Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Lötzsch und Ernst zu neuen Vorsitzenden gewählt

Bundesparteitag der Linken in Rostock

Die neuen Parteivorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch.   (AP)
Die neuen Parteivorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch. (AP)

Auf dem Bundesparteitag in Rostock haben sich die Vorsitzenden Lothar Bisky und Oskar Lafontaine verabschiedet. Die gestern gewählte neue Doppelspitze besteht aus der Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch und dem bayerischen Gewerkschafter Klaus Ernst.

Die Linke hat mit großer Mehrheit zwei neue Vorsitzende gewählt: den bisherigen Parteivize Klaus Ernst sowie die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch. Ernst erhielt gestern auf dem Bundesparteitag in Rostock 74,9 Prozent der Stimmen. Auf die neue Co-Vorsitzende Lötzsch entfielen 92,8 Prozent.

Die bisherigen Vorsitzenden Lothar Bisky und Oskar Lafontaine verabschiedeten sich gestern von ihren Posten.

In seiner Abschiedsrede bezeichnete Oskar Lafontaine den Einzug der Linkspartei in das NRW-Landesparlament als "Triumph" und die Gründung der Partei 2007 als "die erfolgreichste Gründung in der Bundesrepublik nach dem Krieg". Man sei nun wie die Grünen in 13 Landtagen vertreten und habe das Fünf-Parteien-System in Deutschland etabliert. Nach seinen Worten stehe seine Partei nur dann für eine rot-rot-grüne Koalition in NRW zur Verfügung, wenn der Sozialabbau verbindlich über den Bundesrat gestoppt werde.

Ebenso wie Lafontaine betont die neue Vorsitzende Gesine Lötzsch im Deutschlandfunk den Einsatz ihrer Partei für eine sozialere Politik und befürwortet eine rot-rot-grüne Koalition in NRW.

Das Programm des ehemaligen Vorsitzenden der Partei, Oskar Lafontaine, sei zwar erfolgreich gewesen, sagt der Linken-Politiker Stefan Liebich im Deutschlandradio Kultur, nun sei aber Zeit für eine lebendige Diskussion.

Lothar Bisky forderte in seiner Rede einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Umgang der Regierung mit der Euro-Krise und zu den Bankenrettungen in den beiden vergangenen Jahren.

Heute soll in Rostock über weitere Vorstandsspitzen entschieden werden.

Bodo Ramelow, Landesvorsitzender von "Die Linke" in Thüringen (Deutschlandradio - Bettina Straub)Bodo Ramelow (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Ramelow: NRW-Linke muss Tauglichkeitstest bestehen

Der Fraktionschef der Linken im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, sieht seine Partei in Nordrhein-Westfalen in der Pflicht, als Regierungspartei Verantwortung für ganz Deutschland zu übernehmen. Im Deutschlandradio Kultur betont Ramelow, dass es gerade über den Bundesrat bei Fragen wie der Kopfpauschale darum gehe, "den Marktradikalen endlich eine Abfuhr zu erteilen".

Links zum Thema:
Homepage Die Linke - Parteitag in Rostock

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 09:05 Uhr Kalenderblatt

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 09:07 Uhr Im Gespräch

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

Vollverschleierung"Ein Symbol für die Unterdrückung der Frau"

Der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, steht am 30.06.2016 vor einem Polizeibus in Köln. (imago / Eibner)

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält ein Verbot der Vollverschleierung in Deutschland für sinnvoll. Im DLF sagte er, man müsse es nicht dulden, dass häusliche Gewalt in aller Öffentlichkeit praktiziert werde. Die Burka nannte er ein Symbol der Unfreiheit der Frau.

GlobalisierungDer "große Schub" ist vorbei

Chinesische Arbeiter bauen eine Smart-Watch zusammen. (AFP)

Die Globalisierung schreitet immer weiter voran. Wer würde daran zweifeln? Stefan Bielmeier beispielsweise. Der Chefvolkswirt der DZ Bank erklärt, warum die Globalisierung kein zwangsläufiger Prozess ist - und auch kein aktueller Trend mehr.

Radio in GroßbritannienProgramm-Perlen nur via DAB

Ein Radio mit Digitalempfang steht am 09.05.2016 auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig (Sachsen). (picture alliance / dpa / Jan Woitas)

Das Fernsehen ist längst digital geworden, Radio aber zu einem guten Teil noch nicht. Während der Übergang zur digitalen DAB-Technik in Deutschland nur schleppend vorangeht, ist DAB in Großbritannien ein Erfolg. In britischen Haushalten stehen bereits 30 Millionen DAB-Empfänger. Und das hat seinen Grund.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Kolumbien  Waffenstillstand zwischen Farc-Guerilla und Regierung in Kraft getreten | mehr

Kulturnachrichten

Superstar Beyoncé räumt bei MTV Video Music Awards ab  | mehr

Wissensnachrichten

Rio de Janeiro  Selfies an der Lochte-Tankstelle | mehr