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Kampfkunst zur Eröffnung

Die 63. Berlinale hat begonnen

Mehr als 120.000 Zuschauer werden zur Berlinale erwartet. (AP)
Mehr als 120.000 Zuschauer werden zur Berlinale erwartet. (AP)

Für zehn Tage wird Berlin wieder im Glanz der großen Kinowelt erstrahlen. In der Hauptstadt wurde mit einer Eröffnungsgala der Startschuss für die 63. Berlinale gegeben. Zum Auftakt lief der Film "The Grandmaster". Gedreht hat den Kampfkunst-Streifen der chinesische Regisseur und Jurypräsident Wong Kar-Wai.

Bis zum 17. Februar werden Stars wie Juliette Binoche, Catherine Deneuve, Matt Damon, Til Schweiger und Nina Hoss erwartet. Über 400 Filme werden auf dem Festival gezeigt. Das Thema Realität sei auf dieser Berlinale Dreh- und Angelpunkt, schreibt Festivalchef Dieter Kosslick in seinem Grußwort. Im Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären treten unter anderem Werke von Steven Soderbergh, Gus Van Sant und Ulrich Seidl gegeneinander an.

Steven Soderbergh zeigt seinen Film "Side Effects". Von seinem Starensemble haben sich Jude Law und Rooney Mara zur Berlinale angekündigt. Gus Van Sant stellt sein Umwelt-Drama "Promised Land" vor und bringt Hauptdarsteller Matt Damon mit auf den roten Teppich.

Aus Deutschland geht "Gold" von Thomas Arslan ins Rennen, als deutsche Koproduktion wird "Layla Fourie" von Pia Marais gezeigt, unter anderem mit August Diehl. Mit "Paradies: Hoffnung" präsentiert der österreichische Regisseur Ulrich Seidl den letzten Teil seiner "Paradies"-Trilogie. Der erste Teil, "Paradies: Liebe", ist seit Anfang des Jahres im Kino.

Ehrungen für Isabella Rosselini und Rosa von Praunheim

Der Filmregisseur Wong Kar-Wai (AP Archiv)Jury-Chef Wong Kar-Wai (AP Archiv)Auch in diesem Jahr entscheidet wieder eine international besetzte Jury darüber, wer die Goldenen und Silbernen Bären im Wettbewerb erhält. Neben dem Jurychef, dem chinesischen Regisseur Wong Kar-Wai, dürfen Susanne Bier, Andreas Dresen, Ellen Kuras, Shirin Neshat, Tim Robbins und Athina Rachel Tsangari über die Preisvergabe entscheiden.

Dass sie auf jeden Fall einen Preis erhalten, wissen jetzt schon die italienische Schauspielerin Isabella Rossellini und der deutsche Filmemacher Rosa von Praunheim. Sie werden für ihre Verdienste um die Berlinale mit der Berlinale-Kamera geehrt.

Nachwuchs, Arthouse und Avantgarde

In der Sektion "Perspektive Deutsches Kino" zeigt der Nachwuchs, wohin die Trends im deutschen Film gehen. Unter den Spiel- und Dokumentarfilmen sind Arbeiten ganz junger Regisseure, teilweise von Filmhochschulen.

Im "Panorama" stehen wieder renommierte Regisseure neben Debütanten. Herzstück des Programms ist das Arthouse-Kino. Alle gezeigten Filme sind Welt- oder Europapremieren.

Ein Highlight des Programms ist das Internationale Forum des jungen Films. Die Berlinale zeigt hier die Film-Avantgarde im "Grenzbereich von Kunst und Kino".

Im vergangenen Jahr war der Hauptpreis überraschend nach Italien an die Brüder Paolo und Vittorio Taviani gegangen für ihren Film "Cäsar muss sterben". Der Goldene Ehrenbär ging an Meryl Streep. Auch zwei Deutsche durften sich damals freuen: Christian Petzold wurde für sein Drama "Barbara" mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Lutz Reitemeier erhielt den Preis für die beste Kameraführung.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:05 Uhr

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