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Kleines Bundesland mit großer Wirkung

Umfragen: Wahl in Schleswig-Holstein wird enges Rennen

Wen wählt Schleswig-Holstein? Hier zwei Plakate von CDU und SPD vor der Kieler Staatskanzlei (dpa / Carsten Rehder)
Wen wählt Schleswig-Holstein? Hier zwei Plakate von CDU und SPD vor der Kieler Staatskanzlei (dpa / Carsten Rehder)

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein liegen CDU und SPD in Umfragen gleichauf. Der Ausgang ist noch völlig unklar. Beobachter erwarten aus Kiel eine Signalwirkung für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und die Zukunft in Berlin. Wie stark werden FDP und die Piratenpartei?

Die vorgezogene Wahl zum neuen Kieler Landtag hat eine wichtige Bedeutung. Die Wahlkämpfer in Nordrhein-Westfalen erwarten - je nach Ausgang - einen Schub bei ihrem Buhlen um die Stimmen der Wähler. Doch Meinungsforscher sehen in Schleswig-Holstein keine klare Tendenz. Von einer bundespolitischen Landtagswahl (mp3-Audio) berichtet Dietrich Mohaupt im Länderreport auf Deutschlandradio Kultur.

Große Unentschlossenheit

SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig im Watt vor Dagebüll (dpa / Carsten Rehder)SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig im Watt vor Dagebüll (dpa / Carsten Rehder)Die beiden großen Volksparteien liegen nach einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen gleichauf: CDU und SPD kommen mit ihren Spitzenkandidaten Jost de Jager bzw. Torsten Albig jeweils auf 31 Prozent. Allerdings wissen zurzeit 40 Prozent noch nicht sicher, ob und wen sie wählen werden.

Die FDP erreicht laut der ZDF-Umfrage sieben Prozent, die Grünen liegen bei 12,5 Prozent. Auf die Piraten entfielen neun Prozent, auf die Linkspartei 2,5 Prozent. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) kommt auf vier Prozent, ist aber von der Fünf-Prozent-Hürde befreit.

Damit ist unklar, ob es für eine sogenannte Dänen-Ampel aus SPD, Grünen und SSW reicht. Möglich wären eine Große Koalition oder Drei-Parteien-Bündnisse aus CDU oder SPD jeweils mit den Grünen und der FDP.

ARD ermittelt Wechselstimmung

Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister und neue CDU-Spitzenkandidaten Jost de Jager (picture alliance / dpa - Christian Charisius)Wirtschaftsminister und CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager (picture alliance / dpa - Christian Charisius)Zu einem etwas anderen Ergebnis kommen die Meinungsforscher von Infratest dimap. Die Hälfte der Bürger wünscht sich demnach eine andere Regierung. 50 Prozent wollen ein SPD-geführtes Kabinett. 31 Prozent wünschen sich eine wieder von der CDU geführte Regierung. CDU-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hatte frühzeitig angekündigt, nicht erneut zu kandidieren.

In der Sonntagsfrage für die ARD-Tagesthemen erreichte die CDU 30 Prozent. Die SPD kommt auf 32 Prozent. Die Grünen lagen bei 13 Prozent. Die Piratenpartei lag in diesem Meinungsbild ebenfalls bei neun Prozent. Der SSW kann hier 4,5 Prozent erzielen. Nur mit dieser dänischsprachigen Minderheit käme Rot-Grün auf eine Mehrheit der Stimmen.

Die FDP fürchtete nach dem Debakel im Saarland noch um den Wiedereinzug und kam nun auf sechs Prozent. In der Umfrage gaben 31 Prozent an, sie könnten sich eine Stimmabgabe für Kubicki vorstellen, nicht aber für seine FDP. 49 Prozent sagten, der schleswig-holsteinische FDP-Landesverband sei eine andere Partei als die Bundes-FDP.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:51 Uhr

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