen und Verleumdungen in sozialen Netzwerken, sogar Brandanschläge auf Autos - das alles müssen Ehrenamtliche ertragen, die Flüchtlingen helfen.

Gesichtserkennungs-App "FindFace"Das Ende der Anonymität

Ein Mann hält sich die Augen zu (imago/blickwinkel)

Meine Freunde, mein Beruf, meine Hobbys: Eine Software erkennt Gesichter auf Fotos und liefert in kürzester Zeit Informationen aus sozialen Netzwerken. In Russland ist das schon Realität. Auch die Polizei und Geheimdienste sind an der Gesichtserkennung in Echtzeit interessiert.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Griechenland  Geldgeber wollen weitere 10,3 Milliarden an Athen zahlen | mehr

Kulturnachrichten

Künstler aus Sachsen bekommen Marion-Ermer-Preis  | mehr

Wissensnachrichten

Roboter-Wachmann  Robocop läuft in US-Einkaufszentrum Streife | mehr