Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

New York verschärft Waffengesetz drastisch

Weitere Tote und Verletzte bei Schießereien

In New York nicht mehr erlaubt: Der Verkauf von Sturmgewehren wie hier in einem Waffengeschäft in Tucker im US-Bundesstaat Georgia (picture alliance / dpa / Erik S. Lesser)
In New York nicht mehr erlaubt: Der Verkauf von Sturmgewehren wie hier in einem Waffengeschäft in Tucker im US-Bundesstaat Georgia (picture alliance / dpa / Erik S. Lesser)

Der Bundesstaat New York macht Ernst mit der Waffengesetz-Reform: Er hat das schärfstes Gesetz der USA verabschiedet. Die Gewaltserie an US-amerikanischen Bildungseinrichtungen reißt unterdessen nicht ab.

Bei einer Schießerei auf einem College-Gelände der Stadt Hazard im US-Bundesstaat Kentucky wurden zwei Menschen getötet. Ein Jugendlicher wurde verletzt. Laut der Polizei haben sich zwei Verdächtige gestellt. Auch an einer Wirtschaftsschule in Missouri kam es zu einem Schusswechsel mit zwei Verletzten.

In den Vereinigten Staaten wird seit dem Amoklauf von Newton über eine Verschärfung der Waffengesetze diskutiert. Dabei stehen sich Reformer wie Barack Obamas demokratische Regierung und Waffenlobbyisten unversöhnlich gegenüber. Auch die Republikaner lehnen Einschränkungen ab. Obama will heute seine Pläne für ein schärferes Waffenrecht vorstellen - eine Vorlage für die US-Bundesstaaten, die in den USA über die Waffengesetzgebung entscheiden.

New York: Keine Sturmgewehre an Privatleute

Als erster Bundesstaat setzt New York jetzt strengere Regelungen in Kraft: Senat und Repräsentantenhaus des Bundesstaates verabschiedeten innerhalb von 24 Stunden das bislang schärfste Waffengesetz der USA. Privatleute dürfen keine Sturmgewehre mehr erwerben. Magazine dürfen maximal sieben Schuss enthalten. Patronenkäufer müssen eine Zulassungsprüfung durchlaufen, und ein Schnellmeldesystem soll anzeigen, wenn jemand auffällig viele Kugeln erwirbt.

Waffenlobby gibt sich empört, religiöse Verbände fordern Verschärfung

Gibt sich enttäuscht von der US-Regierung: David Keene, Präsident der National Rifle Association (NRA) (picture alliance / dpa / Michael Reynolds)Die National Rifle Association (NRA) - hier deren Präsident David Keene - ist empört (picture alliance / dpa / Michael Reynolds)Die mächtige US-Waffenlobby kritisierte die Verschärfung der Waffengesetze in New York postwendend. "Die National Rifle Association und ihre New Yorker Mitglieder sind empört über das drakonische Waffengesetz, dass jetzt durchgepeitscht wurde", heißt es in einer Erklärung der Organisation. Die Regelung werde aber nichts nützen: "Diese Waffenkontrollgesetze haben in der Vergangenheit versagt und sie werden auch weiter keinen Einfluss auf Sicherheit und Kriminalität haben." Effektiver sei es, die "Kontrollen auf Geisteskrankheit und den Kampf gegen Kriminelle" zu verschärfen.

Dagegen verlangten 40 religiöse Verbände verschärfte Schusswaffengesetze. Jeder Käufer müsse sich einer Personenüberprüfung unterziehen, heißt es in einem Appell, der unter anderem von katholischen, jüdischen und islamischen Organisationen unterzeichnet wurde. Schusswaffengewalt füge der amerikanischen Gesellschaft Leid zu, das nicht akzeptiert werden könne.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:04 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 02:30 Uhr Lesezeit

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

ImmobilienkaufDamit die Traumwohnung nicht zum Albtraum wird

"Hier entstehen exklusive Eigentumswohnungen" steht auf einem Werbebanner im Bezirk Mitte in Berlin. (picture alliance / dpa / Foto: Wolfram Steinberg)

Die Traumwohnung ist gefunden. Die Lage stimmt, der Preis. Damit das so bleibt, gilt es aber, genauer hinzuschauen. Vor allem in das Wohnungseigentumsgesetz, die Teilungserklärung und die Protokolle. Letztere geben nicht nur Auskunft über die laufenden Kosten, sondern auch über das soziale Miteinander im Haus.

Margarethe von Trotta wird 75"Sie hat Filme gemacht, die uns alle begleitet haben"

Die Regisseurin Margarethe von Trotta posiert am 14.10.2016 in Köln auf dem roten Teppich beim International Film Award NRW im Rahmen des Film Festival Cologne. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Freu dich, dass du so schöne Filme gemacht hast: Das wünscht Jeanine Meerapfel der Regisseurin Margarethe von Trotta zum 75. Geburtstag. "Die bleierne Zeit" und "Rosa Luxemburg" seien wichtig und unvergessen, so die Präsidentin der Akademie der Künste in Berlin.

BUZZFEED-INITIATIVE GEGEN FILTERBLASENDas Denken der Anderen

Wir alle leben in einer Onlinefilterblase, in der uns nur noch die Wahrheiten auf unserer Timeline erreichen, die unser Weltbild bestätigen. Das Onlinemagazin Buzzfeed will das ändern und hat mit "Outside Your Bubble" ein Tool entwickelt, das Lesern einen Blick über den Tellerrand ermöglichen soll.

Microsoft-Gründer Bill Gates"Auf eine Pandemie sind wir am wenigsten vorbereitet"

Microsoft-Gründer Bill Gates während der Münchner Sicherheitskonferenz. (dpa-Bildfunk / Matthias Balk)

Drei Szenarien machen Microsoft-Gründer Bill Gates Angst: Ein Atomkrieg, eine Pandemie und der Klimawandel. Die Ausbreitung einer Krankheit über Kontinente hinweg bereite ihm aber am meisten Sorgen, sagte Gates im Deutschlandfunk. Denn darauf sei die Weltgemeinschaft am wenigsten vorbereitet. Und auch die neue US-Regierung beunruhige ihn.

SPD-Arbeitsmarktpolitik"Die Agenda 2010 wird nicht in Frage gestellt"

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel. (imago / Jens Jeske)

Eine Abkehr von den umstrittenen Arbeitsmarktreformen ist es nicht: Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hält aber Korrekturen an der Agenda 2010 des früheren Bundeskanzlers Schröder für notwendig. Es habe Nebenwirkungen gegeben, die sich in den vergangenen Jahren verschärft hätten, sagte er im DLF.

Strukturen oder PersonenWer macht Geschichte?

Büste Napoleons (deutschlandradio.de / Annette Riedel)

Sind gesellschaftliche Strukturen entscheidend für den Gang der Geschichte? Oder schreiben doch die "großen Männer" Geschichte, wie Napoleon und jetzt Trump mit seinen vielen Dekreten? In einer Persönlichkeit verdichten sich Tendenzen einer Zeit, meint der Historiker Thomas Brechenmacher.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Heimatschutzministerium  USA verschärfen Abschieberegeln | mehr

Kulturnachrichten

Grütters fordert neue Debatte über Denkmalkultur  | mehr

Wissensnachrichten

Lebensmittel-Test  Schmeckt Nutella in Ungarn schlechter? | mehr