Radiomenschen /

 

Klaus Gehrke

"Musik hat mich von jeher begeistert"

Ein schwarzweißes Porträtfoto von Klaus Gehrke
Klaus Gehrke

Sie war schon beeindruckend, die Musikanlage im Esszimmer meines Elternhauses: Im oberen Fach des Schrankes stand das große Radio mit dem obligatorischen "Auge", das beim Einschalten grünlich funkelte, während der Kasten leise vor sich her brummte; darunter der Plattenspieler mit elegant geschwungenem weißem Tonarm und einer faszinierenden, allerdings kaum plattenschonenden Startmechanik.

Direkt daneben ein Stapel aus Langspielplatten, Singles und - Schellackplatten ...

Musik hat mich von jeher begeistert. Das gilt für die sogenannte U-Musik sowie im besonderen Maße für die E-Musik, die in Verbindung mit Journalismus für mich zum Beruf wurde. Noch während des Studiums der Musikwissenschaft in Bonn konnte ich erste wichtige Erfahrungen in verschiedenen Musikredaktionen des WDR in Köln sammeln. Ein paar Jahre später begann meine Tätigkeit für die Deutsche Welle und den Deutschlandfunk – und damit öffnete sich ein sehr vielfältiges journalistisches Betätigungsfeld mit Berichten, Features und Interviews zu verschiedensten Musik- und Kulturthemen. Eine besondere Herausforderung sind für mich immer wieder Live-Moderationen im Studio; ebenso finde ich die Beschäftigung mit den Möglichkeiten der Neuen Medien überaus spannend. Spannend in einem anderen Sinne wurden für mich und die verschiedenen Techniker des Deutschlandfunks in den vergangenen 15 Jahren so manche Produktionen von Sendungen der Reihe "Historische Aufnahmen', zu denen ich – natürlich angemeldet - Schellackplatten aus meiner Sammlung mitbrachte: Lag der spezielle Tonkopf bereit, funktionierte der Plattenspieler im Studio, passte die Platte auf den Stift, schaffte das Gerät die wellige Platte, wie ging das noch einmal mit der Verkabelung usw.?

Neben der Tätigkeit im musikjournalistischen Bereich bin ich zudem noch aktiver Musiker und "schlage" unter anderem seit 20 Jahren am Wochenende die Orgel in meiner Kirchengemeinde – so lautet die historische Tätigkeitsbezeichnung des Organisten. Noch länger begleitet mich die Leidenschaft für das Klavierspiel und die damit verbundene Kammermusik. Insofern freue ich mich sehr über meinen Arbeitsbereich beim Deutschlandfunk: das Ressort Klavier und Vokalmusik. Den guten alten Plattenspieler, auf dem ich als Kind meine ersten Opernaufnahmen gehört habe, gibt es übrigens immer noch – leider mit einem Motorschaden. Doch mit ihm begann eine bis heute andauernde, wundervolle Freundschaft mit der Musik ...  

Klaus Gehrke

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