Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Mehr Lehrer mit Migrationshintergrund gefordert

Zweiter Jugendintegrationsgipfel abgeschlossen

Muslimische Frauen stehen an einer Haltestelle in Duisburg-Marxloh. (AP)
Muslimische Frauen stehen an einer Haltestelle in Duisburg-Marxloh. (AP)

In Berlin ist der zweite Jugendintegrationsgipfel zu Ende gegangen. Zum Abschluss übergaben die rund 80 Schüler, Studenten, Auszubildenden und Jugendredakteure Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag ein Ideenpapier. Die Hälfte der Teilnehmer hat einen Migrationshintergrund.

Die Jugendlichen verlangten eine stärkere Evaluation von Schulen, mehr Wettbewerb unter den Bildungseinrichtungen, mehr zweisprachige Schulen sowie eine bessere interkulturelle Kompetenz der Lehrer und mehr Lehrer mit Migrationshintergrund. Zur besseren Berufsorientierung empfahlen die Schüler, dass alle Jugendlichen ab der 8. Klassenstufe zu Praktika verpflichtet werden.

Gütesiegel für Unternehemen

Als "gute Idee" bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel den Vorschlag der Delegierten, ein Zukunftssiegel an Betriebe mit guten Praktikums-Angeboten zu vergeben. Sie sicherte zu, den Vorschlag in den Ausbildungspakt mit der deutschen Wirtschaft einzuspeisen.

Nach Überzeugung der Jugendlichen sind Sport und kulturelle Jugendarbeit wesentlich für die Integration in der Freizeit. Daher sprachen sie sich für eine engere Verzahnung von Sport und Gesundheitsförderung aus.

Migrationsbeauftragte betont positive Wirkung des Jugendintegrationsgipfels

Maria Böhmer, Staatsministerin für Integration, Flüchtlinge und Migration, hatte sich zuvor positiv über den Jugendintegrationsgipfel geäußert. Viele Vorschläge des vergangenen Jahres hätten Niederschlag im Nationalen Integrationsplan gefunden. Die CDU-Politikerin lobte, gerade im Bildungsbereich hätten die Bundesländer durch viele Selbstverpflichtungen die Integration weiter vorangebracht. (Text / MP3-Audio)

Am Wochenende betonte Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Video-Podcast: "Wir dürfen nicht nachlassen auf dem Weg zu mehr Integration. Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, aber es ist gut, dass die Bundesregierung zusammen mit den Ländern und Kommunen endlich diese Aufgabe in den Blick genommen hat und sie lösen will." (Integration muss vor Ort stattfinden)

Beim zweiten Integrationsgipfel in Berlin hatten Vertreter von Ausländerverbänden und anderen gesellschaftlichen Gruppen 2007 den vom Kabinett beschlossenen Nationalen Integrationsplangebilligt. Dieser hat zum Ziel, Defizite bei Sprache und Bildung abzubauen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:29 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 13:56 Uhr Wirtschafts-Presseschau

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 13:30 Uhr Länderreport

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Agenda 2010"Korrekturen sind schon seit Langem notwendig"

Das Bild zeigt Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes am 16.01.2017 bei der Jahres-Pressekonferenz des DGB in Berlin. (dpa / picture alliance / Bernd von Jutrczenka)

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, hält Nachbesserungen an der Agenda 2010 für notwendig. Er sagte im Deutschlandfunk, er gebe dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz Recht und begrüße, dass dieser die Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zum Thema gemacht habe.

Aktionskünstler John Bock Die Absurdität der Dinge zelebrieren

Aktionskünstler John Bock (Deutschlandradio / Manfred Hilling)

"Höherer Quatsch" – so hat das "art magazin" die Kunst von John Bock tituliert. Werke John Bocks der letzten Jahre werden jetzt unter dem Titel "Im Moloch der Wesenspräsenz" in der Berlinischen Galerie gezeigt. Wir haben den Künstler dort beim Aufbau der Schau besucht.

Blick in die ZukunftDas Orakel und sein Medium

Das Nechung-Orakel beim sogenannten Kalachakra Empowerment durch den Dalai Lama 2012 (Office of His Holiness the Dalai Lama)

Seit jeher versuchen Menschen herauszufinden, wie ihre Zukunft aussehen wird. Sie suchen Hellseher auf, verwenden Tarot-Karten oder befragen Orakel. Orakel gab es in großer Zahl schon in der Antike. Das bekannteste war das Orakel von Delphi. Auch heute noch werden bei wichtigen Entscheidungen Orakel befragt: etwa im tibetischen Buddhismus.

Flüchtlinge in Libyen"Die Zustände in den Lagern sind wirklich menschenunwürdig"

Der UNO-Koordinator für Libyen, Martin Kobler, spricht am 8. Januar 2017 auf einer Pressekonferenz während eines Besuchs in der libyschen Hauptstadt Tripolis. (imago / xinhua )

Der UNO-Koordinator für Libyen, Martin Kobler, hat die Zustände in den Flüchtlingslagern scharf kritisiert. Die Bewohner würden unter "völlig menschenunwürdigen Bedingungen gehalten", sagte Kobler im Deutschlandfunk. Er forderte ein schnelles Handeln der internationalen Gemeinschaft.

Kritik an der EKDReligionen müssen einander nicht verstehen

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Bundeskanzlerin Angela Merkel (dpa / picture alliance / Rainer Jensen)

Die deutsche Evangelische Kirche scheue die Abgrenzung gegenüber dem Islam und stehe für einen "Wohlfühl-Protestantismus", kritisiert der Schriftsteller Klaus Rüdiger-Mai. Wer die Kirche jedoch in die "Hauptabteilung Kirchen des Kanzleramts" verwandle, falle weit hinter den Reformator zurück.

Schriftstellerin Jane BowlesAttacke auf bürgerliche Anstandsregeln

(imago stock&people)

Das Werk der 1917 geborenen amerikanischen Autorin Jane Bowles ist übersichtlich. Dabei bot ihr Leben genügend Stoff für weit mehr: Sie war manisch-depressiv, offen lesbisch und verheiratet mit einem Mann, der ihr beruflich die Show stahl.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Asylpolitik  Bundeskabinett will abgelehnte Asylbewerber schneller abschieben | mehr

Kulturnachrichten

Erste Ausstellung von Vatikan und jüdischem Museum  | mehr

Wissensnachrichten

Flüchtlinge  Identitätscheck bald per Handy | mehr