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Neues Ermittlungsverfahren im Fall Buback

Harms: Verdacht gegen RAF-Terrorist Wisniewski

Ein Polizeifahndungsfoto von 1978 zeigt den damaligen RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. (AP)
Ein Polizeifahndungsfoto von 1978 zeigt den damaligen RAF-Terroristen Stefan Wisniewski. (AP)

Generalbundesanwältin Monika Harms hat gegen den ehemaligen RAF-Terroristen Stefan Wisniewski ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Harms sagte in Karlsruhe, gegen Wisniewski bestehe der Anfangsverdacht, an der Ermordung des ehemaligen Generalbundesanwalts Siegfried Buback im April 1977 beteiligt gewesen zu sein.

Die Bundesanwaltschaft geht aber weiterhin davon aus, dass die ehemaligen Terroristen Christian Klar und Knut Folkerts an dem tödlichen Attentat auf Buback beteiligt waren. Harms betonte, Klar sei nicht als Schütze, sondern als Mittäter verurteilt worden. An dieser Bewertung ändere sich zunächst nichts. Außerdem gebe es keine Erkenntnisse darüber, dass Verfassungsschutz und Bundeskriminalamt Informationen zurückgehalten hätten, betonte Harms.

Die Leiche von Generalbundesanwalt Siegfried Buback liegt nach dem Attentat am 7. April 1977 auf dem Pflaster in Karlsruhe. (AP)Nach dem Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback, 7. April 1977 in Karlsruhe (AP)

Boock entlastet Klar

In den vergangenen Tagen hatte es neue Hinweise im Buback-Mord gegeben. So hat der ehemalige RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock gesagt, nicht der noch inhaftierte Christian Klar, sondern Stefan Wisniewski sei an der Tat beteiligt gewesen. Auch Folkerts soll nach Angaben von Boock nicht an der Durchführung des Anschlags teilgenommen haben.
Die Ex-Terroristin Verena Becker soll Medieninformationen zufolge gegenüber dem Verfassungsschutz gesagt haben, dass Wisniewski die Schüsse auf Buback und seine beiden Begleiter abgegeben hat.

Wisniewski war nach dem Mord an Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977 zu lebenslanger Haft verurteil worden. Seit 1999 befindet sich Wisniewski wieder auf freiem Fuß.

Programmtipp: Am Donnerstag um 9:07 Uhr befasst sich das Radiofeuilleton im Deutschlandradio Kultur mit der Frage: "Vergangenheitsbewältigung - Haben wir uns zu wenig mit der RAF beschäftigt?" Dazu ein Gespräch mit Gerd Koenen, Historiker & Publizist



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:22 Uhr

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