Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Niebel: Mehr Zusammenarbeit von Militär und Helfern

Entwicklungsminister zu Besuch in Afghanistan

Die Bundeswehr in Afghanistan
Die Bundeswehr in Afghanistan

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hält sich zu einem Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul auf. Dort will sich der FDP-Politiker vor allem über Projekte informieren, die mit deutschen Mitteln finanziert wurden.

Beim Wiederaufbau des Landes sei bisher Hervorragendes geleistet worden, sagte Niebel im Deutschlandfunk. Er hoffe, dass deutlich werde, dass die Bundesregierung einen Strategiewechsel am Hindukusch vollziehe. Der Schwerpunkt liege nun auf dem zivilen Aufbau. Allerdings könne man mit der Entwicklungspolitik allein keinen Frieden in Afghanistan schaffen. Deshalb hatte er sich für eine enge Zusammenarbeit von Militär und Entwicklungshilfe ausgesprochen.

Niebel verteidigte zugleich das Programm zur Wiedereingliederung gemäßigter Taliban in die Gesellschaft. Dies sei der einzige Weg in eine friedliche Zukunft.

Entwicklungszusammenarbeit auf dem Prüfstand

Der Vorstoß von Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP), die Zuständigkeiten für die deutsche Entwicklungshilfe neu zu ordnen, hat eine Diskussion ausgelöst. Unions-Fraktionsvize Christian Ruck begrüßte im Deutschlandfunk den Ansatz, Vorgänge in der Entwicklungspolitik zu straffen, zu bündeln und zu vereinfachen.

Die Zusammenlegung der technischen und finanziellen Zusammenarbeit, wie sie Entwicklungsminister Dirk Niebel plant, wird vom Grünen-Politiker Uwe Kekeritz im Deutschlandfunk begrüßt. Er hoffe, dass damit die Effizienz erhöht und Synergieeffekte genutzt werden könnten.

Der Vorsitzender der Hilfsorganisation Grünhelme, Rupert Neudeck, fordert im Deutschlandfunk, dass Entwicklungshilfe weiterhin ohne eine Bindung an die Bundeswehr geleistet werden kann.

"Ich habe mich nicht zu verteidigen", Entwicklungshilfeminister Niebel über das Stellenkarusell in seinem Ministerium.

Ansichten von innen

Marc Lindemann gibt in "Unter Beschuss" eine Bestandsaufnahme über den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Marc Thörner zeigt in "Afghanistan-Code", wie vielschichtig die Situation am Hindukusch ist. Es sind zwei Bücher mit zwei Ansichten.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 08:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 08:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

James-Bond-DarstellerRoger Moore ist tot

Roger Moore 1983 als James Bond in dem Film "Octopussy" (dpa / picture alliance / Goldschmidt)

Bekannt wurde Roger Moore als James-Bond-Darsteller. Nun ist er im Alter von 89 Jahren gestorben. In Erinnerung bleiben auch Fernsehserien wie "Maverick" und vor allem "The Saint", in der er als Superheld Simon Templar die Welt rettete.

Neue TheorieWiege des Menschen könnte in Europa liegen

Madelaine Böhme vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen hält am 22.05.2017 in Tübingen (Baden-Württemberg) bei der Präsentation zweier Funde des Hominiden Graecopithecus freybergi, einen der beiden Funde, einen Unterkiefer, in der Hand.  (picture alliance / dpa - Marijan Murat)

Schon vor mehr als 150 Jahren vermutete der britische Naturforscher Charles Darwin die Wiege der Menschheit in Afrika. Zwar gab es seitdem auch einige Frühmenschenfunde in Asien, jedoch kamen die wichtigen Fossilien früher Menschen überwiegend aus Afrika. 

PilzeBloß nicht kochen oder frittieren

Grillen, frittieren, kochen oder dampfgaren - es gibt zig Möglichkeiten, Pilze zuzubereiten. Dabei geht es nicht nur um den Geschmack. Die Art der Zubereitung hat auch Einfluss auf den Nährstoffgehalt.

Nahost-Konflikt"Was Trump anbietet, ist oberflächlich"

Moshe Zimmermann im Gespräch. (dpa / Martin Schutt)

Der israelische Historiker Moshe Zimmermann setzt wenig Hoffnungen in den Vorstoß des US-Präsidenten, im Nahost-Konflikt zu vermitteln. Donald Trump denke immer, Dinge seien einfach, und entdecke dann die Schwierigkeiten, sagte Zimmermann im DLF. Unerwartet sei allerdings Trumps Kompromissbereitschaft gegenüber den Palästinensern.

Debatte um die deutsche LeitkulturDas Grundgesetz ist kein Götze

Eine Ausgabe des Grundgesetzes, fotografiert am 04.11.2015 in Berlin. Foto: Jens Kalaene/dpa (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

"Es gilt das Grundgesetz!" - Mit diesem Verweis wollen Kritiker die manchmal etwas ermüdende Debatte um die Leitkulturthesen von Thomas de Maizière auf dem kurzen Dienstweg beenden. So einfach ist das aber nicht, meint unser Autor Boris Kalbheim.

PriesternachwuchsBeten bringt mehr Klicks als Sex

Die Berliner Journalistin Valerie Schönian und der Priester Franziskus von Boeselager stehen am 08.12.2016 in der St. Pantaleon Kirche in Münster-Roxel. (Bild: dpa / Guido Kirchner) (dpa / Guido Kirchner)

Eine junge Atheistin begleitet ein ganzes Jahr lang einen katholischen Pfarrer durch seinen Alltag und bloggt darüber. Jetzt ist das Projekt "Valerie und der Priester" zu Ende. Die Medienresonanz war groß, Pfarrer Franziskus hat viele neue Fans - und blieb doch in einer katholischen Sonderwelt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Manchester  Höchste Terrorwarnstufe in Großbritannien | mehr

Kulturnachrichten

Durchsuchungen bei Regisseur Serebrennikow  | mehr

 

| mehr