Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Körting will Scientology-Verbot prüfen

Innenministerkonferenz befasst sich auch mit NPD

Scientology-Hauptquartier in Berlin (AP)
Scientology-Hauptquartier in Berlin (AP)

Berlins Innensenator Ehrhart Körting hält das von Hamburg angeregte Verbotsverfahren gegen die Scientology-Organisation für sinnvoll. Man müsse prüfen, ob es neben Aufklärung und Beobachtung auch vereinsrechtliche Möglichkeiten gebe, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk.

Scientology sei keine Religionsgemeinschaft, sondern ein Verein zur Vertretung wirtschaftlicher Interessen mit einer totalitären und menschenverachtenden Ideologie. Körting und seine Amtskollegen aus Bund und Ländern beraten bei der Innenministerkonferenz in Berlin über dieses Thema. (MP3-Audio)

Sächsischer Innenminister Buttolo für Scientology-Verbot

Neben Körting sagte auch der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo Hamburg Unterstützung zu. Zwar sei Sachsen nicht so stark betroffen wie andere Länder, bei hinreichenden Verbotsgründen sei der Vorstoß für ein Verbot aber richtig, erklärte Buttolo. Ebenso sprach sich Buttolo für eine bundesweite Beobachtung von Scientology aus. (Text / MP3-Audio)

Bei der Innenministerkonferenz geht es außerdem um die Haltung zur rechtsextremen NPD. Der FDP-Politiker Max Stadler wies darauf hin, dass bislang keine Stiftungen der rechtsextremistischen Partei existieren, weder im Bund noch in den Ländern. So gesehen finde eine Förderung der NPD mit öffentlichen Geldern gar nicht statt. Anders sehe das bei verfassungsfeindlichen Vereinen aus dem NPD-Umfeld aus. Jenen könnte man die Gemeinnützigkeit entziehen, sagte Stadler. (Text / MP3-Audio)

Hessens Innenminister Volker Bouffier (CDU) sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er gehe davon aus, dass die Konferenz in jedem Fall beschließen werde, NPD-nahen Vereinen und Stiftungen den Geldhahn zuzudrehen. Bei diesem Thema gibt es weiterhin Meinungsverschiedenheiten zwischen SPD- und Unions-geführten Ländern.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:26 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 06:10 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 06:05 Uhr Studio 9

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Antisemitismus in DeutschlandWoher der Hass kommt

Ein Mann hilft einem weiteren auf der Solidaritätskundgebung "Berlin trägt Kippa" der Jüdischen Gemeinde zu Berlin seine Kippa aufzusetzen. (dpa-Bildfunk / Michael Kappeler)

2017 wurden 1.453 antisemitische Straftaten bei der Polizei registriert. Obwohl über 90 Prozent davon von Rechtsextremen begangen wurden, existiert Antisemitismus in allen Teilen der Gesellschaft. Vor allem die Relativierung des Holocaust und der Israel-bezogene Antisemitismus gewinnen an Bedeutung.

Architekturbiennale in Venedig Das Programm des Deutschen Pavillons

24.05.2018, Italien, Venedig: Besucher betrachten die Ausstellung «Unbuilding Walls» der Architektengruppe Graft im deutschen Pavillon der 16. Internationalen Architektur-Biennale. Die 16. Ausgabe der Internationale Architektur-Biennale ist vom 26. Mai bis zum 25. November 2018 für das Publikum geöffnet. Foto: Lena Klimkeit/dpa | Verwendung weltweit ( Lena Klimkeit/dpa )

Der Deutsche Pavillon der Architekturbiennale widmet sich in der Ausstellung "Unbuilding Walls" der deutschen Teilungsgeschichte. Deren Folge ist bis heute eine "Mauer in den Köpfen" - eine wichtige Mahnung, sagt Kurator Lars Krückeberg.

Mallorca Angst vor der Qualle

ARCHIV - 20.02.2017, Spanien, Maspalomas: Eine Qualle der Gattung Portugiesische Galeere. Vor der Küste der Inselhauptstadt Palma sei in der Nähe des beliebten Strandes Ciudad Jardin ein totes Exemplar der äußerst giftigen Quallengattung Portugiesische Galeere der Art Physalia physalis gefunden worden, schrieb der Notdienst der Balearen am 22.05.2018 auf Twitter. (zu dpa "Alarm auf Mallorca: Giftqualle vor Palma gesichtet" vom 23.05.2018) Foto: Sabrina Hentschel/dpa-Zentralbild/dpa | Verwendung weltweit (Sabrina Hentschel / dpa)

Auf Mallorca herrscht kurz vor Sommerbeginn Quallen-Alarm. Wer aufmerksam auf das Wasser blicke, könne die giftige Portugiesische Galeere aber leicht erkennen, sagt der Leiter des Aquariums in Wilhelmshaven, Winfried Hochstetter.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Prognosen zu Referendum über Abtreibungsrecht  Iren für Liberalisierung | mehr

Kulturnachrichten

Literaturnobelpreis: Verleihung 2019 nicht sicher | mehr

 

| mehr