Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Mehr Geld für Personal der Deutschen Bahn

Einigung mit Gewerkschaft auf Lohnerhöhungen

Eine Zugbegleiterin gibt das Abfahrtssignal für einen ICE am Hamburger Hauptbahnhof. (AP)
Eine Zugbegleiterin gibt das Abfahrtssignal für einen ICE am Hamburger Hauptbahnhof. (AP)

Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist beigelegt. Die rund 130.000 Bahn-Beschäftigten bekommen in zwei Stufen eine Lohnerhöhung von insgesamt sechs Prozent ‒ außerdem eine Einmalzahlung von 500 Euro.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG stimmte einem Kompromissvorschlag des Unternehmens zu. Dieser sieht für die rund 130.000 Beschäftigten der Deutschen Bahn eine Einkommenserhöhung von insgesamt sechs Prozent vor, die in zwei Schritten erfolgen soll: Beide Seiten einigten sich darauf, in einer ersten Stufe zum 1. Mai 2013 die Löhne um drei Prozent zu erhöhen. Zum 1. April 2014 sollen sie dann um weitere drei Prozent steigen.

Für die Monate Januar bis April 2013 bekommen die Bahn-Mitarbeiter einmalig 500 Euro gezahlt. Außerdem soll die betriebliche Altersvorsorge zum 1. Juli 2014 um einen Prozentpunkt angehoben werden, mindestens aber um 50 Euro.

Bei den sogenannten privaten Anbietern im Schienenverkehr entfallen Einmalzahlung und die Anhebung der betrieblichen Altersvorsorge, berichtet unser Korrespondent Mischa Brüssel de Laskay im Deutschlandfunk.

Auch die Beschäftigten der sechs privaten Regionalbahnen erhalten zweimal drei Prozent mehr Lohn.

EVG und Bahn zufrieden

Die Gewerkschaft, die anfangs 6,5 Prozent mehr Geld gefordert hatte, bewertete die Vereinbarung als "ein respektables Ergebnis". "Es gibt kaum einen Tarifabschluss in anderen Bereichen, der in den zurückliegenden zwölf Monaten besser war als der unsere", sagte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba. Auch Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber freute sich über die Einigung trotz schwieriger Umstände. "Damit gehen wir an die Grenze des Verkraftbaren", erklärte er. Der Kompromiss sei im Interesse der Mitarbeiter und der Kunden.

Die EVG hatte vor der letzten Verhandlungsrunde mit einem Warnstreik bundesweit Zugausfälle und Verspätungen verursacht.

Die Deutsche Bahn konnte im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 1,5 Milliarden Euro einfahren, und ihren Umsatz um 3,7 Prozent auf 39,3 Milliarden Euro steigern.

Mehr zum Thema auf dradio.de:

Neue Tunnel, alte Züge - Die Baustellen der Deutschen Bahn
Innenminister Bayerns: Bahn muss für bessere Überwachung sorgen - Erste Konsequenzen nach versuchtem Kofferbombenattentat in Bonn gefordert
Die Bahn und ihre Transparenzoffensive - Neue Pünktlichkeitsstatistik vorgestellt

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:08 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 15:05 Uhr Corso - Kunst & Pop

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 15:05 Uhr Quasseltag

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Attentat von London"Es sieht schon verdammt nach Islamischem Staat aus"

Peter Neumann, Direktor des "International Centre for the Study of Radicalisation" am Londoner King‘s College. (imago / IPON)

Wenn Ermittler in Großbritannien von internationalem Terrorismus sprechen, sei das ein Codewort für Al-Kaida oder den Islamistischen Staat, sagt Peter Neumann, Sicherheitsexperte am Londoner King's College, im DLF. Die Briten seien zwar die Besten bei der Anti-Terror-Abwehr in Europa, aber Anschläge mit Messern und Autos könne man nicht verhindern.

Merkel-Kritikern sammeln sich "Freiheitlich Konservativer Aufbruch" innerhalb der CDU

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag in Essen. (AFP / Tobias Schwarz)

Konservative Merkel-Kritiker gründen am Wochenende innerhalb der Union die Plattform "Freiheitlich Konservativer Aufbruch". Der CDU-Politiker Christian Wagner will damit im Parteiprogramm zur Bundestagswahl den Wertkonservatismus wieder stärker verankern.

Wie umgehen mit Erdogan & Co.?Klarheit ist manchmal besser als Diplomatie

Bundeskanzlerin Angela Merkel traf am 04.09.2016 den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem bilateralen Gespräch kurz vor dem offiziellen Beginn des G20-Treffens. (dpa / picture alliance)

Die AKP will nun doch keine Spitzenpolitiker mehr zu Wahlkampfauftritten nach Deutschland schicken. Ein Verdienst der konsequenten Haltung der Bundesregierung? Der Grüne Memet Kilic sieht eher eine völlig wirkungslose Diplomatie gegenüber Autokraten am Werk.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Anschlag in London  Täter war Brite und den Sicherheitsbehörden bekannt | mehr

Kulturnachrichten

Alfred-Kerr-Preis für Andreas Breitenstein  | mehr

 

| mehr