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Obama und Medwedew schmieden Abrüstungspläne

USA und Russland wollen Neubeginn ihrer Beziehungen

US-Präsident Barack Obama und der russische Präsident Dimitri Medwedew im Kreml in Moskau (AP)
US-Präsident Barack Obama und der russische Präsident Dimitri Medwedew im Kreml in Moskau (AP)

Die USA und Russland wollen ihr Atomwaffenarsenal weiter verkleinern. US-Präsident Barack Obama und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew einigten sich bei einem Treffen in Moskau auf die Ausarbeitung eines Nachfolgeabkommens des Start-Abrüstungsvertrages. Dieser läuft im Dezember aus.

Die nun unterzeichnete Rahmenvereinbarung sieht vor, innerhalb von sieben Jahren nach Inkrafttreten eines Abrüstungsabkommens die Zahl der atomaren Sprengköpfe von derzeit etwa 2200 auf jeweils 1500 bis 1675 zu verringern. Für Trägerraketen soll eine Obergrenze von 500 bis 1100 Stück gelten.

Außerdem vereinbarten beide Länder eine intensivere Zusammenarbeit in Afghanistan gegen Terrorismus und Drogenschmuggel. Zudem können die amerikanischen Streitkräfte demnächst den russischen Luftraum nutzen, um den Nachschub in Afghanistan zu sichern. Bislang erfolgte dieser über Pakistan, doch nach einer Reihe von Anschlägen dort auf Depots der Armee suchen die Militärs nach Alternativen.

Streitpunkt Raketenschild

Ein Streitpunkt bei den Verhandlungen waren nach wie vor die amerikanischen Pläne für einen Raketenschirm über Osteuropa. Obama versuchte im Vorfeld, die russischen Bedenken zu zerstreuen: "Meine aufrichtige Hoffnung ist, dass Russland bei diesem Projekt ein Partner wird", sagte Obama in einem Interview mit der regierungskritischen Zeitung "Nowaja Gazeta". Mit Blick auf den Iran und Nordkorea sagte Obama weiter, die Abwehr sei angesichts wachsender Gefahren notwendig.

Nach ihrem Treffen teilten die beiden Staatschefs mit, sie wollten einen Neuanfang in den Beziehungen ihrer Länder wagen. Bei Obamas Ankunft in Moskau hatte Medwedew gesagt, beide Seiten wollten eine Reihe schwieriger Kapitel aus den vergangenen Jahren schließen und "neue Seiten aufschlagen". "Wenn wir in den kommenden Tagen hart arbeiten, können wir außergewöhnliche Fortschritte erzielen", antwortete Obama. Medwedew sagte nach dem Treffen, er strebe eine mit den USA Zusammenarbeit an, die "des 21. Jahrhunderts würdig ist".



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:33 Uhr

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