Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Mario Vargas Llosa erhält Literaturnobelpreis

Ehrung für peruanischen Schriftsteller

Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa (AP)
Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa (AP)

Der wichtigste Literaturpreis der Welt geht in diesem Jahr an den 74-jährigen Mario Vargas Llosa aus Peru. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt.

Der Autor werde für seine "Kartographie von Machtstrukturen und seine scharf gezeichneten Bilder individuellen Widerstands" gewürdigt, hieß es zur Begründung. Vargas Llosa wurde 1936 im peruanischen Arequipa geboren. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller Lateinamerikas.

Vargas Llosa hat mehr als 30 Romane, Essays und Theaterstücke geschrieben. Zu seinen bekannten Werken zählen Bücher wie "Die Stadt und die Hunde", "Das grüne Haus" oder "Das böse Mädchen".

Neben seiner Arbeit als Schriftsteller war Vargas Llosa auch politisch aktiv. 1990 bewarb er sich erfolglos um das Präsidentamt in Perus.

Derzeit hält Vargas Llosa sich in New York auf, wo er an der Princeton Universität lehrt. Er reagierte auf die Entscheidung aus Schweden "gerührt und begeistert" und kündigte an, er werde zur Preisverleihung am 10. Dezember nach Stockholm kommen.

In Deutschland werden die Werke von Vargas Llosa von Suhrkamp veröffentlicht. Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz sprach von einer "wunderbaren Entscheidung".

Michi Strausfeld, lange Jahre Übersetzerin für lateinamerikanische Literatur beim Suhrkamp Verlag, lobt die Entscheidung. Vargas LIosa "sei einer der größten Romanarchitekten der Weltliteratur", sagte Strausfeld im Deutschlandradio Kultur. (MP3-Audio)

Im vergangenen Jahr hatte die deutsch-rumänische Schriftstellerin Herta Müller den Literaturnobelpreis erhalten. Der letzte Preisträger aus Südamerika war Gabriel Garcia Marquez im Jahr 1982. Der Literaturnobelpreis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Millionen Kronen) dotiert.


Mehr zu Mario Vargas Llosa:

"Die Welt des Juan Carlos Onetti" von Mario Vargas Llosa

Mario Vargas Llosa im Selbstgespräch (mp3-Audio)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Sprechstunde

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:07 Uhr Lesart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Mays Bündnis mit der DUP"Diese Regierung wird lange bestehen"

Die britische Premierministerin Theresa May mit der Vorsitzenden der nordirischen DUP-Partei Arlene Foster vor Downing Street Nummer 10 (26.6.2017). (AFP / Daniel Leal-Olivas)

Für ihre Minderheitsregierung ist die britische Premierministerin Theresa May ein Bündnis mit der nordirischen Partei DUP eingegangen. Der britische Historiker Brendan Simms ist optimistisch, was den Bestand dieses Bündnisses angeht: " Ich rechne damit, dass diese Regierung relativ lange bestehen wird", sagte er im Dlf.

Türkei verbannt Charles Darwin aus den Schulen "Das sind einfach dumme Leute, die das Sagen haben"

Die Evolution des Menschen (picture alliance / dpa / De_Agostini/Photoshot)

Der Diplomphysiker Ernst Peter Fischer hat die Evolutionstheorie von Charles Darwin verteidigt. Der frühere Professor für Wissenschaftsgeschichte sprach von "Borniertheit" in Polen oder der Türkei, wenn dort Darwin aus dem Schulunterricht genommen werde.

ETHEREUMCrash bei der Cyberwährung

Ethereum ist eine Kryptowährung, die in den vergangenen Wochen einen sagenhaften Aufstieg hinter sich. Doch jetzt gab es einen Crash. Die zeigen ziemlich deutlich, wo die Gefahren dieser Währung liegen.

WohnprojektFlüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge unter einem Dach

Sharehaus Refugio - mit Flüchtlingen leben. (Deutschlandradio / Cara Wuchold)

Flüchtlinge sollen nicht abgeschottet in Asylbewerberheimen leben. Das ist die Grundidee des Share-Hauses "Refugio". Das mächtige Gründerzeithaus in Berlin-Neukölln gehört der Evangelischen Kirche – genauer: der Berliner Stadtmission. Flüchtlinge und Nicht-Flüchtlinge wohnen unter einem Dach. Funktioniert das?

Religion und WirtschaftUmverteilen mit Luther

Magneten mit dem Porträt Martin Luthers aus einem Cranach-Gemälde liegen am 25.09.2015 im Lutherhaus in Eisenach (Thüringen) auf einem Tisch. (dpa/picture-alliance/Sebastian Kahnert)

Allzu oft werde übersehen, dass es bei Luthers Kritik am Ablasshandel auch ums Geld ging, meint der Theologe Christoph Fleischmann. Gottes Gnade sei umsonst - und das habe auch Konsequenzen für die Verteilung von Geld und Ressourcen in der Gesellschaft.

Vor 10 Jahren: Mumie identifiziertHatschepsut - die mächtigste Frau Ägyptens

Büste des weiblichen Pharao Hatschepsut im Terrassentempel im Tal der Königinnen in Theben-West. (imago / Harald Lange)

Von 1479 bis 1458 v. Chr. regierte die Pharaonin Hatschepsut als mächtigste Frau Ägyptens. Ihre Mumie galt über 3.000 Jahre als verschollen. 2007 gelang es ägyptischen Wissenschaftlern, eine bereits 1903 entdeckte Mumie als die der Pharaonin Hatschepsut zu identifizieren.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

USA-Deutschland  Handelsminister Ross sagt Berlin-Besuch ab | mehr

Kulturnachrichten

Mexikanischer Journalist ermordet  | mehr

 

| mehr