Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Medizin-Nobelpreis: Einer der Preisträger bereits verstorben

Komitee war über Tod offenbar nicht informiert

Nahaufnahme einer Nobelpreis-Medaille (AP)
Nahaufnahme einer Nobelpreis-Medaille (AP)

Der Nobelpreis für Medizin und Physiologie geht in diesem Jahr an drei Immunologen aus den USA, Luxemburg und Kanada. Eine Hälfte teilen sich der Amerikaner Bruce Beutler und der gebürtige Luxemburger Jules Hoffmann, die andere Hälfte der Auszeichnung erhält der Kanadier Ralph Steinman.

Durch ihre Forschungen hätten sie das Verständnis des Immunsystems revolutioniert, teilte das Karolinska-Institut in Stockholm mit. Der Preis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro dotiert.

Nach der Veröffentlichung der drei diesjährigen Nobelpreisträger im Bereich Medizin durch das Karolinska-Institut in Stockholm hat die Rockefeller University auf ihrer Internetseite bekannt gegeben, dass Ralph Steinman am 30. September mit 68 Jahren verstorben sei. Nach den Regularien des Karolinska-Institut werden Nobelpreise nicht posthum vergeben.

Ralph M. Steinman am 25.10.1999 bei der Auszeichnung mit dem Robert-Koch-Preis (picture alliance / dpa - Roland Scheidemann)Ralph Steinman, Immunologe (picture alliance / dpa - Roland Scheidemann)Im Deutschlandradio Kultur erläuterte der Wissenschaftsjournalist Michael Lange, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele Erkenntnisse über die Erreger von Krankheiten gewonnen worden seien. Die drei nun geehrten Wissenschaftler hätten hingegen bahnbrechende Einblicke in diejenigen Prozesse gefunden, die ablaufen, "wenn der Körper sich gegen diese Erreger wehrt".

Sie hätten dargestellt, wie die Zellen dabei kommunizieren und warum das menschliche Immunsystem immer wieder auch überreagiere, so dass es zu lebensgefährlichen Reaktionen komme, etwa beim "septischen Schock".

Im vergangenen Jahr war der britische Forscher Robert Edwards mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt worden. Edwards entwickelte gemeinsam mit seinem 1988 verstorbenen Kollegen Patrick Steptoe die Befruchtung im Reagenzglas.


Mehr bei dradio.de

Forschung Aktuell: Medizin-Nobelpreis geht an drei Immunforscher

Der Preis aller Preise - Das Nobelkomitee gibt die Auszeichnungen bekannt



Mehr bei deutschlandradio.de

 

Links bei dradio.de:

Der Preis aller Preise

 

Externe Links:

nobelprize.org

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:44 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Deutschlandfunk Radionacht

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

EU und der Westsahara-KonfliktHandel mit Afrikas letzter Kolonie Marokko

CVRIA der Europäische Gerichtshof (imago/Horst Galuschka)

Made in Marocco – mit diesem Label exportiert Marokko Produkte in die EU. In den 1970er-Jahren hat das Land die Westsahara annektiert. Ob die EU mit dem Handel eine widerrechtliche Annexion unterstützt, klärt nun der Europäische Gerichtshof.

Überwachung in DeutschlandHeiligt der Zweck die Mittel?

Polizisten von hinten. Sie tragen Helme. (Arno Burgi, dpa)

Im Februar 2011 demonstrieren rund 20.000 Menschen in Dresden gegen Neonazis. Die Polizei rechnet mit "schweren Straftaten" und besorgt sich die Mobilfunkverbindungen von Zehntausenden Bürgern per Funkzellenabfrage - eine juristisch fragwürdige Ermittlungsmethode.

Motivierend oder nervig?Die Fitness-Poser

Auf Instagram wird gestählt, gepumpt, geschwitzt. Spiegelselfies im Gym, Erfolgsmeldungen vom neuen Jogging-Rekord. Für die einen sind solche Postings Motivation pur. Für andere einfach nur nervig. Und authentisch? Schon gar nicht.

Debatte über Sexismus in der CDU"Das würde männlichen Kollegen schlichtweg nicht passieren"

Anne Wizorek spricht auf der Internetkonferenz republica am 7. Mai 2015 in Berlin (imago stock&people)

Die CDU-Politikerin Jenna Behrends ist nach eigenen Angaben vom Berliner Parteichef Frank Henkel als "große süße Maus" bezeichnet worden. Das sei kein Graubereich mehr, sondern Sexismus, sagte die Aktivistin Anne Wizorek im DLF. Sie nannte es erschreckend, dass sich die Frauen-Union nicht mit Behrends solidarisch zeige.

Erstes TV-Duell Clinton - TrumpPolitprofi trifft auf Seiteneinsteiger

Donald Trump und Hillary Clinton (AFP)

Mit rund 100 Millionen Zuschauern rechnen die Fernsehsender, wenn Hillary Clinton und Donald Trump in der Nacht zu Dienstag in ihrer ersten Fernsehdebatte gegeneinander antreten. Für die demokratische Kandidatin wie auch für ihren republikanischen Gegenspieler ist der Druck enorm.

ELEKTROAUTOSNoch liefern die Stinker die Waren

Laster und Transporter stinken unsere Städte und Autobahnen voll. Warum sind die ganzen Speditionen und Paketdienste eigentlich nicht mit Elektrofahrzeugen unterwegs?

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Kolumbien  Regierung und Farc besiegeln Frieden | mehr

Kulturnachrichten

Kulturstaatsministerin will Literatur stärker fördern  | mehr

Wissensnachrichten

Tiere in der Stadt  Berlin ist eine Wildschwein-Insel | mehr