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Lufthansa zahlt Flugbegleitern mehr Geld

Einigung im Schlichtungsverfahren

Nach wie vor bereiten den Flugbegleitern die Pläne für die Billigangebote des Unternehmens Bauchschmerzen
Nach wie vor bereiten den Flugbegleitern die Pläne für die Billigangebote des Unternehmens Bauchschmerzen (dpa / Arne Dedert)

Es hat lange gedauert - gut 15 Monate. Im Tarifstreit zwischen Lufthansa und den Flugbegleitern haben sich nun beide Seiten verständigt, teilte der Schlichter Bert Rürup mit. 4,6 Prozent mehr Gehalt gibt es für die Angestellten.

Die Flugbegleiter der Deutschen Lufthansa sollen im kommenden Jahr fast 4,6 Prozent mehr Gehalt bekommen. Neben höheren Grundgehältern ziehen die Mitarbeiter eine Einmalzahlung von 320 Euro ein, wie Rürup in Wiesbaden mitteilte. Das Schlichtungspaket umfasst demnach auch den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2014 sowie den Verzicht auf den Einsatz von Leiharbeitsfirmen bis zum Jahr 2016.

Die Tarifpartner verständigten sich in der Schlichtung zudem auf ein Jahresarbeitszeitmodell. In einem flexiblen Arbeitszeitkorridor könnten für die Zeit eines zu erwartenden Personalüberhangs Arbeitszeit und entsprechend Gehälter um bis zu fünf Prozent reduziert werden, so Rürup.

Lufthansa und Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO nahmen die Empfehlung des Schlichters an. In einer Urabstimmung müssen nun allerdings noch die Gewerkschaftsmitglieder zustimmen. Unter ihnen ist die Stimmung jedoch gereizt. Lufthansa und UFO hatten sich Anfang September auf die Schlichtung verständigt.

15 Monate nach einer Lösung gesucht

Dem Schlichter kam dabei keine leichte Aufgabe zu. Die Tarifparteien suchen bereits seit 15 Monaten nach einem gemeinsamen Nenner. Zum einen geht es um höhere Gehälter, zum anderen um den harten Sparkurs der Fluggesellschaft und die Pläne, das Billigangebot der Tochter Germanwings auszubauen. Dagegen wehren sich die Kabinenbeschäftigten der Lufthansa Passage vehement. Sie befürchten hohe Gehaltseinbußen oder sogar den Verlust ihrer Arbeitsplätze.

Die Lufthansa-Führung lässt aber nicht mit sich reden. An ihrer harten Einstellung änderten auch drei Streiktage im September nichts, an denen es zu heftigen Flugausfällen kam. Das Management arbeitet bereits emsig an der Verlagerung in die Billigsparte. Nur so sieht sich die Airline in der Lage, ihre hohen Kosten zu drücken und auf Strecken innerhalb Deutschlands und Europas wieder mit Gewinn zu fliegen.

Lufthansa und die anderen Fluggesellschaften sind gegenwärtig mit hohen Treibstoffkosten konfrontiert. Der harte Wettbewerb macht es offenbar unmöglich, diese Belastungen vollständig auf die Ticketpreise umzulegen und kostendeckend zu fliegen. Als Ausweg haben viele Airlines daher umfangreiche Sparprogramme gestartet, die auch Stellenstreichungen beinhalten.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:01 Uhr

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