Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Keine größeren Schäden bei Nachbeben in Haiti

Helfer suchen weiter nach Überlebenden

UN-Soldaten halten in Port-au-Prince eine Menschenmenge vor einem Hilfsgüterlager in Schach. (AP)
UN-Soldaten halten in Port-au-Prince eine Menschenmenge vor einem Hilfsgüterlager in Schach. (AP)

Auch mehr als eine Woche nach dem Erdbeben in Haiti werden noch Menschen lebend geborgen. Das mache Mut, und deshalb werde weiter nach Überlebenden gesucht, sagte UNO-Nothilfekoordinator Holmes in New York.

Insgesamt seien bisher mehr als 120 Menschen gerettet worden. Zuletzt hatten Helfer in Port-au-Prince ein elfjähriges Mädchen unter einem zerstörten Haus geborgen; in der Hafenstadt Jacmel an Haitis Südküste wurde ein 22 Tage altes Baby aus den Überresten eines Hauses gerettet.

Weiterhin herrschen chaotische Zustände. Die Notfallzentren sind überfüllt, tausende Menschen irren durch die Trümmer. Nach wie vor stellt die Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln das größte Problem dar. Der Flughafen in Port-au-Prince ist weiter überlastet und es gibt zu wenig Treibstoff für die Lastwagen. (Audio: Probleme am Flughafen)

Spendenkontenübersicht - Hilfe für die Opfer des Erdbebens in Haiti

Ein Flugzeug wird auf dem Flughafen in Düsseldorf mit Hilfsgüter für Haiti beladen. (AP)Ein Flugzeug wird auf dem Flughafen in Düsseldorf mit Hilfsgüter für Haiti beladen. (AP)

Marshall-Plan für Haiti angeregt

Der Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, regte eine Art Marshall-Plan für den Wiederaufbau Haitis an. Außerdem schlug er einen Schuldenerlass vor. Die USA kündigten an, zusätzliche Soldaten nach Haiti zu schicken. Es handele sich um drei Schiffe mit 2000 Marineinfanteristen, teilte das US-Militär mit. Nach Angaben des Pentagons soll die Zahl der Soldaten in Haiti oder auf Schiffen vor der Küste bis Ende der Woche auf 16.000 steigen.

Geowissenschaftler: Jahre für den Wiederaufbau

Haitis Terrain erschwert die Nothilfe und den Wiederaufbau. Zudem besteht dauerhaft die Gefahr ähnlich starker Beben wie das vom 12. Januar. Jürgen Pohl von der Universität Bonn erkennt Chancen für einen Neuanfang in Haiti - wenn die Bevölkerung des Inselstaates den will.

Am Mittwoch hatte ein Nachbeben der Stärke 6,1 die Bevölkerung in Panik versetzt. Das Epi-Zentrum lag rund 60 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt. Dort stürzten offenbar einige bereits beschädigte Gebäude endgültig zusammen. Meldungen über weitere Tote gab es bislang nicht.

Durch das Nachbeben in den Morgenstunden liegen die Nerven blank. - und das nicht nur bei den Bewohnern Haitis, sondern auch bei den vielen Helfern. (Audio aus Informationen am Morgen)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 15:30 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Zum Tod von Walter Scheel"Er war schon ein toller Bursche!"

Der ehemalige Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch (r, FDP) spricht am 30.05.2015 in Berlin bei der Demonstration gegen Massenüberwachung durch Geheimdienste mit einem Teilnehmer. (dpa)

Walter Scheel sei ein hervorragender und äußerst entschlossener Politiker gewesen, sagte sein langjähriger Weggefährte Burkhard Hirsch (FDP) im DLF. Gegen alle Widerstände der Konservativen habe er gemeinsam mit Willy Brandt die Grundlagen für die deutsche Wiedervereinigung gelegt. 

Theater des Jahres"Bühnen brauchen den Wechsel"

Das Maxim Gorki Theater, aufgenommen am 29.10.2012 in Berlin. (picture-alliance / dpa / Michael Kappeler)

Das Berliner Maxim-Gorki-Theater und die Volksbühne in Berlin sind gleichberechtigt zum "Theater des Jahres" gewählt worden. Beide leisteten, jedes auf seine Art, künstlerisch "Außergewöhnliches", sagt "Theater heute"-Redakteur Franz Wille.

Schweres ErdbebenItalien wird nicht zerreißen

Ganze Dörfer sind zerstört - Retter suchen weiterhin nach Überlebenden. Bis zu 247 Menschen sind in Zentralitalien durch das Erdbeben gestorben. Manche behaupten nun, das Land könnte zerreißen. Eine gewagte These, sagt Erdbeben-Seismologe Frederik Tilmann.

Syrien"Die Türkei ist wichtig für den Kampf gegen den IS"

Sie sehen Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages. (picture-alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, begrüßt das Engagement der Türkei im Kampf gegen die Terrormiliz IS in Syrien. Wenn die Türkei aber auch kurdische Stellungen unter Beschuss nehme, dann sei das zu kritisieren, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

Chinesischer Dissident Liao YiwuErinnerungen an Willkür und Folter

Der Schriftsteller Liao Yiwu zu Gast im Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Der chinesische Autor und Dissident Liao Yiwu wurde international bekannt mit seiner literarischen Dokumentation "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser". Nun ist sein erster Roman, "Die Wiedergeburt der Ameisen" erschienen - Unterdrückung ist wieder das Thema.

Tradition und BildungWarum Literatur-Klassiker uns längst fremd sind

Eine Frau mit Strohhut liest am Beckenrand eines Schwimmbeckens ein Buch. (imago / Westend61)

Lesen Sie die deutschen Klassiker, rät Michael Schikowski: Aber nur, wenn Sie sich mal so richtig fremd im eigenen Land fühlen wollen. Auf die Frage, was die Klassiker uns heute noch zu sagen haben, gibt der Literatur-Blogger eine ziemlich eindeutige Antwort: Nichts!

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Syrische Kurden  Rückzug auf Druck von Ankara und Washington | mehr

Kulturnachrichten

"Toni Erdmann" ist für die Jury modern und universell  | mehr

Wissensnachrichten

Erderwärmung  Es ging schon früher los | mehr