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Mehr Elektroautos auf die Straße bringen

Nationale Plattform Elektromobilität gegründet

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Spitzentreffen Elektromobilität (AP)
Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Spitzentreffen Elektromobilität (AP)

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Entwicklung des Elektroautos in Deutschland voranbringen. Es gebe gute Voraussetzungen, mit den Konkurrenten in anderen Ländern mitzuhalten, sagte die Kanzlerin bei einem Treffen von Regierungsmitgliedern mit der Industrie und Wissenschaftlern in Berlin. Sie bekräftigte das Ziel, bis 2020 eine Million Elektro-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Opposition und Umweltverbände kritisierten die Initiative und sprachen von einer Show-Veranstaltung. Die Interessen der Verbraucher seien nicht berücksichtigt worden. Der Grünen- Politiker Hermann betonte, wer von der Bundesregierung eine Strategie zur Elektro-Mobilität erwartet habe, sei enttäuscht worden.

Vor dem Treffen erklärte die Kanzlerin, Deutschland müsse zu einem Leitmarkt für Elektromobilität werden. Verkehrsminister Peter Ramsauer sagte der "Berliner Zeitung", Ziel des Gipfels sei es, die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen besser zu koordinieren.

Auf dem Elektroauto-Gipfel sollen Arbeitsgruppen eingesetzt werden: Antriebstechnologie und Batterietechnik stehen dabei im Vordergrund. Aber es geht auch um Infrastruktur, um Normung, es geht um Recycling und Materialien - und nicht zuletzt auch um gesetzliche und steuerliche Rahmenbedingungen.
Umwelt und Verbraucher: Bewegung in die Sache bringen (DLF)

Einer kam aber nicht - der ADAC, der größte deutsche Autoclub.
Umwelt und Verbraucher: ADAC boykottiert Elektromobilitätsgipfel (DLF)

Die Grünen plädierten für ein Gesamtkonzept zur Elektromobilität in Deutschland. Dabei müsse auch die Bahn eingebunden werden, sagte Fraktionschefin Renate Künast im Deutschlandfunk. Wichtig sei zudem, dass die Stromversorgung für Elektroautos aus erneuerbaren Energien erfolge. Außerdem müssten moderne Antriebe jedweder Technik gefördert werden, die weniger als 60 Gramm CO2 ausstießen.

Ulrich Wagner, Vorstand für Verkehr und Energie beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik, fordert "Zündimpulse" für die Elektromobilität, "und dazu gehört eine gewisse Unterstützung beim Aufbau der Infrastruktur, sprich Lade-, Parkeinrichtungen et cetera, und gewisse Incentives in angemessenem Umfang bei der Anschaffung von Fahrzeugen". Wagner ist selbst seit 30 Jahren überzeugter Elektromobilfahrer. Der Fahrkomfort habe sich in der Zeit erheblich verbessert, betont er.

Dem Elektroantrieb, da sind sich die meisten Experten einig, gehört die Zukunft. Für die Bundesregierung jedenfalls steht die Zielmarke bereits fest. Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein.
Hintergrund: Der lange Weg zum Elektroauto (DLF)

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, fordert einen "gemeinsamen europäischen Weg" in Bezug auf die Subventionspolitik.
Wissmann: Elektromobilität ist "zentrales Zukunftsthema" (DLF)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

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