Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Kanzlerin Merkel in Afghanistan

Überschattet wird er Besuch von dem Tod eines Soldaten

Bundeswehrsoldaten bei einer Trauerfeier für ihre gefallenen Kameraden in Kundus (AP)
Bundeswehrsoldaten bei einer Trauerfeier für ihre gefallenen Kameraden in Kundus (AP)

Bundeskanzlerin Merkel ist am Morgen überraschend zu einem Besuch im Feldlager der Bundeswehr in Afghanistan eingetroffen. Begleitet wird sie von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und dem Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker. Überschattet wird der Besuch vom Tod eines 21-jährigen Soldaten.

Merkel gedachte zum Auftakt ihres Besuches am Ehrenhain im deutschen Feldlager in Kundus aller Toten des Einsatzes in Afghanistan, berichtet Korrespondent Uwe Lueb im Deutschlandfunk. Denn der ist immer gefährlicher geworden. Mehr als 40 deutsche Soldaten sind bisher in Afghanistan gestorben, allein 2010 waren es neun.

Erst gestern Abend war ein 21-jähriger Soldat auf einem Außenposten nördlich des Regionalen Wiederaufbauteams Pol-e-Chomri mit einer Schusswunde aufgefunden worden. Er starb während einer Not-Operation. Die Ursache solle ein Unfall gewesen sein, Gefechte habe es nicht gegeben.

Es ist Merkels dritter Besuch in Afghanistan, zuletzt war sie im Frühjahr 2009 dort. Derzeit sind rund 4.600 Bundeswehr-Soldaten am Hindukusch stationiert.

Während ihres Treffens mit den Soldaten sprach die Bundeskanzlerin so deutlich wie noch nie von einem "Krieg" in Afghanistan. Vor mehreren hundert Bundeswehr-Soldaten sagte Merkel: "Wir haben hier nicht nur kriegsähnliche Zustände, sondern Sie sind in Kämpfe verwickelt, wie man sie im Krieg hat."

Für Verteidigungsminister Guttenberg ist dies schon der zweite Besuch in Afghanistan in dieser Woche.Im Deutschlandradio Kultur schaut Uwe Kammann, Leiter des Grimme-Instituts, auf den umstrittenen Besuch des Ministers mit seiner Ehefrau zurück.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Mitternachtskrimi

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Antisemitismus in DeutschlandWoher der Hass kommt

Ein Mann hilft einem weiteren auf der Solidaritätskundgebung "Berlin trägt Kippa" der Jüdischen Gemeinde zu Berlin seine Kippa aufzusetzen. (dpa-Bildfunk / Michael Kappeler)

2017 wurden 1.453 antisemitische Straftaten bei der Polizei registriert. Obwohl über 90 Prozent davon von Rechtsextremen begangen wurden, existiert Antisemitismus in allen Teilen der Gesellschaft. Vor allem die Relativierung des Holocaust und der Israel-bezogene Antisemitismus gewinnen an Bedeutung.

Architekturbiennale in Venedig Das Programm des Deutschen Pavillons

24.05.2018, Italien, Venedig: Besucher betrachten die Ausstellung «Unbuilding Walls» der Architektengruppe Graft im deutschen Pavillon der 16. Internationalen Architektur-Biennale. Die 16. Ausgabe der Internationale Architektur-Biennale ist vom 26. Mai bis zum 25. November 2018 für das Publikum geöffnet. Foto: Lena Klimkeit/dpa | Verwendung weltweit ( Lena Klimkeit/dpa )

Der Deutsche Pavillon der Architekturbiennale widmet sich in der Ausstellung "Unbuilding Walls" der deutschen Teilungsgeschichte. Deren Folge ist bis heute eine "Mauer in den Köpfen" - eine wichtige Mahnung, sagt Kurator Lars Krückeberg.

Mallorca Angst vor der Qualle

ARCHIV - 20.02.2017, Spanien, Maspalomas: Eine Qualle der Gattung Portugiesische Galeere. Vor der Küste der Inselhauptstadt Palma sei in der Nähe des beliebten Strandes Ciudad Jardin ein totes Exemplar der äußerst giftigen Quallengattung Portugiesische Galeere der Art Physalia physalis gefunden worden, schrieb der Notdienst der Balearen am 22.05.2018 auf Twitter. (zu dpa "Alarm auf Mallorca: Giftqualle vor Palma gesichtet" vom 23.05.2018) Foto: Sabrina Hentschel/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (Sabrina Hentschel / dpa)

Auf Mallorca herrscht kurz vor Sommerbeginn Quallen-Alarm. Wer aufmerksam auf das Wasser blicke, könne die giftige Portugiesische Galeere aber leicht erkennen, sagt der Leiter des Aquariums in Wilhelmshaven, Winfried Hochstetter.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Referendum über Abtreibungsrecht  Iren für Liberalisierung | mehr

Kulturnachrichten

Literaturnobelpreis: Verleihung 2019 nicht sicher | mehr

 

| mehr