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Mitt Romney punktet beim Super Tuesday

Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Republikanern geht weiter

Mitt Romney und seine Frau Ann lassen sich in Boston feiern. (picture alliance / dpa - Cj Gunther)
Mitt Romney und seine Frau Ann lassen sich in Boston feiern. (picture alliance / dpa - Cj Gunther)

Der Kandidat der US-Republikaner für die Präsidentenwahl steht weiter nicht fest. Beim Super Tuesday siegte Exgouverneur Mitt Romney zwar in sieben Bundesstaaten, sein erzkonservativer Konkurrent Rick Santorum bleibt ihm aber auf den Fersen.

Zuletzt wurden die Stimmen im Bundesstaat Alaska ausgezählt, wo die Wahllokale erst um sieben Uhr Mitteleuropäischer Zeit geschlossen hatten. Ergebnis: Mitt Romney gewann auch hier. Damit konnte Romney in sechs Bundesstaaten punkten. Darunter war auch ein knapper Sieg im Bundesstaat Ohio, der besonders umkämpft war. Die weiteren Erfolge gelangen Romney in Massachusetts, Virginia, Vermont und Idaho.

Romneys stärkster Herausforderer, der Konservative Rick Santorum, gewann in drei Bundesstaaten: Oklahoma, Tennessee und North Dakota. Der frühere Präsident des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, war nur in Georgia erfolgreich. Er will aber trotzdem im Rennen bleiben.

Super Tuesday kennt nur Gewinner

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum und seine Frau Karen in Steubenville, Ohio. (picture alliance / dpa - David Maxwell)Rick Santorum spricht in Steubenville, Ohio. (picture alliance / dpa - David Maxwell)Sowohl Romney als auch Santorum ließen sich als Sieger feiern. Santorum sagte bei einem Auftritt in Steubenville in Ohio sagte er: "Wir haben im Westen gewonnen, im Mittelwesten und im Süden und wir sind bereit, überall in diesem Land zu gewinnen." Romney rief seinen Anhängern in Boston (Massachusetts) zu: "Ich stehe bereit, unser Land zum Wohlstand zu führen."

Am Super-Dienstag ging es um mehr als 400 Delegiertenstimmen beim Nominierungsparteitag Ende August in Tampa im Bundesstaat Florida. Dann wird entschieden, wer für die Republikaner gegen Präsident Barack Obama antritt. Dafür sind 1144 Stimmen nötig. Bereits am kommenden Samstag stehen weitere Vorwahlen in den Staaten Alabama, Mississippi und Kansas.

Dann könnte Rick Santorum noch einmal Boden gut machen, glaubt der Politologe Jackson Janes. Denn die Südsaaten gelten als besonders konservativ, erklärte Janes im Deutschlandfunk: "was auf Romney zukommt in den nächsten Tagen ist eine Reihe von Primaries, von Vorwahlen, die in den Südstaaten stattfinden, und da muss er zeigen, dass er dort hier Anziehungskraft ausüben kann, und bisher ist das zweifelhaft."

Präsidentenwahl wird beim Thema Wirtschaft entschieden

Wahlaufkleber mit der Aufschrift "Ich habe gewählt" liegen in einem Wahllokal in Roanoke, Virginia. (picture alliance / dpa - Ryan Stone)Wahlaufkleber mit der Aufschrift "Ich habe gewählt" liegen in einem Wahllokal in Roanoke, Virginia. (picture alliance / dpa - Ryan Stone)Egal, wer bei den Republikanern das Rennen macht - die Entscheidung über den Einzug ins Weiße Haus wird am Ende aufgrund wirtschaftlicher Daten fallen, meint der Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Friedrich Merz. "Und da hat Obama im Augenblick ganz gute Chancen, denn die Wirtschaft in den USA wächst wieder", sagte Merz im Deutschlandradio Kultur.

Auch die "New York Times" hebt in ihrem Kommentar die Bedeutung der Wirtschaft hervor: "Dieses Land steht vor ernsten Wirtschaftsproblemen und vor substanziellen Herausforderungen bei der nationalen Sicherheit. Aber die republikanischen Kandidaten stecken derart tief in ihren kulturellen und religiösen Schützengräben fest, dass sie hierzu keinerlei Lösungen anbieten. Die gestrigen Ergebnisse haben die Auseinandersetzungen nicht befriedigt." Dieser und weitere Kommentare in der internationalen Presseschau im Deutschlandfunk.

Weitere Beiträge auf unserem Portal zur US-WAHL 2012.

Programmhinweis:

Das Ringen der Republikaner - Der US-Wahlkampf nach dem Super Tuesday ist das Thema der Sendung "Zur Diskussion", heute um 19.15 im Deutschlandfunk. Teilnehmer sind Josef Braml, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Crister Garrett, Institut für Amerikanistik an der Universität Leipzig, Wolfgang Ischinger, Botschafter a.D. und Klaus Remme, USA-Korrespondent des DLF.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:48 Uhr

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