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Chronik der Mauer

Gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung mit Deutschlandradio und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Volkspolizisten und Arbeiter der DDR beim Bau der Berliner Mauer.
Volkspolizisten und Arbeiter der DDR beim Errichten der Berliner Mauer im Norden Berlins an der Grenze zum Westberliner Bezirk Reinickendorf. (picture alliance / dpa)

Die Internetseite "Chronik der Mauer" stellt das derzeit umfangreichste multimediale Informationsangebot zur Geschichte der Berliner Mauer dar. Eine Chronologie mit Textquellen, O-Tönen, Videos und historischen Fotos illustriert die 28-jährige Teilung der Stadt - die Trennung von Familien und Freunden, die Versuche, durch Flucht und Fluchthilfe in den Westen zu entkommen.

Die Biografien der Todesopfer an der Berliner Mauer bieten tiefe Einblicke in die Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungswege von Flüchtlingen. Erzählt werden auch die Schicksale von Angehörigen der DDR-Grenztruppen, die im Dienst erschossen wurden oder verunglückten. Fernsehbeiträge und Filminterviews verdeutlichen, wie über den Mauerbau, die Flüchtlinge, Todesopfer und den Fall der Mauer in Westdeutschland berichtet wurde. Welche Spuren der Grenze auch heute noch zu finden sind, belegen zahlreiche Fotografien. 

Für den Unterricht bietet die Webseite Lehrern unterschiedlicher Schulstufen unter anderem Arbeitsblätter, die in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt wurden.

Für unterwegs: Reise zu den Resten der Berliner Mauer

Die Website hat im Laufe der Zeit multimedialen Zuwachs erhalten. Zum Projekt gehören mittlerweile zahlreiche Buchveröffentlichungen und eine kostenlose App für iPhone,  und Android-Smartphones. Sie lädt Berlin-Besucher ein, die letzten Zeugnisse der Teilung der Stadt zu erkunden und navigiert auf Fußwegen oder mittels öffentlicher Verkehrsmittel zu über 75 ausgewählten Sehenswürdigkeiten. Die Erkundungsreise führt - unterstützt von einer interaktiven Karte und GPS - zu Mauerresten, Denkmälern und historischen Orten. Was hier geschah, dokumentieren 250 Fotos, 50 Original-Töne und 25 Videos. 

Virtueller Blick hinter die Mauer

Das animierte Video "Eingemauert! Die innerdeutsche Grenze" führt Betrachter zum gefährlichsten Bereich des Eisernen Vorhangs. Die Animation, die auch innerhalb der iPad-Version der App abgerufen werden kann, gewährt detaillierte Einblicke in das tief gestaffelte Grenzsystem mit Stacheldraht und Todesstreifen. 

Teile der Internetseite und die App stehen zudem in englischer Sprache zur Verfügung. 

Das Multimedia-Projekt "Chronik der Mauer" wurde im November 2011 mit dem Politikaward ausgezeichnet. Die Mauer-App erhielt im Frühjahr 2012 den Deutschen Bildungsmedien-Preis (digita) und im Sommer 2012 das Comenius-EduMedia-Siegel.

Weiter zur Website Chronik der Mauer 

 

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