Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Neue EU-Richtlinien zu Arbeitszeit und Zeitarbeit

Arbeitsminister Scholz begrüßt Kompromiss

Ein Fensterputzer bei seiner Arbeit in schwindelnder Höhe (AP Archiv)
Ein Fensterputzer bei seiner Arbeit in schwindelnder Höhe (AP Archiv)

Die EU-Staaten haben sich nach jahrelangem Streit auf Richtlinien für die Arbeitsbedingungen in Europa geeinigt. Die Arbeitsminister der 27 Mitglieder verständigten sich in der vergangenen Nacht in Luxemburg auf Neuregelungen zu Höchstarbeitszeiten und zur Zeitarbeit.

Danach bleibt es grundsätzlich bei einer maximalen Arbeitszeit von 48 Stunden pro Woche. Diese kann aber unter bestimmten Bedingungen bis auf 65 Wochenstunden erhöht werden, bisher waren es 78 Stunden. Dieser Passus war vor allem Großbritannien wichtig, da dort bei hoher Arbeitslast mehr gearbeitet wird, diese Zeit später dann als Freizeitausgleich gewährt wird.

Bei der umstrittenen Frage, wie der Bereitschaftsdienst etwa von Krankenhausärzten zu werten ist, wurde folgender Kompromiss getroffen. Die Bereitschaftszeit wird nicht als Ruhezeit gewertet, Arbeitszeit ist sie aber nur dann, wenn dies in den Landesgesetzen festgeschrieben ist oder entsprechende Regelungen der Sozialpartner vorliegen.

Zeitarbeiter sollen künftig vom ersten Arbeitstag an Festangestellten rechtlich gleichgestellt werden.

Über die neue Richtlinie wurde seit 2002 verhandelt. Die jetzt gefundene Einigung muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden. Spanien, Belgien, Zypern, Griechenland und Ungarn haben bereits angekündigt, noch Änderungswünsche durchsetzen zu wollen.

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz begrüßte den Kompromiss. Er betonte, durch das neue Regelwerk werde sich in Deutschland nicht viel ändern.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:29 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Fazit

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Klangkunst

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Nach Dresdener RedeHöcke soll nicht mehr als Lehrer arbeiten dürfen

Der AfD-Politiker Björn Höcke. (imago / Steve Bauerschmidt)

Politiker von der SPD, CDU und Grünen fordern, dass Björn Höcke in Zukunft nicht mehr als Lehrer arbeiten darf. Grund ist seine Rede in Dresden am Dienstagabend. Der AfD-Politiker ist wegen seiner Abgeordnetentätigkeit im thüringischen Landesparlament zur Zeit von seinem Lehrberuf in Hessen beurlaubt.

MenstruationDer Kampf gegen ein uraltes Tabu

Blut auf weißer Fläche (picture alliance / dpa / Fritz Schumann)

Bis heute schweigen viele junge Frauen über ihre Periode. Laut einer Studie spricht nur eine von fünf Frauen mit ihrem Partner über ihre Menstruation. Unter dem Motto "period positivity" melden sich jedoch immer mehr Frauen zu Wort und sprechen offen über ihre Erfahrungen.

Reaktionen der US-KunstszeneKunst statt Trump

Museumsbesucher betrachten ein Bild der US-Künstlers Jackson Pollock, Titel: "Blue Poles" (1952) (picture alliance / dpa / EPA / Andy Rain)

Morgen wird Donald Trump als neuer Präsident der USA vereidigt. Das linksliberale Kunstpublikum bleibt den Feierlichkeiten demonstrativ fern. Museen bieten Sonderveranstaltungen und freien Eintritt. Ein Überblick.

"Yolocaust" von Shahak ShapiraSelfies am Holocaust-Mahnmal

Italienische Touristinnen machen am Holocaust-Denkmal in Berlin ein Selbstporträt mit einem "Selfie-Stick". (picture alliance / dpa/ Felix Zahn)

Darf man am Holocaust-Mahnmal in Berlin lustige Fotos schießen? Der Satiriker Shahak Shapira hat mit der Aktion "Yolocaust" darüber eine Debatte angestoßen. Der Zuspruch ist enorm - aber auch skeptische Stimmen werden laut. Wir haben uns umgesehen.

Antilopen Gang und Fehlfarben"Das hier ist Musik für Freaks"

Die Hip-Hop-Band Antilopen Gang aus Aachen und Düsseldorf. (picture alliance / JKP / Schermer / dpa)

Das neue Album der Antilopen Gang weist nicht nur mit dem Namen "Anarchie und Alltag" auf ein legendäres Album der Fehlfarben hin. Was die Hip-Hop-Gruppe und die Düsseldorfer Punkveteranen eint und warum auf die Fressen hauen manchmal besser ist als ständig zu reden.

Journalismus"The Young Turks" versus Donald Trump

"The Young Turks": Jayar Jackson, Praveen Singh, Gründer Cenk Uyger und Jesus Godoy im Washington (Imago)

Mit Donald Trump als Präsident wird sich für sie vieles verändern, befürchten nicht wenige Journalisten in den USA. Die Macher des Online-Nachrichten-Formats "The Young Turks", haben davor keine Angst. Ihr Gründer - ein US-Bürger mit türkischen Wurzeln- rät allen Medienmachern, sich vor dem neuen US-Präsidenten bloß nicht wegzuducken.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Anis Amri  Deutschland übermittelte laut Tunesien falschen Namen | mehr

Kulturnachrichten

Sängerin des Welthits "Lambada" ist tot  | mehr

Wissensnachrichten

Indonesien  Tierschützer prangern "Horror-Zoo" an | mehr