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NSU-Prozess: Carsten S. fordert Aussage von Ralf Wohlleben

Zschäpe fühlt sich von Merkel vorverurteilt

Der Angeklagte Carsten S. im Gerichtssaal in München (picture alliance / dpa / Marc Müller)
Der Angeklagte Carsten S. im Gerichtssaal in München (picture alliance / dpa / Marc Müller)

Carsten S. hat im NSU-Prozess Ralf Wohlleben schwer belastet. Aber zu den Fragen der Verteidiger seines Mitangeklagten schwieg er. Er wolle nur sprechen, wenn auch Ralf Wohlleben aussage - dessen Anwalt spricht von Erpressung.

<p>Im Prozess um die mutmaßlichen Verbrechen der rechtsextremen Terrorzelle "NSU" hat sich der Angeklagte Carsten S. geweigert, Fragen der Verteidiger seines Mitangeklagten Ralf Wohlleben zu beantworten. In bisherigen Vernehmungen hatte er Wohlleben schwer belastet. Dieser schweigt beharrlich zu den Vorwürfen. Carsten S. erklärte, aus Gründen der Waffengleichheit nun ebenfalls so lange schweigen zu wollen, bis "dass er hier auch aussagt und seine Geschichte erzählt - dass nicht nur ich mich nackig mache, sondern er auch". Dies stieß auf heftige Kritik von Wohllebens Verteidiger Olaf Klemke: "Ich fass' es nicht", sagte er. Und weiter: "Wir lassen uns nicht erpressen."<br /><br />Am letzten Verhandlungstag in dieser Woche sprach der Mitangeklagte Carsten S. unter anderem über seine Faszination mit der rechten Szene. Unter anderem habe er den Kleidungsstil, die Uniformen und das Dritte Reich anziehend gefunden - dabei sei sicher auch eine erotische Komponente gewesen, so S.
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:12 Uhr

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