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Mikrokosmos – Die Kulturreportage

Mikrokosmos - Die Kulturreportage (© Deutschlandradio/ boros)
Mikrokosmos - Die Kulturreportage (© Deutschlandradio/ boros)

Am 1. September geht im Deutschlandfunk ein neues Format an den Start: „Mikrokosmos“ – Die Kulturreportage. Die Sendungen „Dossier“ und „Das Kulturgespräch“ verschmelzen zu einer neuen Form, einem Mix aus Reportage und Gespräch.

Ein Ort, ein Ereignis, ein Anliegen, ein Gespräch.

Mikrokosmos - Reporterinnen und Reporter suchen Kultur vor Ort auf. Den Anlass bieten Kunstaktionen, Festivals und Messen, Ausstellungsvorhaben, Kundgebungen, Lesungen an ungewöhnlichen Orten, Vereinstreffen, Besuche in Atelier und Werkstatt, Redaktion oder Verlag. Die Reporter sind Gastgeber dieser Sendung, führen an die Orte und durch das Gespräch.

Mikrokosmos geht einer eigenen Agenda nach, bietet eine zeitunabhängige Berichterstattung. Ziele und Themen gehen vor allem jüngere Hörerinnen und Hörer an. Die Sendung erlaubt die Betrachtung von Mikrokosmen - die Entdeckung von Randphänomenen und Nebenschauplätzen ist gefragt. Nicht die umfassende Berichterstattung vor Ort steht im Mittelpunkt, sondern eine ausführliche Darstellung einzelner Perspektiven.

Nach der Aktion die Reflektion: Jede Sendung läuft auf ein längeres vertiefendes Gespräch hinaus, mit einem der Protagonisten vor Ort oder mit einem von den Reportern mitgebrachten Experten.

Die Ausgaben von Mikrokosmos sind mit einer laufenden Nummer versehen. 001Art of Brexit, die Nullnummer von Mikrokosmos, begleitet eine Ausstellungseröffnung in London. Dort stellt Marietta Schwarz Englands berühmtesten Töpfer und Transvestit vor: Grayson Perry will mit seinem Kunst-Projekt in der Serpentine Gallery den Brexit-Riss kitten, der momentan durch die britische Gesellschaft geht. Gesprächsgast Sally Tallant aber, Leiterin der Liverpool-Biennale, stimmt in der Brexit-Frage dem Künstler nicht zu.

Mikrokosmos 002 Eskapistische Jugend? fährt auf das Melt! Festival nach Gräfenhainichen. Johannes Nichelmann diskutiert mit jungen Europäerinnen und Europäern über ihre Haltung zur Europäischen Union. Musiker, DJs und das Liveact-Duo Modeselektor sind mit von der Partie. Der Jugendforscher, Publizist und Aktivist Vincent-Immanuel Herr kommentiert das Festivalgeschehen.

Ausgabe 003 Leaking Territories - Performance als politische Skulptur ist eine Randbetrachtung von den Skulptur Projekten Münster 2017. Die Reportage von Rilo Chmielorz besucht eine Performance der rumänischen Künstlerin Alexandra Pirici, die als "geopolitische Reise" mittels Sprache, Gestik und Klängen im geschichtsträchtigen Münsteraner Friedenssaal stattfindet. Das abschließende Gespräch mit Kuratorin Marianne Wagner findet auf der "Antikriegsbank" von Jenny Holzer statt.

Und 004 Urban Exploration oder: Das Haus des Apothekers besucht einen Ort, an dem nichts passiert. Der Reporter Manuel Gogos verbündet sich mit den "Urbexern", zu denen Finn Schäfer gehört. Sie sind Vertreter einer Subkultur, die nach den letzten weißen Flecken auf der (deutschen) Landkarte sucht.

Mikrokosmos ist 100% online-fähig und kann auf allen Kanälen empfangen und gehört werden.

Deutschlandfunk.de/Mikrokosmos