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Kleine Fortschritte im Kampf gegen den Hunger

Weltweit haben aber noch immer 842 Millionen Menschen zu wenig Nahrung

Weltweit leiden nach UNO-Angaben etwa 842 Millionen Menschen Hunger. (AFP / Tony Karumba)
Weltweit leiden nach UNO-Angaben etwa 842 Millionen Menschen Hunger. (AFP / Tony Karumba)

Etwa jeder achte Mensch auf der Welt bekommt nicht genug zu essen. Nach dem neuen Bericht mehrerer UNO-Organisationen ist die Zahl der Hungernden im Zeitraum zwischen 2011 und 2013 zwar insgesamt weiter gesunken - die regionalen Unterschiede bleiben aber groß.

Seit 2011 ist die Zahl der Menschen, die an Nahrungsmangel oder chronischer Unterernährung leiden, auf 842 Millionen gesunken. Das sind 26 Millionen weniger als im letzten Bericht der UNO, dem die Jahre 2010 bis 2012 zugrunde liegen. Die meisten der Betroffenen leben in Entwicklungsländern, knapp 16 Millionen in Industrieländern.

Als unterernährt gilt jemand, der so wenig Nahrung zu sich nimmt, dass bestimmte physische Funktionen beeinträchtigt sind. Dies wirkt sich zum Beispiel besonders auf das Wachstum und die Leistungsfähigkeit von Kindern aus.

Subsaraha-Afrika und Südasien besonders betroffen

Besonders schwierig ist die Lage weiter in Afrika, und dort besonders im Subsahara-Gebiet, wo nahezu jeder Vierte zu wenig zu essen hat.

In südasiatischen Ländern ist die Quote zwar deutlich niedriger, durch die hohe Bevölkerungsdichte sind in absoluten Zahlen aber weit mehr Menschen betroffen, nämlich knapp 300 Millionen. Vor allem in Ländern, in denen es in den letzten 20 Jahren Konflikte gegeben habe, sei es schwieriger, Erfolge im Kampf gegen den Hunger zu erreichen, heißt es im UNO-Bericht.

Immerhin gibt es in den beiden erwähnten Regionen seit den 90er-Jahren eine insgesamt positive Entwicklung. Prozentual gesehen sinkt der Anteil der Bevölkerung, der von Hunger betroffen ist, stetig, wenn auch langsam. Schnellere Fortschritte verzeichnet die UNO dagegen in Ost- und Südostasien sowie in Lateinamerika.

Die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) ist daher zuversichtlich, dass zumindest teilweise die selbst gesteckten Millenniumsziele bis 2015 erreicht werden können. Zum Beispiel, den Anteil der Menschen zu halbieren, die Hunger leiden. Die Organisation kommt zu dem Schluss: Werde der durchschnittliche Rückgang auch in den kommenden Jahren anhalten, werde man diesem Ziel sehr nahe kommen. Die UNO hatte im Jahr 2000 acht Millenniumsziele aufgestellt, deren erfolgreiche Umsetzung aber problematisch ist.

UNO setzt auf gerechtere Einkommensverteilung

Im Kampf gegen Hunger setzt die UNO-Organsiation FAO auf anhaltendes Wirtschaftswachstum. Allerdings müssten daraus resultierende höhere Einkommen gerecht verteilt werden, sonst seien die Probleme nicht zu beseitigen. Der Bericht schlägt daher vor, erst einmal dafür zu sorgen, dass die Einkommen armer Familien erhöht werden, damit diese sich Nahrungsmittel überhaupt leisten könnten.

Andere Maßnahmen der UNO sehen vor, die Effizienz der Landwirtschaft zu steigern und mehr im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung zu unternehmen.


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Weitere Links:
Bericht der UNO zur Lage der Hungernden weltweit (englisch)

 

Letzte Änderung: 04.10.2013 09:26 Uhr

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