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Kataloniens Nationalisten siegen

Aber Verluste für Regierungschef Mas

Kataloniens Ministerpräsident Artur Mas bei einer Wahlkampfveranstaltung (picture alliance / dpa / EPA / Toni Albir)
Kataloniens Ministerpräsident Artur Mas bei einer Wahlkampfveranstaltung (picture alliance / dpa / EPA / Toni Albir)

Bei der Regionalwahl in Katalonien haben die Befürworter einer Loslösung von Spanien insgesamt an Stimmen gewonnen. Im Parlament in Barcelona gibt es aber Machtverschiebungen: Die links-separatistische ERC legte auf Kosten der Regierungspartei CiU zu.

"Ich freue mich über die Ergebnisse des Abends", sagte Kataloniens Ministerpräsident Artur Mas, "aber nicht so sehr, wie es möglich gewesen wäre." Von der erhofften absoluten Mehrheit ist Mas' Partei CiU weit entfernt, im Vergleich zur letzten Wahl verlor sie 12 Sitze und stellt künftig 50 der 135 Abgeordneten im Regionalparlament.

Mas hatte die Wahl um zwei Jahre vorgezogen und angekündigt, er werde sich für eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens einsetzen. Die Region hat 7,5 Millionen Einwohner und gehört zu den wirtschaftsstärksten Gegenden Spaniens. Mit der Zentralregierung in Madrid herrscht ein scharfer Streit über Geld und Gesetzgebungskompetenzen. Sie hält auch ein Referendum für illegal.

Um eine Loslösung der Region voranzutreiben, müsste sich Mas mit der nationalistischen Linken ERC verständigen. Das halten Beobachter für wenig wahrscheinlich: Zwar wollen beide Parteien ein Referendum, in den meisten anderen politischen Fragen vertreten sie aber unterschiedliche Auffassungen. Die ERC kann sich jedenfalls als Wahlgewinner betrachten, sie verbesserte sich von 10 auf 21 Sitze. Sie ist jetzt zweitstärkste Kraft.

Im katalonischen Parlament sind außerdem die Sozialisten mit 20 und die Volkspartei PP mit 19 Sitzen vertreten. Die Grünen kommen auf 13, die liberale Bürgerpartei auf 9 und die linke CUP auf 3 Mandate.

Die Parteien, die eine Loslösung von Spanien befürworten, sind demnach in der Mehrheit, weil sich auch Grüne und CUP für dieses Ziel einsetzen. Zu einem möglichen Zeithorizont sagte Ministerpräsident Mas dem britischen Sender BBC, er strebe eine Volksbefragung binnen vier Jahren an.

Mehr auf dradio.de:

"Wenn's ums Geld geht, ist die Freundschaft vorbei" - Gespräch mit Franz Schausberger, der für die österreichische ÖVP im EU-Ausschuss der Regionen sitzt
Separatisten gestärkt - Bericht von Spanien-Korrespondent Reinhard Spiegelhauer



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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:02 Uhr

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