Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Kein Deal, keine stille Einigung

Weiterer Fortgang im Fall Wulff offen

Wulff sucht helfende Hände (picture alliance / dpa / Stephan Persch)
Wulff sucht helfende Hände (picture alliance / dpa / Stephan Persch)

Der frühere Bundespräsident wollte keinen Deal, sondern eine vollständige Einstellung des Verfahrens. Nun könnte tatsächlich Anklage gegen Christian Wulff erhoben werden. Eine "stille Erledigung" des Falles sei unwahrscheinlich, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

<p>Zum Wochenauftakt haben sich die Anwälte von Alt-Bundespräsident Christian Wulff mit der Staatsanwaltschaft Hannover getroffen. Nach dem Gespräch wurde offiziell lediglich mitgeteilt, dass es stattgefunden habe. Und so ist offiziell unklar, wie das Verfahren wegen Bestechlichkeit und Bestechung weitergeht. <br /><br />Doch die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagsausgabe) berichtet, dass sich nun eine Anklage gegen Wulff und den Filmmanager David Groenewold abzeichne. Vermutlich werde eine Große Strafkammer in Hannover entscheiden, ob die Anklage zugelassen werde oder nicht. <br /><br /></p><p><strong>Staatsanwälte wiederholten Angebot</strong></p><p>Die Strafverfolger hätten bei dem Gespräch mit Wulffs Vertretern ihr Angebot wiederholt, den Prozess gegen Zahlung fünfstelliger Geldauflagen einzustellen, berichtet die "SZ" weiter. Ansonsten würden sie Anklage erheben. Wulffs Anwälte wollen aber die Einstellung des Verfahrens ohne Geldauflagen erreichen, wie sie mehrfach erklärt hatten.<br /><br />Die Einleitung des Ermittlungsverfahrens wegen verschiedener Vorwürfe hatte am 17. Februar 2012 Wulffs Rücktritt als Bundespräsident ausgelöst. Nach <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="234072" text="umfangreichen Ermittlungen" alternative_text="umfangreichen Ermittlungen" /> geht es aber jetzt nur noch um den Vorwurf, Groenewold habe Wulff im Zusammenhang mit dem Oktoberfest 2008 in München rund 750 Euro für dessen Hotelaufenthalt sowie ein teures Abendessen im größerem Kreis gezahlt. Im Gegenzug soll Wulff versucht haben, durch einen Brief an den Siemens-Konzern ein Filmprojekt Groenewolds zu fördern.<br /><br />Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage erheben und das zuständige Gericht die Zulassung zur Hauptverhandlung bejahen, könnte das Verfahren Agenturberichten zufolge frühestens in der zweiten Jahreshälfte beginnen.<br /><br /><strong>Mehr auf dradio.de:</strong><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="239606" text="Anklage gegen früheren Wulff-Sprecher Glaeseker" alternative_text="Anklage gegen früheren Wulff-Sprecher Glaeseker" /> <br> Staatsanwaltschaft erhebt Vorwurf der Bestechlichkeit <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="205160" text="&quot;Mit Gaucks Anfang endet auch die Tragikkömodie um Christian Wulff&quot;" alternative_text="&quot;Mit Gaucks Anfang endet auch die Tragikkömodie um Christian Wulff&quot;" /> <br>Presseschau zur Wahl des Bundespräsidenten</p>
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:09 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 18:40 Uhr Hintergrund

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 18:30 Uhr Weltzeit

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 18:15 Uhr Redaktionskonferenz

Aus unseren drei Programmen

Trump vor der UNO"Eine Absage an eine geordnete Welt"

Der frühere Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)

Der grüne Außenpolitiker Jürgen Trittin hat die Rede von US-Präsident Donald Trump vor den Vereinten Nationen kritisiert. Trump habe das System der UNO, welches auf Kooperation beruhe, nicht verstanden, sagte Trittin im Dlf. Trump scheine Konflikte eher militärisch als diplomatisch austragen zu wollen.

Fiktive Wahlkampfreden von LiteratenCem Özdemir, die Hells Angels und das E-Bike

Collage: Cem Özdemir auf dem Fahrrad. Im Hintergrund: Die Hells Angels Berlin während einer Demo-Ausfahrt. (dpa/picture-allaince/imago/snapshot)

"In unseren Herzen sind wir immer noch wild!" Für uns hält der Schriftsteller Ulrich Woelk eine fiktive Wahlkampfrede: Er lässt den grünen Vorsitzenden Cem Özdemir zu echten Motorrad-Rockern sprechen.

Von Riad nach GenfDie Schweiz als islamistische Drehscheibe

Eine Luftaufnahme der Genfer Moschee von Petit-Saconnex (dpa / KEYSTONE / Salvatore Di Nolfi)

Islamistische Terroristen gehen grenzüberschreitend vor. Aber auch Salafisten verbreiten ihr Gedankengut global. Wie das funktioniert, hat Saïda Keller-Messahli am Beispiel der Schweiz analysiert. Geboren in Tunesien, lebt sie in Zürich. Nun erschien ihr Buch: "Islamistische Drehscheibe Schweiz".

Rede vor der Generalversammlung"Trump hat gegen die Charta der UNO verstoßen"

Der Präsident der Europa-Universität Viadrina, Gunter Pleuger (dpa / picture alliance / Patrick Pleul)

Der ehemalige UNO-Diplomat Gunter Pleuger hat die Rede von US-Präsident Donald Trump vor den Vereinten Nationen kritisiert. Mit dessen Drohung, Nordkorea möglicherweise anzugreifen, verstoße er gegen die Charta der UNO, sagte er im Dlf. Präventive Selbstverteidigung sei nicht zulässig.

BBC-Vorwürfe gegen Behindertensportler"Achillesferse im paralympischen Sport"

Athletinnen mit Beinprothesen sind bereit für einen Sprintwettkampf. Sie stehen im Start.  (picture alliance / dpa / MAXPPP)

Die BBC-Radiosendung “File on 4“ macht Behindertensportlern schwerwiegende Vorwürfe: Sie sollen ihre Einschränkungen absichtlich verschlimmern, um ihre Medaillenchancen zu erhöhen. Für den Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbands sind die Vorwürfe nicht neu.

Was brauchen die Menschen wirklich?Das sagt der Polizist

Polizist Kevin Komolka (Hagen Immel)

Mehr Respekt gegenüber seinem Beruf: Das wünscht sich der Polizist Kevin Komolka. In seinem Alltag erlebt er öfter körperliche Gewalt. Von der Politik fordert er, dass nicht nur mehr Polizisten eingestellt werden, sondern diese auch bundesweit gleichgestellt werden.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Razzia in Katalonien  Fast zehn Millionen Stimmzettel für Referendum beschlagnahmt | mehr

Kulturnachrichten

Gerritsen wird Leiterin des Filmfestivals "goEast" | mehr

 

| mehr