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Mit Sicherheit surfen

"Safer Internet Day" soll User für Gefahren im Netz sensibilisieren

Computerarbeitsplatz (Stock.XCHNG / Daniel V.)
Computerarbeitsplatz (Stock.XCHNG / Daniel V.)

Sicherheit im Internet - darum geht es am "Safer Internet Day", der in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet. Zahlreiche Unternehmen, Medien und Institutionen nehmen den Tag zum Anlass, sich für mehr Sicherheit im Internet einzusetzen. Die Europäische Union hatte den Aktionstag ins Leben gerufen.

Zum Auftakt der Tagung "Safer Internet Day" in Berlin forderte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner bessere technische Möglichkeiten zum Schutz privater Internetdaten. Man müsse dabei jedoch beachten, dass Nutzer nur solche Angebote annähmen, die ihnen kostenlos zur Verfügung stünden, sagte sie. Man könne zum Beispiel eine Art Verfallsdatum für Dateien wie Fotos oder Videos einrichten. Die CSU-Politikerin fügte hinzu, gleichzeitig dürfe man die Internetnutzer nicht aus der Pflicht entlassen, verantwortungsvoll mit ihren Daten umzugehen.

Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (CSU) (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (CSU) (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)In ihrem Grußwort zum "Safer Internet Day 2011" hatte Aigner zuvor insbesondere ortsbezogene Angebote über Smartphones und Geodatendienste, sowie die geplante Gesichtserkennung eines sozialen Netzwerks bemängelt. Vor diesem Hintergrund benötige man auch rechtliche Regelungen, "welche die Privatsphäre schützen, zugleich sinnvolle Innovationen nicht hemmen und die Pressefreiheit auch für Internetveröffentlichungen wahren".

Auf der Veranstaltung soll erörtert werden, ob technische Lösungen oder Selbstregulierung ausreichend sind oder ob es zum Schutz der Nutzer und ihrer Daten mehr Gesetze braucht.

Erschreckend viele Cyberattacken

Alle zwei bis drei Sekunden findet in Deutschland ein Angriff aus dem Netz statt. Die Folgen dieser Cyberattacken bleiben nicht auf die virtuelle Welt beschränkt. Diese Zahlen hat Innenminister Thomas de Maizière auf der 47. Münchener Sicherheitskonferenz bekannt geben, die am Wochenende stattgefunden hat.

Antiviren-Programme können gegen die Attacken aus dem Netz Abhilfe verschaffen. Doch wenn ein Antiviren-Programm Alarm schlägt, fühlen sich viele Nutzer erst einmal überfordert.

Sicherheitsmängel in Sozialen Netzen

Etwa 27 Millionen Bundesbürger besitzen ein Online-Profil, das heißt, sie haben freiwillig persönliche Daten ins Internet gestellt. Dabei geben immer noch viele Internetnutzer ihre Daten heraus, ohne auf die möglichen Folgen zu achten.

Mehr zum Thema auf dradio.de:

Wie können private Daten im Internet geschützt werden? Diskussion mit Bundesministerin Aigner und Branchenverband BITKOM

Verbrauchertipp: Was tun bei Virenalarm? Zum "Safer Internet Day"

Mit "guten" Viren gegen schlechte Netze - Neue Methode der Botnetz-Bekämpfung entwickelt

Hacker probieren's mit Handys - Viren und Würmer befallen Smarptphones und Tablet-PCs

"I love you" und seine Erben - Computerviren werden immer heimtückischer

"Die Browser-Hersteller haben keine Chance" - Über die Wege der Viren und Würmer

Keine Patentlösung gegen Malware - Fehlalarme von Antivirenprogrammen häufen sich

Virtueller Einbruch - Unentdeckte Sicherheitslücken bedrohen Websurfer

Externe Links:

Eine Tagung des Verbraucherschutzministeriums und des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) zum Thema Technik und Selbstregulierung im Internet - Ansprüche an den modernen Verbraucherschutz

"Um die Freiheit im Internet zu schützen, müssen wir die Möglichkeiten für Missbrauch begrenzen." - Videobotschaft von Ministerin Aigner zum Safer Internet Day 2011

Die Website www.klicksafe.de ist Bestandteil des Safer Internet Programms der Europäischen Union. In Deutschland ist die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien (LfM) Nordrhein-Westfalen mit der Umsetzung beauftragt.
Safer Internet Programm der Europäischen Union

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr

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