Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Merkel fordert Neuauszählung der Präsidentenwahl im Iran

Mindestens zehn Tote bei Unruhen

Mit einem Feuer bekämpfen Demonstranten den Effekt des Tränengas, mit dem die iranische Polizei gegen die Proteste in Teheran vorging. (AP)
Mit einem Feuer bekämpfen Demonstranten den Effekt des Tränengas, mit dem die iranische Polizei gegen die Proteste in Teheran vorging. (AP)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Neuauszählung der Stimmen bei der iranischen Präsidentenwahl verlangt. Die Menschen- und Bürgerrechte müssten vollständig respektiert werden, erklärte Merkel in Berlin. Sie fordere die Regierung in Teheran nachdrücklich auf, friedliche Kundgebungen zuzulassen und keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden.

Inhaftierte Oppositionelle sollten freigelassen und eine unabhängige Berichterstattung ermöglicht werden, betonte die Kanzlerin. Zuvor hatten sich führende iranische Politiker - darunter Staatschef Mahmud Ahmadinedschad und Parlamentspräsident Ali Laridschani - jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten verbeten. Zugleich wurde eine Überprüfung der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland, den USA, Frankreich und Großbritannien angekündigt. Zudem forderten die iranischen Behörden einen BBC-Korrespondenten auf, binnen 24 Stunden das Land zu verlassen.

Bei den Zusammenstößen am Samstag sind nach amtlichen Angaben mindestens zehn Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Das Staatsfernsehen machte "terroristische Gruppen" für die Unruhen verantwortlich.

Der bei den Parlamentswahlen unterlegene Präsidentschaftskandidat Mir Hussein Mussawi teilte auf seiner Internetseite mit, er stehe grundsätzlich hinter dem System der Islamischen Republik. Allerdings müsse der Iran von Lüge und Unredlichkeit gesäubert werden.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:33 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 22:05 Uhr Musikszene

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 22:00 Uhr Alte Musik

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

EuropaparlamentKonservativer Tajani zum neuen Präsidenten gewählt

Antonio Tajani von der EVP-Fraktion im Europaparlament. (AFP / FREDERICK FLORIN)

Der Italiener Antonio Tajani wird neuer Präsident des Europaparlaments. Der frühere EU-Industriekommissar gewann die Stichwahl gegen seinen größten Konkurrenten, den sozialistischen Gianni Pittella. Damit setzte sich der Favorit durch - allerdings erst im vierten Wahlgang.

Selbstversuch in Mecklenburg-VorpommernWie klappt die Versorgung auf dem Land?

(Deutschlandradio / Silke Hasselmann)

Brötchen nur bis zehn, Busverkehr auf Zuruf, dafür Internet aus der Glasfaser: Die Gemeinde Tramm in Mecklenburg-Vorpommern schlägt sich wacker angesichts von Strukturwandel und Landflucht.

Eine Stunde FilmNeues von Barney Stinson

Es gibt diese Schauspieler, die durch eine einzige Rolle weltberühmt geworden sind und wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens davon zehren werden. Neil Patrick Harris ist so ein Schauspieler. Heute Abend ist er zu Gast bei Eine Stunde Film.

Big DataMaßgeschneiderter Wahlkampf

Mit Psychometrik, einer Art Daten-gestützter Psychologie, soll es möglich sein, im Wahlkampf jeden Menschen persönlich anzusprechen. Die Firma Cambridge Analytica behauptet, diese Technik im US-Wahlkampf erfolgreich für Donald Trump eingesetzt zu haben. Für die persönlichen Profile wurden öffentliche Facebook- und Twitter-Daten mit gekauften Informationen aus Wählerverzeichnissen und anderen Datenbanken angereichert.

Kolumbien nach dem FriedensvertragVon der FARC-Guerilla zurück in die Gesellschaft

Ein Mann schwenkt eine kolumbianische Fahne. Im Hintergrund ist eine Bühne zu sehen. (picture alliance / dpa / EFE / Pablo Andres Monsalve)

Im Auftrag der kolumbianischen Regierung startete José Miguel Sokoloff 2006 eine Werbekampagne, um Kämpfer der FARC-Guerilla zu ermuntern, aus dem Dschungel zurückzukehren in die Gesellschaft. Aber ganz so einfach wie in der Werbung ist es dann doch nicht.

Erstmals eine Frau an der SpitzeMaria Balshaw wird neue Chefin der britischen Tate-Museen

Millenium Bridge in London. Dahinter die Tate Gallery of Modern Art (kurz Tate Modern). Es ist das weltweit größte Museum für moderne Kunst. (imago)

Maria Balshaw wird neue Generaldirektorin der britischen Tate-Museen. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze einer der einflussreichsten Institutionen der Kunstwelt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Straßburg  Tajani neuer Präsident des Europäischen Parlaments | mehr

Kulturnachrichten

"FAZ"-Rechtsstreit mit Thalia beigelegt  | mehr

Wissensnachrichten

Visafrei Reisen  Mit deutschem Pass kein Problem | mehr