Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Moskau verweigert sich Greenpeace-Prozess

Russland lehnt Zusammenarbeit mit Seegerichtshof ab

Das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" ist von Russland beschlagnahmt worden (picture alliance / dpa)
Das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" ist von Russland beschlagnahmt worden (picture alliance / dpa)

Die russische Regierung will das geplante Verfahren vor dem Internationalen Seegerichtshof um die inhaftierten Greenpeace-Aktivisten blockieren. Geklagt hatten die Niederlande, die die Freilassung der Crew fordern.

<p>Das Außenministerium in Moskau teilte mit, dass die russische Seite das internationale Verfahren nicht anerkenne und auch nicht vorhabe, an den Verhandlungen teilzunehmen. Darüber habe man die Niederlande und den Internationalen Seegerichtshof (ISGH) bereits informiert. <br /><br />Das Ministerium beruft sich darauf, dass Russland das UN-Seerechtsübereinkommen 1997 nur teilweise ratifiziert habe. So habe Moskau damals betont, keine Entscheidungen anzuerkennen, welche die nationale Souveränität einschränkten. Das sieht das Außenministerium für den aktuellen Fall aber gegeben. <br /><br /><papaya:media src="dae2413e4ac940bb9feb0b41d7e8a596" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Der niederländische Greenpeace-Aktivist Mannes Ubels vor russischen Richtern" popup="yes" /></p><p><strong>Niederlande fordern Freilassung der Crew</strong></p><p>Den Haag hatte die Klage eingereicht, weil das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" unter niederländischer Flagge fährt. Außenminister Frans Timmermans forderte am Montag die sofortige Freilassung der 30 Greenpeace-Aktivisten und Begleiter sowie die Freigabe des Schiffs. "Die Niederlande wollen, dass die Besatzung und das Schiff freigelassen werden, solange das Verfahren in Russland läuft", sagte Timmermanns. Der Außenminister hatte das Aufbringen der "Arctic Sunrise" zuvor bereits als "illegal" bezeichnet.<br /><br />Das Greenpeace-Schiff war Mitte September nach einem spektakulären Protest gegen russische Ölbohrungen in der Arktis von Sicherheitskräften geentert werden. Seitdem sind die 30 Männer und Frauen in der russischen Hafenstadt Murmansk inhaftiert und <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="265741" text="wegen angeblich &quot;bandenmäßiger Piraterie&quot; angeklagt" alternative_text="wegen angeblich &quot;bandenmäßiger Piraterie&quot; angeklagt" />. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Eine Greenpeace-Sprecherin sagte, den Inhaftierten gehe es den "Umständen entsprechend gut". Die Organisation gehe davon aus, "dass das Recht siegen wird".<br /><br />Der von Den Haag angerufene Seegerichtshof wird sich voraussichtlich in zwei bis drei Wochen mit dem Fall befassen. Ein Richterspruch wird in etwa vier Wochen erwartet. Das Gericht könnte dann verlangen, dass die Aktivisten vorläufig auf freien Fuß kommen.<br /><br /><em>Mehr zum Thema auf dradio.de:</em><br /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="266002" text="Streit um Greenpeace-Aktivisten" alternative_text="Streit um Greenpeace-Aktivisten" /> - Belastete Beziehung zwischen Niederlande und Russland<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="265455" text="Gefangen jenseits des Polarkreises" alternative_text="Gefangen jenseits des Polarkreises" /><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="263124" text="Russland setzt Greenpeace-Aktivisten fest" alternative_text="Russland setzt Greenpeace-Aktivisten fest" /> - Besatzung der "Arctic Sunrise" in Haft<br /><LI_1871076> Klimaforscher warnen vor eisfreiem Sommer am Nordpol</LI_ 1871076></p>
 

Letzte Änderung: 24.10.2013 23:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 03:05 Uhr Weltzeit

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Marketing in Sozialen MedienSchleichwerbung durch Internetstars?

YouTuberin Bianca "Bibi" Heinicke posiert mit einem Smartphone (picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB)

Klassische Werbespots – das war einmal. Die Marketingbranche setzt auf junge Internetstars, die bei YouTube oder Instagram teils über Millionen Follower haben. Das Ziel: Produkte gezielt zu platzieren. Welche Gelder fließen, bleibt aber oft ein Geheimnis.

Digitale Lernspiele auf der Gamescom Das spielende Klassenzimmer

Little girl using sitting tablet, sitting on couch model released Symbolfoto property released PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY HAPF01486 Little Girl Using Sitting Tablet Sitting ON Couch Model released Symbolic image Property released PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY HAPF01486 (imago stock&people)

Ein Thema auf der Gamescom ist das sogenannte Edutainment. Auf der Spielemesse werden verschiedene Computerspiele vorgestellt, mit welchen Kinder spielend lernen - ohne es zu merken. Dabei steht nicht nur Rechnen auf dem Programm, sondern auch Vokabeln lernen oder die Koordination.

Netflix, Virgin und Co. Wer von unbegrenztem Urlaub profitiert

Ein Strandkorb am Strand von Ahrenshoop,vor einem Haus mit Reetdach und malerischer Strandkulisse. (picture alliance / dpa / Jens Büttner)

Netflix oder Virgin bieten an, wovon viele Arbeitnehmer träumen: Unbegrenzten Urlaub. Der Freizeitforscher Ulrich Reinhardt schätzt ein, was Vor- und Nachteile an so einem Angebot sind und wer eigentlich meisten davon hat.

GleichberechtigungIn Sachsen-Anhalt verdienen Frauen mehr als Männer

Eine Frau erklärt eine mittels Beamer an die Wand projizierte Statistik. (picture-alliance / Tobias Kleinschmidt)

Frauen verdienen in Deutschland weniger als Männer. Die Lohnlücke beträgt 21 Prozent, auch bedingt durch Teilzeitarbeit. Doch es gibt Ausnahmen: So bekommen in Sachsen-Anhalt Frauen statistisch gesehen mehr Geld für ihre Arbeit als Männer - warum?

Mediziner und Autor Michael de RidderKämpfer für ein selbstbestimmtes Leben und Sterben

Michael de Ridder in einem Studio von Deutschlandradio Kultur (Deutschlandradio / Matthias Horn)

Er gilt als wortmächtiger Querdenker seiner Zunft: Michael de Ridder betreute Drogenabhängige mit dem ersten Berliner Arztmobil. In seinen Büchern beschäftigt der Mediziner sich mit Sterbehilfe, Pflegenotstand oder der Verschwendung im Gesundheitswesen.

Windenergie Erster Windpark Deutschlands wird 30

Dieter Haack ist 1987 als Monteur bei der Eröffnung dabei und heute Prokurist des Windparks (Deutschlandradio/Johannes Kulms)

Keimzelle des Booms: 1987 wurden 30 Anlagen des Windenergiepark Westküste in Schleswig Holstein feierlich in Betrieb genommen. Die alten Anlagen haben längst ausgedient und vier modernen und leistungsfähigeren Rotoren Platz gemacht. Doch von den alten Rädern "lernten" Ingenieure Windenergie.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Venezuela  Abgesetzte Staatsanwältin wirft Maduro Korruption vor | mehr

Kulturnachrichten

Hausarrest für Serebrennikov  | mehr

 

| mehr