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Mit Kleinstkrediten gegen die Armut

Bankier Mohammed Yunus erhält Friedensnobelpreis

Der Friedensnobelpreisträger 2006 Mohammed Yunus präsentiert seine Medaille und Urkunde in Oslo. (AP)
Der Friedensnobelpreisträger 2006 Mohammed Yunus präsentiert seine Medaille und Urkunde in Oslo. (AP)

In Oslo hat der Wirtschaftswissenschaftler und Bankier Mohammed Yunus aus Bangladesch den Friedensnobelpreis erhalten. Die von ihm gegründete Grameen Bank vergibt Kleinstkredite ohne Sicherheiten an Arme, um ihnen so den Schritt zur Selbstständigkeit zu ermöglichen. Dadurch hätten Millionen Menschen einen Ausweg aus akuter Armut gefunden, begründete das Nobelkomitee seine Entscheidung für Yunus.

Der 66-jährige Yunus forderte in seiner Dankesrede im Osloer Rathaus zu "neuem sozialen Unternehmertum" auf, das sich nicht an Profitmaximierung orientiere, sondern am "Nutzen für die Menschen und die Welt". Armut sei eine Bedrohung für den Frieden und bedeute auch das Fehlen jeglicher Menschenrechte, so Yunus. Die Bekämpfung der Armut sei auch ein wirksameres Mittel gegen Terrorismus als "Geld für Gewehre". Das Preisgeld von 1,1 Millionen Euro will Yunus in neue geschäftliche Aktivitäten der Grameen Bank für Arme stecken.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:20 Uhr

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