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Katharina Wagner wirft ihren Hut in den Ring

Eröffnung der Bayreuther Wagner-Festspiele

Katharina Wagner (AP)
Katharina Wagner (AP)

Heute beginnen die Bayreuther Festspiele mit der Premiere von Richard Wagners "Meistersinger von Nürnberg" unter der Regie von Katharina Wagner. Unter der zahlreich vertretenen Prominenz aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Medien wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei dem Spektakel erwartet.

Chor und Solisten singen während der Hauptprobe zur Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" im Festspielhaus in Bayreuth. (AP)Hauptprobe zur Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" im Festspielhaus in Bayreuth. (AP)Wie in jedem Jahr so werden auch bei dem diesjährigen einmonatigen Festival Wagners berühmteste Opern wie der "Ring der Nibelungen" - mit "Rheingold", "Walküre", "Siegfried" und "Götterdämmerung" - sowie "Tristan und Isolde", "Parsifal" und eben "Die Meistersinger von Nürnberg" zur Aufführung gebracht.

Mit besonderer Spannung wird das Regiedebüt der "Meistersinger" von Katharina Wagner erwartet. Sie ist die Tochter des langjährigen künstlerischen Leiters Wolfgang Wagner und Urenkelin Richard Wagners. Die 29-Jährige konkurriert mit zwei anderen Frauen der Familie, Nike Wagner und Eva Wagner-Pasquier, um Wolfgang Wagners Nachfolge, über die ein Stiftungsrat entscheidet.

Nike Wagner, künstlerische Leiterin des Kunstfestes "pèlerinages (AP)Nike Wagner, künstlerische Leiterin des Kunstfestes "pèlerinages (AP)

Nike Wagner: "Ich erfülle die Kriterien"

Im Streit um diese Nachfolge hat die Nichte Richard Wagners, Nike Wagner, im Deutschlandradio Kultur ihre Ambitionen konkretisiert. Wenn man einen Wagner-Nachkommen wolle, dann habe sie bestimmte Eignungsnachweise, betonte sie. Die Publizistin und Dramaturgin ist seit 2004 Leiterin des Kunstfestes Weimar.

Über die Wagner-Festspiele und deren anstehende Veränderungen sagte sie: "Das ist das nationale, kulturelle Identifikationssymbol. Es geht darum, die Gesellschaft identifiziert sich ja mit Bayreuth, sie rennen ja alle hin und zum Teil auch sehr kritiklos leider. Es geht um diese ganz große Entscheidung: Hat der Stiftungsrat den Mut, diese Chance wahrzunehmen? Hat er den Mut zu wissen, was wollen wir denn eigentlich mit Bayreuth? Wo soll's denn hingehen? Es werden ganz sicher strukturelle Veränderungen vorgenommen werden, das liegt in der Natur des Vertrages. Also der Lebenszeitvertrag, den wird es sicherlich niemals mehr geben, das ist klar." (Text, MP3-Audio)

"Cosima hat die Festspiele gerettet"

Cosima Wagner überlebte ihren Mann Richard um 50 Jahre. Sie habe das Festival nach seinem Tod für die Familie gerettet und eine Dynastie begründet, meint der Historiker Oliver Hilms, Autor der Biografie "Herrin des Hügels – Das Leben der Cosima Wagner", im Kulturinterview. (Text, MP3-Audio)



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:24 Uhr

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