Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Jung wertet Kongo-Mission als Erfolg

Abzug deutscher Soldaten bis Weihnachten

Verteidigungsminister Franz Josef Jung und der niederländische General Ruud Pruyssenaere de la Woestijne begrüßen die aus dem Kongo zurückgekehrten Soldaten. (AP)
Verteidigungsminister Franz Josef Jung und der niederländische General Ruud Pruyssenaere de la Woestijne begrüßen die aus dem Kongo zurückgekehrten Soldaten. (AP)

Die EU-Mission zur Absicherung der Wahlen im Kongo hat nach den Worten von Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) die "Handlungsfähigkeit Europas" vor aller Welt unterstrichen. Die EU-Soldaten hätten "einen wichtigen Beitrag geleistet, die Demokratische Republik Kongo auf ihrem Weg zu Stabilität und Demokratie zu unterstützen", sagte Jung am Morgen in Köln bei der Begrüßung von 121 deutschen und niederländischen Soldaten, die mit einer Bundeswehrmaschine aus dem Kongo zurückgekehrt waren.

"Die Wahlen sind weitgehend friedlich und ohne große Spannungen verlaufen", sagte Jung. Die EU-Soldaten hätten einen Rückfall des Kongo in einen Bürgerkrieg verhindert. Dies sei eine Gemeinschaftsleistung Europas gewesen. "Die Entscheidung Europas, an dieser Mission mitzuwirken, war richtig", sagte Jung.

Seit Anfang Juli hatte sich die Bundeswehr im Rahmen des EUFOR-Einsatzes mit rund 780 Mann an der Absicherung der Präsidentschaftswahlen im Kongo beteiligt. Die ersten deutschen EUFOR-Soldaten waren bereits am Wochenende zurückgekehrt. Bis Weihnachten soll der Abzug komplett abgeschlossen sein.

Kritiker befürchten, dass nach dem Ende der Mission mit rund 2000 europäischen Soldaten die Kämpfe zwischen Anhängern des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Jean-Pierre Bemba und denen des wiedergewählten Amtsinhabers Joseph Kabila wieder ausbrechen könnten. Insgesamt sind derzeit mehr als 17.000 UN-Blauhelmsoldaten in der demokratischen Republik Kongo eingesetzt, wo rund vier Millionen Menschen durch den mehrjährigen Bürgerkrieg ihr Leben verloren.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:20 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 07:05 Uhr Presseschau

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

SPD-Parteitag in Dortmund"Überdruss an der Großen Koalition"

Der SPD-Kanzlerkandidat und Parteivorsitzende, Martin Schulz (r), besichtigt am 24.06.2017 in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) zusammen mit SPD-Generalsekretär Hubertus Heil die Westfalenhalle für den SPD-Parteitag. Die Sozialdemokraten wollen am 25.06.2017 auf dem Parteitag ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl beschließen. (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Die SPD müsse wieder die spezifisch sozialdemokratischen Politikangebote in den Vordergrund rücken, sagte der Historiker Peter Brandt mit Blick auf den heutigen Parteitag. Bei den Anhängern der SPD und in der Bevölkerung sehe er gleichermaßen ein starkes Bedürfnis nach einem Ende der Großen Koalition.

"Die Temperatur des Willens" beim Filmfest MünchenLegionäre Christi mit Führungsproblemen

(picture alliance / dpa / Mauro Paola)

"Die Temperatur des Willens" bietet Einblicke in das Leben des Ordens der Legionäre Christi. Regisseur Peter Baranowski berichtet von einer Welt, die mit der Aufdeckung zahlreicher Fälle sexuellen Missbrauchs durch den Ordensgründer tief erschüttert wurde.

Rätseln Sie mitEin betagter Herr

Geschäftsmann auf einer Treppe schaut durch ein Fernrohr auf Vögel in einem Fragezeichen. (imago)

Das gesuchte Wort hat sechs Buchstaben, drei Silben und bezeichnet eine Ägyptische Gottheit aus der Zeit der Pyramiden. Der Herr, um den es hier geht, hat also schon ein paar Tausend Jahre auf dem Buckel.

documenta 14"So etwas gab es in Griechenland noch nie zuvor"

Ausstellung von Andreas Angelidakis bei der documenta 14 in Athen: graue Blöcke sind in einem Raum gestapelt (dpa / Alexia Angelopoulou)

Mit der documenta 14 in Athen habe die griechische zeitgenössische Kunst plötzlich die internationale Bühne betreten, sagte die Leiterin des Athener documenta-Büros, Marina Fokidis, im Dlf. Sie hatte die "Kunsthalle Athena" zum Klimax der griechischen Finanzkrise initiiert, begleitet von der Wut auf Deutschlands Spardiktat - denn: "Künstler werden stärker in Zeiten der Krise".

Rolf Peter Sieferle und sein "Finis Germania"Eine "fahrlässige und hysterische" Debatte

(picture alliance / dpa / Patrick Seeger)

Die Schrift "Finis Germania" von Rolf Peter Sieferle hat eine Phalanx von Kritikern auf den Plan gerufen. Der Literaturwissenschaftler Rüdiger Safranski verteidigt den Autor, auch wenn er dessen Positionen nicht teilt - und kritisiert die Kritiker scharf.

HIV-Infektionen in ChinaGefahr im Goldenen Dreieck

(picture alliance / dpa)

Ein Viertel der neuen HIV-Infektionen in China wird aus Yunnan im Südwesten des Landes gemeldet. Die Provinz grenzt an das berüchtigte Goldene Dreieck: eine Region, die als größte Produktionsstätte für Heroin gilt. Die Bewohner wissen kaum etwas über die Ansteckungsgefahr durch das Virus, nur wenige Betroffene erhalten Hilfe.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nach dem SPD-Parteitag  CDU weist Schulz' Vorwürfe zurück | mehr

Kulturnachrichten

Auszeichnung für Tragikomödie "Zuckersand"  | mehr

 

| mehr