Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Nordiren wählen Regionalparlament

Hoffnung auf dauerhafte Aussöhnung zwischen Protestanten und Katholiken

Ian Paisley könnte Regierungschef werden.
Ian Paisley könnte Regierungschef werden. (AP)

In Nordirland hat die Wahl eines neuen Regionalparlaments begonnen. Insgesamt sind mehr als 1,1 Millionen Nordiren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahl gilt als erster Schritt zur Wiedereinsetzung einer gemeinsamen Regierung aus pro-irischen Katholiken und pro-britischen Protestanten.

Ende Januar hatte die Katholiken-Partei Sinn Fein den Weg für eine gemeinsame Regierung mit den Protestanten frei gemacht. Protestanten und Katholiken hatten nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 eine gemeinsame Regionalregierung gebildet, die jedoch 2002 auseinanderbrach. Seitdem steht die Krisenprovinz wieder unter Verwaltung Großbritanniens.

Sollte es nach der Wahl zu keiner Einigung auf eine neue Regierung kommen, hat die britische Regierung angedroht, die Provinz wieder ausschließlich von London aus zu verwalten. Allerdings hat sie Ultimaten in der Vergangenheit mehrfach verstreichen lassen. Stärkste Kraft unter den 108 Abgeordneten dürfte die Democratic Unionist Party (DUP) des protestantischen Pfarrers Ian Paisley werden. Einer Umfrage zufolge kann sie mit 24,9 Prozent der Stimmen rechnen. Die IRA-nahe Sinn Fein kommt demnach auf 21,7 Prozent, dicht gefolgt von der gemäßigteren katholischen Social Democratic and Labour Party (SDLP) mit 20,2 Prozent. Die gemäßigtere Partei der Protestanten, die Ulster Unionist Party (UUP), käme mit 15,7 Prozent nur auf Platz vier. Viele Wähler zeigten sich allerdings noch unentschlossen.

Die Wahllokale schließen um 22 Uhr Ortszeit. Ergebnisse werden deshalb erst für Donnerstag und Freitag erwartet.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:21 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 05:05 Uhr Informationen am Morgen

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 08:20 Uhr Frühkritik

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

KundenspionageUS-Geschäfte sammeln Käuferdaten

Passanten tragen in der Münchner Innenstadt ihre Einkäufe.

Im Internethandel lassen sich Kundenwege leicht nachvollziehen. Aber auch im Geschäft kann das Mobiltelefon geortet werden. Kurz darauf blinkt bereits Werbung oder ein Gutschein auf dem Display. Klingt nach "Big Brother" - ist in den USA aber schon Realität.

Archäologie und NationalgefühlAphrodite in Gaza

Ein Tag am Strand von Gaza, Juni 2009

Ägypter, Babylonier, Perser und Griechen - sie waren alle haben im heutigen Gazastreifen ihre Spuren hinterlassen. Darum ist das Gebiet eines der archäologisch reichsten Orte des Nahen Ostens. Ein noch junges Museum am Strand könnte auch dem Friedensprozess dienen.

Irak"Wir brauchen alles außer Truppen"

Dableiben oder Fliehen? Kämpfen? Und wenn ja: Wie? Drei Jahre herrscht bereits Bürgerkrieg in Syrien - und immer noch ist kein Ende absehbar. 140.000 Tote, neun Millionen Flüchtlinge - das ist die abstrakte Bilanz in den Nachrichten. Aber der Krieg ist auch immer persönlich.

Irak-Krise"Keine Waffen in Krisengebiete"

Der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Ralf Stegner

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Kämpfe im Nordirak hat der SPD-Vize Ralf Stegner vor einer vorschnellen Entscheidung zugunsten von Waffenhilfe gewarnt. Er sei gegen deutsche Waffenlieferungen in Krisengebiete und Diktaturen. Deutschland solle sich auf humanitäre Hilfe konzentrieren, sagte er im Deutschlandfunk.

UmweltpolitikHendricks: Keine zusätzlichen Vorschriften für die Industrie

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat sich für ein stärkeres Bewusstsein bei der Schonung von Ressourcen ausgesprochen. Bei der Entwicklung neuer Technologien müssten immer auch die Auswirkungen berücksichtigt werden.

OstukraineFlucht aus der Heimat

Juni 2014: Ausreisende

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben seit Beginn dieses Jahres mehr als 300.000 Menschen den Osten der Ukraine verlassen. In Donezk oder Lugansk, wo prorussische Separatisten "Volksrepubliken" ausgerufen haben, ist es zurzeit so gefährlich, dass die Leute Angst um ihr Leben haben.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Waffenlieferungen in den Irak:  Diskussion um Bundestagsmandat | mehr

Kulturnachrichten

Staatliche Auszeichnung:  Imre Kertesz nimmt Orden der ungarischen Regierung an | mehr

Wissensnachrichten

Medizin  Zwei Milliarden Euro Einsparpotential bei Medikamenten | mehr