Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Krebspatienten sollen besser therapiert werden

Mediziner beraten Nationalen Krebsplan

Liposomen docken an eine Tumorzelle an und entleeren spezifisch ihren Wirkstoff. (Lehmann/FSU)
Liposomen docken an eine Tumorzelle an und entleeren spezifisch ihren Wirkstoff. (Lehmann/FSU)

Deutschlands Fachärzte für Krebserkrankungen diskutieren ab heute in Berlin über Verbesserungen in der Krebsbehandlung. Der sogenannte Nationale Krebsplan soll sicherstellen, dass Patienten bundesweit besser und gleichbleibend verlässlich versorgt werden.

Zudem steht die Krebsfrüherkennung als zentrales Thema auf der Agenda. Der
Nationale Krebsplan wurde vom Bundesgesundheitsministerium mit der Deutschen Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tumorzentren im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht.

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund als 436.000 Menschen neu an Krebs, rund 211.000 sterben jährlich daran.

"Das Ziel ist eine optimale Versorgung der erkrankten Frauen und Männer in unserem Land, oder der erkrankten Kinder zu organisieren. Es kommt darauf an, dass wir wirklich alles bündeln, an Kapazitäten, an Qualifikationen, die wir im Land haben, damit wir die Vorsorge optimal gestalten, die Behandlung und die Nachsorge optimal gestalten," sagte Bundesgesundheitsministerium Ulla Schmidt (SPD) bei der Vorstellung des Plans.

"Wir würden uns im Gesundheitswesen viel häufiger wünschen, dass man das Gesamtproblem betrachtet und nicht immer nur in Detailproblemen sich bewegt", sagt Johannes Bruns. Für den Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft ist der Nationale Krebsplan ein guter Weg. Es wäre auch "sinnvoll, das bei anderen Krankheiten zu tun".

Laut Bundesgesundheitsministerium setzt der Nationale Krebsplan das frühere "Gesamtprogramm zur Krebsbekämpfung" fort und ist auf eine langjährige Perspektive angelegt. Konkret soll es in einer ersten Phase (2009/2010) darum gehen,

• die Früherkennung weiterzuentwickeln,die onkologischen Versorgungsstrukturen und die Qualitätssicherung weiter auszubauen,
• eine effiziente onkologische Arzneimittel-Therapie sicherzustellen und
• die Patientenorientierung zu stärken.

In den nächsten Phasen sollen die Beteiligten zusätzliche Handlungsfelder erarbeiten, beispielsweise die Primärprävention, die Krebsforschung oder der umwelt- und arbeitsplatzbezogene Krebsschutz, heißt es beim Bundesgesundheitsministerium.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:33 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 18:10 Uhr Informationen am Abend

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 18:07 Uhr Wortwechsel

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 18:15 Uhr Einhundert

Aus unseren drei Programmen

Evakuierung Ost-Aleppos "Die UNO darf sich da nicht so weit einmischen"

Syrien-Expertin und Autorin Kristin Helberg auf dem 20. Literaturfestival des Vereins Erfurter Herbstlese 2016. (imago / Viadata)

Die Evakuierung von Zivilisten aus Ost-Aleppo durch Assads Regime sollte nicht als humanitäre Aktion missverstanden werden, sagte Syrien-Expertin Kristin Helberg im DLF. Es handele sich vielmehr um "eine Form von politischer Säuberung". Die UNO befinde sich dadurch in einer schwierigen Situation, betonte die Politologin.

Therapie oder Spleen?Die Kunst des guten Selbstgesprächs

Mann sitzt auf einer Bank. (imago)

Wer in der Öffentlichkeit laut Selbstgespräche führt, gilt als zumindest ein bisschen verrückt. Dabei können Selbstgespräche durchaus eine therapeutische Funktion erfüllen, meint der Publizist Urs Willmann. Aber es komme dabei auf die "Selbstgesprächskultur" an.

Cadmium in KakaoBitterschokolade besonders von Schwermetall betroffen

Eine Tafel Vollmilchschokolade in Nahaufnahme (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Über die Nahrung oder über die Atemwege kann das Schwermetall Cadmium aufgenommen werden. Es gelangt auch in die Nahrung - über Kakao-Pflanzen, vor allem über die, die auf vulkanischem Gestein gewachsen sind. Besonders Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil ist laut Lebensmittelchemikern betroffen.

100. Geburtstag von Kirk Douglas"Ich habe Karriere gemacht, weil ich Hurensöhne spielte"

Kirk Douglas in dem Film "The Man from Snowy River" (1982). (imago/United Archives)

Den klassischen Helden verkörperte Schauspieler Kirk Douglas selten. Seine herausragendste Rolle war die des Vincent van Gogh. Politisch zeigte er klare Kante im Anti-Kriegsfilm "Wege zum Ruhm". Am heutigen Freitag feiert Kirk Douglas seinen 100. Geburtstag.

Doping-EnthüllungenMcLaren-Report wirft Russland "institutionelle Verschwörung" vor

WADA-Sonderermittler Richard McLaren (picture alliance / dpa / Facundo Arrizabalaga)

Es ist die Bestätigung des ersten Teils - und geht noch weiter: Der zweite Bericht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zeigt, wie gewaltig das Ausmaß des Staatsdopings in Russland war. Von mehr als 1.000 Athleten ist die Rede. Und das IOC? Warnt vor voreiligen Schlüssen.

Nachruf auf Hildegard Hamm-BrücherDie freischaffende Liberale

Hildegard Hamm-Brücher nimmt am 17.03.2012 an einer Fraktionssitzung von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin teil. Hamm-Brücher war als Wahlfrau für die Bundesversammlung eingeladen. Foto: Kay Nietfeld dpa | Verwendung weltweit (dpa)

Weil sie Helmut Schmidt nicht stürzen wollte, fiel sie in Ungnade. Später kandidierte sie als Bundespräsidentin. 2002 brach sie mit der FDP. Vorgestern ist Hildegard Hamm-Brücher mit 95 Jahren gestorben. Sie gilt als eine der größten liberalen Politikerinnen der Bundesrepublik.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Syrien  Offenbar hunderte Männer aus Aleppos Rebellengebiet verschwunden | mehr

Kulturnachrichten

21st Century Fox will Bezahlsender Sky kaufen  | mehr

Wissensnachrichten

Deutsches Kulturerbe  Ostfriesische Teekultur, Skat und Hebammen gehören dazu | mehr