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"No Country for Old Men" ist Bester Film des Jahres

Oscars zum 80. Mal vergeben

Die Brüder Ethan und Joel Coen räumten ab. (AP)
Die Brüder Ethan und Joel Coen räumten ab. (AP)

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles hat zum 80. Mal die Oscars vergeben. In Hollywood wurde der Western-Thriller "No Country for Old Men" als Bester Film ausgezeichnet. Auch in den beiden Kategorien Regie und adaptiertes Drehbuch war die Produktion der Brüder Joel und Ethan Coen erfolgreich.

Bei dem Film handelt es sich um eine Romanadaption, die sich in Form eines Westerns mit dem Gründungsmythos der USA auseinandersetzt. Der Film ist ab Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen.

Für seine Darstellung eines Ölbarons in dem Drama "There Will Be Blood" erhielt der britische Schauspieler Daniel Day-Lewis zum zweiten Mal den Oscar als Bester Darsteller.

Die Französin Marion Cotillard wurde für ihre Verkörperung der Edith Piaf in dem Film "La vie en rose" als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Javier Bardem küsst seinen Oscar für die beste männliche Nebenrolle. (AP)Javier Bardem küsst seinen Oscar für die beste männliche Nebenrolle. (AP)Bester männlicher Nebendarsteller war nach Ansicht der Akademie der Spanier Javier Bardem als Serienkiller in "No Country for Old Men", Beste weibliche Nebendarstellerin die Engländerin Tilda Swinton als einsame Karrierefrau in dem Film "Michael Clayton". Der Film ist der Regie-Erstling des Amerikaners Tony Gilroy.

Deutsch-österreichische Koproduktion wird Bester fremdsprachiger Film

Weitere Oscars erhielten der Trickfilm "Ratatouille" sowie als Bester fremdsprachiger Film die deutsch-österreichische Koproduktion "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky. Seine Geschichte spielt im KZ Sachsenhausen und basiert auf den Erinnerungen eines Beteiligten, der den Wahnsinn einer Spezialoperation überlebt hat. Im großen Stil wollte die SS Pfund- und Dollarnoten drucken und zog dazu in einer vergleichsweise luxuriös eingerichteten Baracke Falschgeldspezialisten der kriminellen Szene zusammen. Der Film erzählt eine Geschichte vom Überleben mit prallen Genre-Figuren aus dem Gangstermilieu.

Feuilletons loben Film der Coen-Brüder

Mit ihrem neuen Film sind die Coen-Brüder besser denn je. Ein Meisterwerk hätten die Regisseure mit dem Streifen "Kein Land für alte Männer" geschaffen, urteilte die "Welt am Sonntag". Aus Cormac McCarthys gleichnamigem Roman machten Ethan und Joel Coen ihren bislang besten Film, der die Machtlosigkeit des Guten thematisiert. Auch die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" lobt die Filmemacher. Mit der Verlangsamung des Thrillergenres kehrten die beiden Brüder zu ihren Anfängen zurück. Allein wegen eines einzigen Filmmoments hätten sie einen Oscar verdient.

Nach Meinung des Filmkritikers Jörg Taszman zeigt die Auswahl für den Besten Film, dass das klassische Blockbuster-Kino in Hollywood ausgedient hat. In dem Zusammenhang gewinne der europäische Film immer mehr an Einfluss, sagte Taszman im Deutschlandradio Kultur. (Text/ MP3-Audio)

Mehr als eine Milliarde Menschen fiebert jedes Jahr der Verleihung des wichtigsten und ältesten Filmpreises der Welt entgegen. Einmal im Jahr sind die Schönen und Reichen der Filmmetropole Hollywood vollständig versammelt, um die besten Filme des Jahres mit der begehrten Trophäe auszuzeichnen. Danach klingelt für die prämierten Filme noch einmal die Kasse. (Lange Nacht: Und der Oscar geht an... - 80 Jahre Filmgeschichte)


Programmtipp: In "Fazit, Kultur vom Tage" (23.05 Uhr, Deutschlandradio Kultur) geht es nochmals um die Oscars.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:28 Uhr

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