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Moody's stuft spanische Banken herab

Auswirkung der schlechten Finanzlage des Landes

Herabgestuft: Die Kreditwürdigkeit zahlreicher spanischer Banken  (picture alliance / dpa)
Herabgestuft: Die Kreditwürdigkeit zahlreicher spanischer Banken (picture alliance / dpa)

Erst das Land, nun die Banken: Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von 28 spanischen Banken herabgestuft. Dies sei eine Folge der schlechteren Bonität Spaniens insgesamt und der geplatzten Immobilienblase.

Das Rating für die Geldhäuser sei um eine bis vier Stufen gesenkt worden, teilte die Ratingagentur in New York mit. Begründet wird der Schritt mit der schlechter werdenden Finanzlage des Landes insgesamt.

Folge der geplatzten Immobilienblase

Gestern hatte die spanische Regierung Europa offiziell um Milliardenkredite aus den Rettungsfonds EFSF und ESM gebeten, um damit auch seine Banken abzustützen. Bereits vergangene Woche hatte Moody's die Bonität Spaniens auf eine Stufe über "Ramschniveau" gesenkt.

Zu der Begründung heißt es weiter, die spanischen Banken seien insgesamt anfällig für Verluste infolge der geplatzten Immobilienblase des Landes.

Vor allem Regionalbanken betroffen

Logo der Ratingagentur Moody's in New York (dpa / picture alliance / Andrew Gombert)Logo der Ratingagentur Moody's in New York (dpa / picture alliance / Andrew Gombert)Zu den betroffenen Geldinstituten zählen die Branchenriesen Banco Santander und BBVA - sie besitzen nach Einschätzung von Moody's nur noch eine befriedigende, keine gute Kreditwürdigkeit mehr.

Vor allem traf die Herabstufung aber zahlreiche kleinere Institute. Mehrere Regionalbanken rutschten auf "Ramschniveau" ab. Diese Marke gilt Investoren als Warnsignal, dass sie Gefahr laufen, ihr Geld zu verlieren. Für diese Banken dürfte es damit noch schwerer und teurer werden, an frisches Geld zu gelangen.

Höhe der Spanien-Hilfen noch unklar

Milliardensummen werden in den kommenden Wochen an die spanische Regierung und an Spaniens Banken fließen, um sie vor der Insolvenz zu retten. Über die Höhe der benötigten Finanzhilfe herrscht noch Unklarheit. Spaniens Zentralbank nennt einen Bedarf von bis zu 62 Milliarden Euro. Die Euroländer stellen Madrid eine Unterstützung von bis zu hundert Milliarden Euro aus dem EU-Rettungsschirm in Aussicht.

Auch die Regierung in Nikosia beantragte inzwischen finanzielle Unterstützung durch die Rettungsfonds EFSF oder ESM. Mit Zypern und Spanien nehmen nun insgesamt fünf Euro-Staaten EU-Hilfen in Anspruch.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:54 Uhr

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