Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Neue Runde zum Atomprogramm

Internationale Verhandlungen mit dem Iran gehen weiter

Irans Präsident Hassan Rohani (AFP / Emmanuel Dunand)
Irans Präsident Hassan Rohani (AFP / Emmanuel Dunand)

Kurz vor dem Start der neuen Verhandlungsrunde haben die USA den Druck auf den Iran erhöht. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter forderte schnelle, konkrete Schritte, anderenfalls seien neue Sanktionen möglich.

"Wir wollen eine erste Phase, einen ersten Schritt, eine anfängliche Übereinkunft sehen, die das iranische Atomprogramm daran hindert, voranzukommen und es erstmals seit Jahrzehnten zurückschraubt", so einer der US-Vertreter bei den Gesprächen in Genf.

Nach Informationen der israelischen Regierung soll bei dem zweitägigen Treffen ein konkreter Vorschlag auf den Tisch kommen. Demnach will der Iran auf die Urananreicherung verzichten, wenn die westlichen Länder im Gegenzug Sanktionen aufheben. Der Anreicherungsprozess bereitet dem Westen die größte Sorge, weil mit hochangereichertem Uran Atomwaffen hergestellt werden können. Und es wird vermutet, dass der Iran im Geheimen an Atombomben arbeitet.

Rohani unter Druck

Innerhalb kurzer Zeit kommen nun schon zum zweiten Mal Vertreter des Irans mit denen der fünf Vetomächte im UNO-Sicherheitsrat und Deutschlands zusammen. Das vorausgegangene Treffen Mitte Oktober hatten alle Seiten als konstruktiv bezeichnet. Die iranische Delegation legte unter anderem einen Dreistufenplan zur Lösung des Konflikts vor. Was genau dieser vorsieht, wurde nicht bekannt.

Seit seiner Wahl hatte Irans neuer Präsident Hassan Rohani eine Reihe von versöhnlichen Signalen gegeben. Im eigenen Land steht er unter Druck. Zum einen, weil die Menschen unter den wirtschaftlichen Strafmaßnahmen des Westens leiden. Zum anderen wird er von seinen Gegnern wegen seines pro-westlichen Kurses kritisiert.


Mehr auf dradio.de:

"Es gibt ein paar Indizien, die klarmachen, dass die Iraner das ernst meinen" - Grünen-Politiker Nouripour zu Verhandlungen über iranisches Atomprogramm
Rohani "kann gar nicht so frei handeln" - Politikwissenschaftler Kaim dämpft zu hohe Erwartungen an Verhandlungen mit Iran
Iran hofft auf ein Ende der Sanktionen - Verhandlungen mit den UN-Vetomächten und Deutschland über Atomprogramm

 

Letzte Änderung: 11.11.2013 23:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 23:57 Uhr National- und Europahymne

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 23:05 Uhr Fazit

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

#PiU05Schafft die CDU die Wende?

Puderzucker wird über eine "CDU-Waffel" beim Tag der offenen Tür am 04.07.2015 im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin gestreut. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Die CDU hat sich in den zwölf Jahren der Kanzlerschaft von Angela Merkel weiterentwickelt. Im September will sie bei den Wählern mit Humanität und Härte gegenüber geflüchteten Menschen punkten.

Trump-Beraterin über "alternative Fakten"Eine Lüge ist eine Lüge

Kellyanne Conway mt ihrem Boss Donald Trump (picture alliance / dpa / Chris Kleponis)

"Alternative Facts", diese Sprachschöpfung von Trump-Beraterin Kellyanne Conway, birgt Sprengstoff in sich. Wenn eine Regierung, zumal die der letzten Supermacht, Tatsachen nicht mehr anerkennt, dann sei große Gefahr im Verzug, findet unser Kommentator Marco Bertolaso. Er sieht die Medien gefordert, aber auch Bundeskanzlerin Merkel.

BierbrauenEin kühles Blondes vom Mond

Auf lange Sicht könnte es auf unserem Planeten etwas eng werden, wenn sich die Menschheit weiterhin so rasant vermehrt wie in den letzten 100 Jahren. Die Weltbevölkerung wächst pro Tag um rund 230.000 Menschen an. Gut, wenn wir dann in der Lage wären, auf dem Mond Brot zu backen oder frisches Bier zu brauen.

Trump und die deutsche WirtschaftMichael Fuchs (CDU): "Trump wird die Zusammenarbeit nicht abschaffen"

Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Michael Fuchs (dpa / picture alliance / Michael Kappeler )

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs geht davon aus, dass die Handelsbeziehungen zu den USA fortbestehen werden. Er glaube nicht, dass Präsident Trump hohe Zölle auf deutsche Einfuhren verhängen werde, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Deutschlandfunk: "Am Ende des Tages wird Vernunft einkehren."

Beginn der Ära TrumpMit Shakespeare gegen Trump

William Shakespeare als Wachsfigur (picture alliance / dpa / Foto: Jens Kalaene)

Wir reiben uns noch immer die Augen! Der neue König hat den Thron bestiegen. Seine Kumpane und seine Familie sind in Position gebracht, die Rivalen liegen im Staub. Wie kann man das begreifen? Vielleicht mit Shakespeare?

Trump und die Medien"Es ist klar, dass sie Unwahrheiten gesagt haben"

US-Präsident Donald Trump während einer Rede im CIA-Hauptquartier (imago / Olivier Douliery)

"Damit kommen wir klar", sagte der Präsident der Korrespondenten-Vereinigung im Weißen Haus, Jeff Mason, mit Blick auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump und dessen Umgang mit der Presse. Aufgabe der Journalisten sei es, sich weiter an die Fakten zu halten. Auch wenn Trump und sein Team das selbst nicht immer täten.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Afghanistan  Proteste in Frankfurt gegen Abschiebungen | mehr

Kulturnachrichten

Deutscher Bühnenverein wählt neuen Präsidenten  | mehr

Wissensnachrichten

Invasive Arten  Leipziger Zoo verfüttert seine Hirsche an Raubtiere | mehr