Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Kultur statt Kohle

Heute beginnt das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010

Blick auf die beleuchtete Zeche Zollverein in Essen, Nordrhein-Westfalen. (AP)
Blick auf die beleuchtete Zeche Zollverein in Essen, Nordrhein-Westfalen. (AP)

Das Ruhrgebiet eröffnet heute offiziell sein Jahr als Kulturhauptstadt Europas. Geplant sind insgesamt 300 Projekte und 2500 Veranstaltungen, zu denen fünf Millionen Besucher erwartet werden.

Die Palette umfasst unter anderem Theater, Musik, Kunst und Feste. Das von der EU mitfinanzierte Kulturhauptstadtjahr soll das Ruhrgebiet in seinem Wandel vom ehemaligen Industriestandort zum Kulturstandort einen großen Schritt voranbringen. Entsprechend lautet das Motto von RUHR.2010 (Offizielle Website) "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel".

Rüttgers: Großer Glücksfall für Essen

Beim Eröffnungsfest auf der Zeche Zollverein in Essen hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers von einem "großen Glücksfall für Essen und die gesamte Metropole Ruhr" gesprochen. Die Region sei wegen ihrer Einzigartigkeit zur Kulturhauptstadt 2010 gewählt worden. Dafür gebe es keinen besseren Ort.

Bundespräsident Horst Köhler würdigte das Ereignis als großen Gewinn für das Ruhrgebiet. In einem der ehemals größten Industriegebiete Europas sei eine blühende Kulturlandschaft entstanden. Die Menschen der Region hätten den oft schmerzhaften Strukturwandel mit großer Würde getragen.

"Ich glaube, es ist tatsächlich ein Prozess im Gange, dass das alte Kirchturmdenken überwunden wird", sagt Claus Leggewie, Direktor des kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen. Er traut der "Ruhr.2010" zu, dem Ruhrgebiet "neue Chancen, neue Arbeitsplätze, neue Perspektiven" zu bieten.

Auch der Direktor des Institut Instituts für soziale Bewegungen in Bochum, Klaus Tenfelde, hat dem Ruhrgebiet einen weiten Sprung nach vorne attestiert. Der Kulturfaktor des Ruhrgebiets sei lange Zeit unterschätzt worden.

Essen hatte den Titel stellvertretend für 53 Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets gewonnen, die sich gemeinsam in das Programm einbringen. Neben dem Ruhrgebiet sind auch Pécs und Istanbul in diesem Jahr Kulturhauptstädte Europas.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 23:05 Uhr Lange Nacht

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 23:05 Uhr Fazit

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

Vinyl-Box: "The Beatles: The Christmas Records"Weihnachtsgrüße der Beatles

Die Beatles 1967 (imago/ZUMA/Keystone)

Von 1963 bis 1969 verschickten die Beatles an die Mitglieder ihres Fanclubs Weihnachtsbotschaften, die die Bandgeschichte erzählen: vier junge Musiker starten voller Elan, haben überraschend Erfolg und werden sich schließlich fremd.

Radikalisierung in DeutschlandWenn aus Nazis Islamisten werden

Der Angeklagte Sascha L. kommt am 20.09.2017 in Handschellen zum Prozessauftakt in die Staatsschutzkammer des Landgerichts Braunschweig (Niedersachsen). Dem Hauptangeklagten wird die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat sowie der unerlaubte Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen vorgeworfen. Die drei weiteren Angeklagten sind wegen Beihilfe angeklagt. (Angeklagte auf Anweisung des Gerichts unkenntlich gemacht)  (dpa / Swen Pförtner)

Im Hass vereint: Die Radikalisierung von Islamisten und Rechtsextremen scheint ähnlichen Mustern zu folgen. Ein Fall in Braunschweig lässt aufhorchen: Dort ist ein mutmaßlicher Islamist angeklagt, der vor drei Jahren noch zur rechtsextremen Szene gehört haben soll.

Anita Rée-Ausstellung in Hamburg Die Menschen-, die Frauen-Malerin

"Selbstbildnis" der Malerin Anita Rée  (picture alliance/dpa/Foto: Georg Wendt)

Die Künstlerin Anita Rée stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie, zeitlebens wehrte sie sich aber dagegen, dass ihre Arbeiten als jüdische Kunst gelte. Ihre sensiblen Portraits sind noch bis Februar in der Hamburger Kunsthalle zu sehen.

Germanistin Sandra Richter"Deutschsprachige Literatur wird global wahrgenommen"

Eine junge Frau betrachtet im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar eine Porträtbüste von Johann Wolfgang Goethe. (dpa / picture alliance / Hendrik Schmidt)

Rockstars und Jeansdesigner nutzen Rilke-Verse als Kontext. Und es gibt viele weitere Bespiele für den weltweiten Einfluss deutscher Literatur. Die Germanistin Sandra Richter hat ein Buch über deren Weltgeschichte veröffentlicht – "eine Geschichte des kulturellen Austauschs".

Antisemitismus in Deutschland"Wir brauchen eine gesellschaftspolitische Offensive"

Volker Beck (Grüne) spricht am 03.06.2016 im Deutschen Bundestag in Berlin. (dpa)

Auf Demonstrationen in Berlin wurden kürzlich israelische Flaggen verbrannt. Volker Beck von den Grünen fordert deswegen mehr Aufklärung über Antisemitismus. Allein mit ordnungspolitischen Maßnahmen ließe sich das Problem nicht lösen, sagte er im Dlf.

80 Jahre Bunker in WünsdorfNazis, Russen und Touristen

Ein Bunker im Wald nahe dem brandenburgischen Ort Wünsdorf. (Philipp Buder/Thomas Klug)

1937 wurde im brandenburgischen Wünsdorf mit dem Bau streng geheimer Bunker begonnen – das Oberkommando der Wehrmacht sollte von dort den Zweiten Weltkrieg dirigieren. Die Bunkeranlagen sind mittlerweile ein Mahnmal und locken viele Touristen an.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Österreich  Kurz betont pro-europäischen Kurs | mehr

Kulturnachrichten

Böhmer soll Unesco-Kommissionspräsidentin werden | mehr

 

| mehr