Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Mit Büchern in die Fantasie reisen

Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März

Von Dorothea Westphal

Deutschlandradio berichtet live vom Geschehen. (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Deutschlandradio berichtet live vom Geschehen. (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Zum Auftakt der neuen Büchersaison treffen sich in Leipzig wie jedes Jahr Verleger, Medienvertreter und Schriftsteller. Als Gastland präsentiert sich Serbien. Deutschlandradio berichtet ausführlich über Neuerscheinungen und Trends.

Die niederländische Schriftstellerin Margriet de Moor begibt sich in ihrem neuen Roman "Der Maler und das Mädchen" ins Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Dirk Kurbjuweit reist nicht in die Vergangenheit, sondern begleitet seine Heldin, eine Soldatin der Bundeswehr, ins heutige Afghanistan. Matthias Politycki geht in London vorzugsweise in Pubs, und Zsuzsa Bánk unternimmt in ihrem neuen Roman "Helle Tage" eine Reise in die Kindheit. Bücher, das sind Reisen in die Fantasie und Einladungen der Autoren, ihre Leser dabei zu begleiten.

Zum Auftakt der neuen Büchersaison treffen sich in Leipzig vom 17. - 20. März Verleger, Medienvertreter und vor allem die Schriftsteller. Sie kommen zur Leipziger Buchmesse, um ihre neuen Bücher dem Publikum zu präsentieren. Auf dem Messegelände, beispielsweise auf dem Blauen Sofa in der Glashalle, bei dem Deutschlandradio Kultur Medienpartner ist, oder in der Veranstaltung "Bücherfrühling" am Samstag. Sowie traditionell bei "Leipzig liest", dem größten Lesefest Europas an verschiedenen Veranstaltungsorten in der Stadt. Das feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag und wird sich vor allem der jungen deutschen Literatur, der Literatur aus Mittel- und Südosteuropa und besonders der aus Serbien widmen.

Was die Verlage angeht, so zieht es gerade junge, unabhängige Verlage nach Leipzig. Sie sehen hier, eher als in Frankfurt, wo traditionell die großen Geschäfte rund ums Buch getätigt werden, ihre Marketingchance. Und zum zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr werden Musikverlage vertreten sein, was zur Bach-Stadt Leipzig mit seiner musikhistorischen Bedeutung gut passt.

Wie jedes Mal widmet sich die Buchmesse wieder der Bildung, insbesondere der Leseförderung von Kindern und Jugendlichen. So werden die Preisträger des internationalen Schülerwettbewerbs "lyrix" auf der Buchmesse auch am Stand des Deutschlandradios lesen. Wie reizvoll es ist, Literatur akustisch zu vermitteln, zeigt, dass erstmals das Medium Hörspiel in einem eigenen Veranstaltungsbereich vertreten ist.

Zum 7. Mal wird der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Durch 480 Titel hat sich die siebenköpfige Jury gelesen, um ihre Entscheidung fällen zu können – erstmals auf einem E-Reader. Das E-Book hat längst auf der Messe Einzug gehalten. In welcher Weise die neuen Medien neue Möglichkeiten aber auch Herausforderungen für Autoren, Leser und User bieten, wird wieder auf verschiedenen Fachforen diskutiert werden. Die Leipziger Buchmesse hat jedenfalls in diesem Jahr eine eigene Facebookseite.

Deutschlandradio Kultur und Deutschlandfunk sind mit ihren Literaturredakteuren vor Ort, begleiten das vielfältige Messegeschehen und tragen in eigenen Veranstaltungen dazu bei.

Deutschlandradio Kultur resümiert den Messetag jeweils in Fazit. Und hat anlässlich der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an Martin Pollack am Messesamstag um 17.30 Uhr eine Lesung des Preisträgers im Programm. Im Radiofeuilleton rezensieren die Kritiker live vor Ort, werden Gespräche über Trends auf dem Buchmarkt geführt und - wie auch in "Fazit am Abend" - Ausschnitte aus den Highlights der Gespräche auf dem Blauen Sofa gesendet.

Der Deutschlandfunk berichtet in Kultur heuteab 17.35 Uhr jeweils über den Messetag und im Büchermarkt live über verschiedene Themen: am Donnerstag über die aktuellen Veränderungen auf dem Buchmarkt, am Freitag über den Umbruch im Hörbuchmarkt sowie am Samstag über den Trend zum All Age Book – zu Büchern, die von allen Generationen gelesen werden wie beispielsweise "Harry Potter".

Am Samstag veranstaltet Deutschlandradio Kultur von 12 bis 15 Uhr wieder den Büchermarkt am Stand von 3sat. Zu Gespräch und Lesung aus ihren aktuellen Büchern werden erwartet: Zsuzsa Bánk, Andrej Hermlin, Esther Kinsky, Angela Krauß, Dirk Kurbjuweit, Margriet de Moor und Matthias Politycki.

Alle Sendungen auf einen Blick - <br> Deutschlandradio auf der Leipziger Buchmesse



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 07:15 Uhr Interview

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 07:20 Uhr Politisches Feuilleton

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Netzpolitik.org"Der Justizminister hätte früher reagieren müssen"

Gerhart Baum wartet am 07.07.2015 im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Baden-Württemberg) auf den Beginn der mündlichen Verhandlung zum BKA-Gesetz (picture alliance / dpa / Uli Deck)

Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) hat den Vorwurf des Landesverrats gegen die Betreiber des Blogs Netzpolitik.org im DLF als "lächerlich" bezeichnet. Alle Beteiligten seien politisch unsensibel gewesen - auch Justizminister Heiko Maas habe Fehler gemacht.

Schrumpfende RegionenWie das Internet das platte Land belebt

Der Gitarrenbauer Jens Ritter in Deidesheim in seiner Werkstatt bei der Arbeit an einer neuen Bassgitarre (aufgenommen 2012). (picture alliance / dpa / Uwe Anspach)

Noch leben viele Deutsche in Orten mit weniger als 20.000 Einwohnern - doch es werden immer weniger. Digitale Informationstechnik soll diesen Trend durch verbesserte ärztliche Versorgung und Mobilität sowie neue Arbeitsmodelle stoppen. Vom "Landleben 2.0" profitiert auch Instrumentenbauer Jens Ritter in der pfälzischen Kleinstadt Deidesheim.

MachtMutti für immer?

Alle guten Dinge sind VIER. Naja, scheinbar hat Angela Merkel da was missverstanden. Jedenfalls kommen aktuell einige Gerüchte auf, dass Merkel sich festgelegt haben soll: Sie will 2017 wieder Kanzlerin werden. Was macht Macht mit uns? Verändert sie unser Gehirn?

Netzpolitik.org"Generalbundesanwalt sollte über Rücktritt nachdenken"

Der Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, Christian Flisek. (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)

Er habe den Eindruck, dass Generalbundesanwalt Harald Range dem NSA-Komplex nicht gewachsen sei, sagte Christian Flisek, SPD-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss, im DLF. Das Ermittlungsverfahren gegen das Blog Netzpolitik.org sei nun der "letzte dicke Tropfen, der das Fass zum Überlaufen" bringe.

Strafverfahren gegen "netzpolitik.org""Es ist nicht legitim, einfach alles zu veröffentlichen"

Teilnehmer einer Demonstration von Unterstützern des Internetportals Netzpolitik.org halten am 01.08.2015 in Berlin bei der Demonstration ein Schild "Ein Abgrund von #Landesverrat.!" (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Der Historiker Peter Hoeres hält die Aufregung um das Strafverfahren gegen "netzpolitik.org" für "etwas überzogen". Zwar bezweifle er, dass die Reaktion der Behörden in diesem Fall sinnvoll sei - grundsätzlich habe der Staat aber das Recht, geheime Informationen zu schützen und Durchstechereien zu verfolgen.

Probleme bei der Kölner OperEin konsequentes Risikomanagement fehlt

Die Sanierung der Kölner Oper und des Schauspielhauses dauert länger als geplant - hier ein Bagger auf der Baustelle. (imago / JOKER)

Was haben Berliner Lindenoper, Hamburger Elbphilharmonie und Kölner Oper gemeinsam? Alle drei Bauvorhaben sprengen Zeit- und Kostenrahmen. Der Politologe Jobst Fiedler hat öffentliche Bauvorhaben untersucht und sagt: Wenn der Staat mitbaut, wird's meist teurer.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Flüchtlinge  Mieterbund: Mehr Geld für Sozialwohnungen | mehr

Kulturnachrichten

Neues Mobiliar für Dessauer Meisterhäuser  | mehr

Wissensnachrichten

Temperatur  Klimaanlagen sind auf Männer geeicht | mehr